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Klappe, die vierte: Jim Jarmusch

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Jim Jarmusch

Jim gilt als Urgestein des Autoren-Kinos. Jeden seiner Filme schreibt er selbst – und jeder trägt unverkennbar seine Handschrift.

Seinen ersten Film “Permanent Vacation” drehte er 1980 während seines Studiums auf der Filmschule der New Yorker Universität. Durch seine Beratungstätigkeit für den Regisseur Nicholas Ray erregte er die Aufmerksamkeit von Wim Wenders und wurde dessen Produktions-Assistent. In den 80er beeinflusste er mit “Stranger Than Paradise” und “Down By Law” das Road-Movie-Genre maßgeblich. Während der geniale Episodenfilm “Night On Earth“, der eine Nacht über die ganze Welt verteilt in verschiedenen Taxifahrten darstellt, als sein bisher stärkster Film gilt, erlangte er beim Mainstream-Publikum erst 1995 durch seinen Anti-Western “Dead Man” mit Johnny Depp in der Hauptrolle die gebührende Bekanntheit. Der Film wurde besonders für seine respektvolle Darstellung der Indianer gelobt und gilt gemeinhin als Kultfilm. Der 1999 erschienene Streifen “Ghost Dog” wird oft als die Fortführung der Dead-Man-Melancholie angesehen, diesmal in das Leben eines schwarzen Samurai im modernen New York verfrachtet.

Sein wohl ambitioniertestes Projekt ist die Kurzfilmreihe “Coffee & Cigarettes“, die er seit Mitte der 80er drehte. Nachdem die ersten drei Segmente über die Jahre verteilt erschienen, drehte er noch acht weitere und brachte die Sammlung 2003 ins Kino. Bemerkenswerte Details, die sich durch alle Episoden ziehen, sowie die großartig spielende Besetzung (u.a. Bill Murray, Roberto Begnini, Jack & Meg White, Steve Buscemi, Tom Waits und Cate Blanchett) stechen heraus.

Jarmusch’s Filme sind durch ihren unverwechselbaren Stil verbunden. Meist getragen von einer fast bis zur Langeweile ausgedehnten Langsamkeit und Melancholie, leben die Werke in ihrem meist lakonischen, kauzigen Humor auf. Weitere Stilmittel sind die Verwendung von Schwarz-Weiß-Film und oft in der Totale gedrehte, minutenlange, fast meditative Szenen.

Sein aktuelles Projekt ist der in der mittlerweile in der Post-Produktion befindliche Film “The Limits Of Control“, in dem ein mysteriöser Einzelgänger (Isaach De Bankole) einen riskanten Auftrag erfüllen soll und dabei in skurille Situationen gerät. Weitere Darsteller sind Bill Murray, Tilda Swinton und John Hurt. Man rechnet mit einem Kinostart in 2009.

Nach dem Klick gibt’s einige Szenen und Trailer seiner Filme. » Gib mir den Rest …

Klappe, die dritte: Joel & Ethan Coen

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Joel & Ethan Coen

Bild: MovieMail

Die Coen-Brüder einzeln zu nennen wäre Unsinn, denn zusammen sind sie eines der erfolgreichsten Produzenten/Regisseur/Schreiber-Teams Hollywoods – und eines der innovativsten noch dazu. Die Komödien der Coens strotzen nur so vor verschrobenem, schwarzem Humor, absurden Szenen und nicht selten absolut einzigartigen Charakteren. Selbst ihre Thriller, für die sie ein ebenso gutes Händchen haben, lassen diese Zutaten nicht missen. Besonders ihr Casting ist jedes Mal perfekt. Geniale Charakter-Darsteller wie Frances McDormand (Joel’s Ehefrau), John Turturro oder Steve Buscemi sind immer wieder dabei, auch John Goodman gehört fast zum Inventar und läuft in jedem ihrer Filme zur Höchstform auf.

Schon im Kindesalter drehten sie mit einer Super-8-Kamera Filme nach. Während Joel weiterhin der Filmbranche treu blieb und seinen Weg nach Hollywood über die Produktionsassistenz in Sam Raimis “The Evil Dead” machte, veröffentlichte Ethan nach seinem Philosophie-Studium einige Kurzgeschichten, bevor er sich zusammen mit seinem Bruder dem Debut-Film “Blood Simple” widmete. Mit dem nachfolgenden “Arizona Junior” hatten Sie Ihren ersten großen Erfolg, “Fargo” brachte sogar einen Drehbuch-Oscar ein und gilt wie fast alle ihrer Filme als Kultfilm. Ihr aktueller Thriller “No Country For Old Men” war der Jury dann auch der verdiente Regie-Oscar wert. Mit insgesamt vier kommenden Projekten sind auch wieder hochkarätige Komödien zu erwarten.

