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52 Games#7: Sex

Lucky you. About to be killed by a legend!

52 GamesSex sells! Eine Floskel, die in Ausgabe 7 der 52 Games sicher öfter fallen wird. Kaum ein Unterhaltungsmedium geht mit dem Thema Sex so ambivalent um wie Videogames. Während auf der einen Seite weibliche Charaktere nicht leicht bekleidet genug sein können, um die männliche Spielerschaft anzulocken, gilt wirkliche Nacktheit oder gar dargestellter Geschlechtsverkehr als absolutes Tabu. Menschlichen Gegner die Köpfe wegballern? Gern! Andeuten, dass zwei Menschen sich lieben? Skandalös!

Da letztere Seite der Medaille sicher zur Genüge abgehandelt werden wird, widme ich mich den leicht bekleideten Damen bzw. der Weigerung eines Spielereihe, solche zur Schau zu stellen. Wenn ein Genre das Bild einer halbnackten, aufgetakelten weiblichen Kampfmaschine geprägt hat, dann sind es Beat ‘Em Ups. Spätestens mit Beginn der 16bit-Ära war auf heimischen und erst recht in Spielhallen stehenden Geräten eine Grafik möglich, die aus den Spielfiguren mehr machte als kaum zu identifizierender Pixelbrei. Vor allem Prügelspiele galten damals als Maß aller Dinge, wenn es darum ging, das letzte aus den Grafikfähigkeiten der Konsolen zu holen.

Hatten die Prügler früherer Zeiten hauptsächlich männliche Kämpfer zu bieten, setzte man nun vermehrt auf weibliche Rundungen, die sich endlich auch als einigermaßen rund darstellen ließen. Die Prügel-Franchises begannen, sich mit fantasievollen Minimalklamotten weiblicher Kämpfer zu übertrumpfen bis mit der “Dead Or Alive”-Reihe und der berüchtigten Tittenphysik sowie den Beach-Volleyball-Ablegern die bisherige Grenze erreicht war.

Es gab aber eine Reihe, die es nicht einsah, Frauen nur als Sexobjekt darzustellen. Nackt waren allenfalls Knöchel oder die Oberkörper teils sehr beleibter Hünen, die Damen kämften hingegen in überraschend kampftauglicher Kleidung. Die Französin Charlotte trat mit ihrem Fechtdegen in metallener Ritterrüstung an, während Nakoruru in einer (vermutlich) traditionellen, hochgeschlossenen Tracht antrat. “Samurai Shodown” hob sich damit 1993 erfrischend von der Konkurrenz ab und gehört bis heute zu einer der erfolgreichsten Prügelserien überhaupt, was vor allem durch eine tolle Kampfmechanik erreicht wurde.

Auch die Nachfolger setzten anfangs generell eher nicht auf Fleischbeschau. Cham Cham aus Teil 2 ist als Catgirl zwar luftig bekleidet, wird aber eher als niedlich dargestellt, davon abgesehen geizte die Reihe sowieso mit vielen weiblichen Charakteren. Mit Beginn der 3D-Ära brachte aber auch diese Serie mit sinkender Qualität einen steigenden Anteil an nackter Haut mit sich. Shiki trat im ersten 3D-Part “Samurai Shodown 64” im hoch geschnittenen Kleid an, im fünften 2D-Teil ließ man Mina Majikina im noch knapperen Bikini antreten, Saya betonte in der ersten Playstation-Inkarnation vor allem ihren extrem tiefen Ausschnitt und danach wurde es auch nicht besser. So ist das eben auch mit großen Spieleserien, wenn die Verkäufe langsam in den Keller zu gehen drohen. Sex sells!

Samurai Shodown[1]

http://www.youtube.com/watch?v=mL__-Ynk7LI

  1. Das Video zeigt einen Kampf aus Teil 2, aber es war einfach kein ordentliches Video mit einer der weiblichen Charaktere aus Teil 1 aufzutreiben! []

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[…] Highlights hier etwas später.Alle Beiträge zum Thema “Sex”:Akais Laberecke: COITUS / FreeQnet: Samurai Shodown / PeteBACK: Sven Bømwøllen / Stolpersteins Koboldhöhle: kein Spiel / Gamepad Heroes: Silent Hill […]

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