Die sechzehnte Runde im Projekt Hörsturz ist in vollem Gange. Diesmal handelt es sich um eine Soundtrack-Runde, in der Songs aus Filmen und Videospielen vorgeschlagen werden konnten. Neben mir sitzt meine liebste Beam, die mit mir parallel die Runde bloggt. Unsere Wertungen werden aber nicht zwangsweise gleich ausfallen. Legen wir mal los – immerhin gibt es zusammen mit den optionalen Bonussongs ganze 17 Stücke zu bewerten.
Gib mir den Rest …
Projekt Hörsturz: Rezension Runde 16
Projekt Hörsturz: Rezension Runde 15
In der aktuellen 15ten Runde des Projekt Hörsturz haben wir es mal wieder mit einer ganz regulären Ausgabe zu tun. Allerdings gibt es doch eine kleine Besonderheit, denn ich habe die Regeln ein wenig geändert. Von nun an zählen alle Songvorschläge nur noch für die jeweils folgende Runde. Wer nicht unter den fünf ausgelosten Songs dabei ist, kann jetzt optional von den Teilnehmern bewertet werden. So hat man noch mal ein wenig mehr Musik zu entdecken, wenn man will und kein Song bleibt unbeachtet. Wenden wir uns jetzt aber erst mal den ausgelosten zu, die ja auch in die Gesamtwertung kommen.
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Musica Obscura Vol. 6 – Endgültig Filmmusik
Endgültig ruft auf seinem Blog zu einer kleinen Blogparade auf. Es gilt, ganz einfach einen Beitrag zum Thema Filmmusik zu schreiben und diesen dann auf seinen Post zu verlinken. Unter allen Teilnehmern verlost er dann eine Überraschung, die zum Thema passt. Das nehm ich mir doch mal als Anlass, eine neue Sammlung von Filmmusik abseits des Mainstream zusammenzustellen! Gib mir den Rest …
Musica Obscura
Wer mein freeQradio öfters mal einschaltet, wird sicher gemerkt haben, dass ich momentan ziemlich viel ausgefallene alte Sachen höre. Mir haben’s alte, teilweise obskure Songs mal wieder angetan. Und die Auswahl an Schätzen ist riesengroß, seien es Soundtracks zu verrückten alten Filmen, abgedrehte Band-Konzepte aus den experimentierfreudigen 60s oder rauchverhangener Psychedelic Rock, von dem es in den 70s nur so wimmelte. Überraschenderweise kann man sogar bei YouTube mittlerweile Videos[1] vieler dieser alten fast vergessenen Songs finden. Was liegt da also näher, als euch ein paar dieser Stücke auch mal genauer vorzustellen und gleich ein paar Infos hinterherzuschieben, die ich im Radio natürlich ohne Moderation nicht so rüberbringen kann? Vielleicht ist das auch der Anfang einer neuen Reihe, mal sehen!
- oft nur Standbilder mit der entsprechenden Musik unterlegt, aber es geht ja auch um die Songs [↩]
The Art of Mickey-Mousing
Es gibt vieles, was Walt Disney groß gemacht hat. Einen großen Teil davon hat sicher die Musik getragen. War es in den 30ern noch schwer, Filme ordentlich mit Sprache und Soundeffekten zu vertonen, griff man auf eine Kust zurück, die Musik auf die Bewegungen und Stimmung der Szenen abzustimmen. Lief die Figur, wurde im Takt der Schritte ein Rhythmus gespielt, Vogelgezwitscher wurde von Flöten übernommen und so weiter. Die Filme basierten oft auf aberwitzigen Choreografien, um sowohl Handlung als auch den Taktmaß folgender Musik gerecht zu werden. Durch “Silly Symphonies“, gezeichnete Slapstick-Kurzfilme von Disney, wurde diese Art des Soundtracks berühmt und entlehnte sich den Namen bei Disneys Galionsfigur.
Ein erstes Beispiel von Mickey-Mousing in abendfüllenden Spielfilmen findet sich in der Schlusssequenz von “King Kong und die weißen Frau”, in der King Kong zu einem Crescendo das Empire State Building erkletterte. Mit der Zeit, als Tonfilme üblicher wurden, nahm aber die Zahl der Filme mit diesem Stil ab. Es galt als rückständig, so zu arbeiten, die neuen Möglichkeiten des Tonfilms waren doch viel moderner. Die Soundtracks wurden subtiler, Musik erzeugte nur noch dezent Stimmung, keine Soundeffekte mehr. Oft wird zwar auch die plakative Musik z.B. aus Star Wars oder Beetlejuice zu dem Stil gezählt, kommt aber ohne direkte Vertonung der Geschehnisse auf dem Bildschirm aus.
Eine Nische konnte sich dieser mittlerweile belächelte Stil aber dennoch erhalten. Neben den nie ganz ausgestorbenen Slapstick-Zeichentricks tauchte das Mickey-Mousing vor allem im Hongkong-Kino mit seinen Kampfkunstfilmen immer wieder auf. Heute scheint es auch in Hollywood langsam wieder in Mode zu kommen, Musik mehr als nur stimmungerzeugend einzusetzen. Der Film Matrix und seine Nachfolger – nicht zuletzt inspiriert von Kampfkunstfilmen – sind gute Beispiele dafür, wie Musik erneut die Basis für comichaft überzogene Actionchoreografien bildet. Die Computertechnik macht’s möglich, stilistisch kunstvoll übertriebene Ideen zu verwirklichen. Und gerade hier dient die Soundtrack-Technik aus der Anfangszeit des bewegten Bildes als das Tüpfelchen auf dem I.
Nach dem Klick gibt’s ein paar Beispiele für Mickey-Mousing von 1929 bis heute! Gib mir den Rest …



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