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RezensionClark - Iradelphic

Clark - IradelphicMan hatte ja mit vielem gerechnet. Clark hätte sich auf seine Wurzeln besinnen können oder den genialen Vorgänger “Totems Flare” stilistisch fortsetzen können. Ein vor organischer Akustik nur so wimmelndes Album haben aber sicher die wenigsten erwartet. Clark erfindet sich mal wieder neu und macht dabei vieles richtig und wenig falsch.

IDM mag als Genre vielleicht noch in der ersten Hälfte von “Iradelphic” über die Lippen kommen, aber auch die ist schon gespickt mit Akustikgitarre, “Tooth Moves” wartet sogar mit live eingespielten Drums auf. Spätestens mit dem Vocal-Doppelpack “Open” und “Secret”, für dass der Brite sich Martina Topley Bird zu einem leicht verstörenden Duett ins Boot holt, werden aber andere Saiten aufgezogen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Clark spielt seine ungeahnten Qualitäten als emotionsgeladener Songwriter voll aus und schüttelt neben cinematischer Epik mit “Black Stone” auch mal eben ein reines Klavierstück aus dem Ärmel, dass trotz simpler Melodie dank göttlich emotionaler Spielweise so ziemlich jede Klavierballade in die Tasche steckt.

Wer fest mit einem geistigen Nachfolger zu “Totems Flare” gerechnet hat, wird es eventuell schwer haben, “Iradelphic” zu mögen. Noch schwerer sicher, wenn man den Frühwerken des Fricklers nachtrauert. Wer aber immer offen für neue Klangwelten ist, muss diesem tollen Werk einfach ein Ohr schenken!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 


Anspieltipps: Henderson Wrench, Secret, Black Stone, The Pining Pt. 1

“Iradelphic” ist u.a. auf Amazon als CD & MP3 zu haben. Einen Stream gibt’s bei Spotify.

Secret

I’m travelling the wonderful loneliness of the headphone silence

Ane Brun

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