
Hört man Liz Greens Stimme, möchte man sie sofort ins New Orleans der Prohibition verorten, aber doch sicher nicht ins Manchester von 2012. Als Zeitreisende mit schwarzem Humor und Dunkelheit in der Stimme verdingt sich die 28-jährige zwischen Jazz, Folk und Blues, selten von mehr als einer akustischen Gitarre, Bass und ein zwei Bläsern unterstützt. Morbide und doch irgendwie heimelig, das muss man erst mal schaffen. Mit ihrer Stimme gelingt Liz das Kunststück aber mühelos.
Gib mir den Rest …
Origins#22: Forgotten Originals
Wie in letzter Zeit schon öfter erwähnt, wird es ja immer schwerer, Musik mit euch zu teilen, seitdem Grooveshark in Deutschland gesperrt ist und Youtube ja sowieso schon lang diverse Songs für deutsche Surfer blockt. Für die heutige Ausgabe der Origins habe ich daher mal bewusst auf die Coverversionen verzichtet und lasse diesmal die Originale im Rampenlicht stehen, denn dieses wurde ihnen ursprünglich verwehrt. Die folgenden sechs Songs sind allesamt riesige Hits geworden, aber jeweils nur in den teils mehreren extrem erfolgreichen Coverversionen. Die teils mindestens genau so guten Originale werden dagegen kaum gespielt und von Unwissenden nicht selten auch als das vermeintliche Cover angesehen. Grund genug, euch diese Songs ein wenig näher zu bringen!
Gib mir den Rest …
Origins#20: Disney
Vor mehr als 80 Jahren drehte Walt Disney seine ersten Animationsfilme. Seitdem sind unzählige Werke von ihm und der von ihm gegründeten Walt Disney Company entstanden, denen fast allen eines gleich ist: Musik spielt eine der Hauptrollen. Angefangen mit “Steamboat Willy” und den “Silly Symphonies” sind vor allem viele Songs aus den späteren Kinofilmen wahre Ohrwürmer geworden. Kein Wunder, dass gleich mehrere der Filme zu Musicals umgearbeitet wurden. Hier soll es aber um die Originalversionen der Songs aus den jeweiligen Filmen und eher unerwartete Coverversionen der selben gehen. Tom Waits, die Dead Brothers und Psapp würde man ja nicht sofort mit Disney in Verbindung bringen…
Gib mir den Rest …
52 Songs#21: Hoffnung
in the wee hours of the morning
when everything is still
I lay staring at the darkness
trying to find the will
Na wenn das nicht passt. Runde 21 der 52 Songs startet direkt am 21.11. und da die 21 eh meine Glückszahl ist, passt auch das Thema, denn das lautet “Hoffnung”. Der Song, den ich dieses Mal ausgesucht habe, gibt aber zumindest keine bedingungslose Hoffnung wieder. Textlich hat man eher das Gefühl von Hoffnungslosigkeit, aber das Gesamtbild des Stücks hat für mich irgendwie etwas sehr hoffnungsvolles. Ich kann gar nicht wirklich erklären, warum. Mag generell an der Band Kante liegen, die in diesem weitgehend instrumentalen Stück übrigens ungewohnterweise mit englischem Text aufwartet!
Kante – Best Of Both Worlds
RezensionEarly Rappers - Hipper Than Hop - The Ancestors Of Rap
Now, Dow Jones owns the people’s homes
and all the surrounding land
Buying and selling their humble dwelling
in the name of the Master Plan
Wer meine Beitragsreihe “Musica Obscura” kennt, weiß, dass ich ein Faible für längst vergessene Musik habe. Umso entzückter war ich, dass Soul-Guru Jonathan Fischer für Trikont eine neue Compilation in den Startlöchern hat. Wie es der mit einem in meinen Augen etwas missglückten Mitteilteil ausgestattete Titel bereits verrät, versammeln sich hier in einer Stunde ganze 21 Songs, die man mit Fug und Recht die Urahnen des Hip-Hop nennen kann.