Nach dem Klick gibt’s – neben zwei Trailern – diesmal auch ein paar wirklich geniale, längere Szenen aus den Werken der Coens. » Gib mir den Rest …

Klappe, die zweite: David Fincher

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David Fincher

Fincher gilt als einer der handwerklich perfektesten Regisseure unserer Zeit. Angefangen hat er aber wie so viele mit kleinen Werbespots und Musikvideos zu cheesigen Songs in der 80ern. Auch wenn die Musik und die dazugehörigen Szenen heutzutage nur noch belächelt werden, konnte Fincher schon damals seine Bildsprache perfektionieren. Sein Handwerk verstand er schon meisterhaft, als er 1992 überraschend kurzfristig in den Regiestuhl des längst begonnenen dritten Alien-Teils gesetzt wurde. Aufgrund von wenig Vorbereitungszeit und kaum künstlerischer Freiheit wurde sein erster Film dann zwar zu recht der bisher schlechteste Teil der Alien-Reihe, ebnete aber den Weg zu einigen der größten Thriller der 90er. Schon sein zweiter Film “Sieben” war der erhoffte große Erfolg und gilt längst als Klassiker. Nach dem nicht ganz mithaltendem “The Game” schuf Fincher sich mit der Verfilmung des Romans “Fight Club” von Chuck Palahniuk sein bisheriges Meisterwerk und einen unbestrittenen Kultfilm. Klar, dass es der nachfolgende “Panic Room” da umso schwerer hatte. Mit dem gerade erst letztes Jahr erschienenen “Zodiac” bewies er aber erneut, wie akribisch genau er sein Handwerk nimmt. Um die auf wahren Geschehnissen basierende Story so echt wie möglich rüberzubringen, ließ er sogar teilweise Bäume umpflanzen.

Momentan befindet er sich in der Post-Production seines neusten Filmes “The Curious Case Of Benjamin Button“, der mit seinem Standard-Schauspieler Brad Pitt in der Hauptrolle ein fantastisches Märchen-Drama darstellt und damit völlig von seinem bisherigen Feld abweicht. Aber auch die wahrscheinlich folgenden Projekte wie die Comic-Verfilmungen “Torso” und “Black Hole” oder die Verfilmung des Sci-Fi-Romans “Rendezvous with Rama” von Arthur C. Clarke lassen überraschend Vielseitiges erwarten.

Nach dem Klick gibt’s ein paar Werbespots, Musikvideos und Trailer! » Gib mir den Rest …

Klappe, die erste: Michel Gondry

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Hiermit starte ich eine neue Serie. “Klappe, die n-te” wird nun in unregelmäßigen Abständen als Film-Pendant zu meinen Music Showcases gebloggt. Denn auch in der Filmbranche gibt es eine ganze Masse an besonderen Künstlern hinter sowie vor der Kamera. Dabei ist es egal, ob’s sich da um Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler oder alles zusammen handelt.

Michel Gondry

Den Beginn macht ein wahres Genie verrückter, verspielter Ideen. Der Franzose Michel Gondry hat sich mit einigen abgedrehten Kurzfilmen, Werbespots für Motorola, Kodak oder HP und innovativen Musikvideos für Björk, Radiohead, Beck und andere nach und nach in die Riege der Filmregisseure gedreht. Dort hat er nun einen Status, den sich viele wünschen würden. Spätestens seit seinem Oscar-Erfolg “Vergiss mein nicht” kann er seinen verrückten Ideen freien Lauf lassen. Dementsprechend schrieb er auch selbst das Drehbuch für seine folgenden Filme selbst. Momentan steht sein neuester Streifen “Be Kind, Rewind” in den Kino-Startlöchern. Trotz seiner Filmerfolge dreht er immer noch Musikvideos und Werbespots.

Nach dem Klick gibt’s eine Auswahl an Videos und Trailern aus seinem Repertoire!

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Be excellent to each other. And... Party on, dudes!

Bill & Ted

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