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Projekt HörsturzVerschieben und neu aufziehen oder sterben lassen?

An sich hätte an dieser Stelle ja die neue Runde im Projekt Hörsturz starten sollen. Und ich hatte mir auch vorgenommen, es so lange fortzuführen, wie es mindestens fünf Teilnehmer gibt. Nun ist es aber so, dass in der Runde 64 gerade mal sechs Teilnehmer zusammen gekommen sind. Einer davon bin ich, vier die Crew von Rockwork Orange und zu guter Letzt der David. Dank RwO wäre das Projekt so ja an sich gerettet, aber ich habe ein wenig nachgedacht und halte das nicht unbedingt für die tollste Lösung.

Bitte nicht falsch verstehen! Ich finde es spitze, dass die RwO-Crew dabei ist und habe allein deshalb in den letzten Runden wieder überdurchschnittlich viele tolle Bands entdeckt. Aber ist es nicht ein wenig langweilig, wenn so ein offenes Projekt im Endeffekt nur noch für ein bis zwei andere Blogs stattfindet? Ich habe das Gefühl, dass der eine oder andere in letzter Zeit auch eher als Pflichtveranstaltung ansahen und nun, nachdem ja wieder ein paar neue dazu kamen und das Projekt scheinbar wieder an Fahrt aufnahm, besseren Gewissens aussteigen konnten. Das nehme ich niemandem übel, aber das kann ja auch nicht das Ziel des Projekts sein.

Ich habe mich nun also erst mal entschieden, die neue Runde ein wenig zu verschieben und das Projekt zu überdenken. Immerhin ist es jetzt gut 2,5 Jahre gelaufen und hat sicher so einem oder anderem wirklich tolle neue Musik näher gebracht. Sollte man es in Würde sterben lassen, bevor es wirklich nur noch aus einem Ping Pong zweier Blogs besteht? Oder lohnt es sich, ihm mit ein paar frischen Ideen zu neuem Leben zu verhelfen?

Das Problem ist, ich habe da keine Ideen, wie man das Projekt Hörsturz auf eine andere Art und Weise neu aufziehen und damit auch wirklich wieder mehr Teilnehmer ansprechen kann. Drum die Frage in die Runde: Was würdet ihr euch vom Projekt wünschen, um es wieder attraktiver zu machen? Habt ihr Ideen, wie man dem Projekt zu neuem Leben verhelfen kann? Immer her damit!

Wozu ich selbst allerdings Ideen habe, ist eine ganz andere Art Projekt, die zwar vermutlich nicht mehr Teilnehmer anlocken wird, aber auch gar nicht das Ziel hat und zudem weniger Verwaltungsaufwand bedeutet. Ich würde gern regelmäßig fünf Songs auf euch loslassen, zu denen ihr weder Titel noch Interpret kennt. Ich schreibt eure Meinungen zusammen und am Ende wird aufgelöst, wie die Songs hießen. Die nächste Runde stellt dann ein anderer daran interessierter Blogger die neuen Songs.

Das könnte auch eine wirklich spannende Art sein, neue Musik kennen zu lernen. Allerdings hapert es noch ein wenig an der Umsetzbarkeit. Ich habe bisher keine zufriedenstellende Möglichkeit gefunden, mit der man Songs auf legale Art und Weise zum Abspielen anbieten kann, ohne dass der Hörer Titel und Interpret sieht. Sicher könnte man Youtube-Videos so einbinden, dass nur die Buttons zu sehen sind, aber das ist auch nicht so das Gelbe vom Ei. Habt Ihr vielleicht eine Idee, wie sich so etwas umsetzen lassen könnte? Ich bin für alle Vorschläge dankbar! Außerdem würde mich natürlich auch interessieren, ob ihr für so ein Projekt zu haben seid oder ich die Idee lieber verwerfen sollte.

Ich bin erst mal auf eure Meinungen gespannt. Vorerst gehe ich mal davon aus, dass entweder kommendes Wochenende eine neue Runde im Projekt Hörsturz starten wird, ob nun unter neuen Vorzeichen oder dank nachkommender Teilnehmer nach üblichem Schema. Je nach Resonanz auf diesen Beitrag wird sich dann genaueres entscheiden!

Kommentare

1

Ganz spontan: vielleicht könnte man das Projekt reihum in anderen Blogs machen lassen, also dass sich der Austragungsort ändert und immer mal jemand anderes verantwortlich ist. Keine Ahnung, ob das funktioniert.
Ich finde es auch komisch, wenn nur die Rockworker mitmachen und ich hatte auch schon selbst oft keine Lust mehr, weil ich einfach nichts zu Musik schreiben kann. Trotzdem zwinge ich mich immer wieder, weil ich das Projekt mag und nicht möchte, dass es wie damals das Filmrätselstöckchen einfach so im Sand verläuft.
Wenn du noch Lust hast, kannst du dir ja Möglichkeiten überlegen, die Teilnehmer zu motivieren, sie auch jedes Mal zu erinnern. Eine Facebook-Gruppe für’s Projekt, ein eigener Twitter-Account… ich weiß es auch nicht genau. Vielleicht melden sich ja alle Teilnehmer hier und sagen, was sie stört. Vielleicht stört sie ja sogar die Rockwork-Präsenz, weil sie sich so um ihre regelmäßigen Backlinks von 10 verschiedenen Blogs betrogen fühlen? Vielleicht ist auch gerade nur wieder so eine Phase. Letztes Mal gab es ja sogar 11 Teilnehmer.

geschrieben von David
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2

Ach schade. Aber andererseits auch nur natürlich. Ich bin ja seit der letzten Runde nicht mehr dabei, was aber hauptsächlich daran liegt, dass von meinen letzten Beiträgen mehr als die Hälfte vom Hörsturz kamen.

Die Idee von David mit dem Reihum halte ich für gut, aber da ist wieder das gleiche Problem wie beim FSR, dass es auf und ab gehen kann. Wenn es über Facebook läuft, wird es vielleicht mehr Interessenten geben (insbes wenn man auch dort teilnehmen kann), aber ich würde das endgültig aus dem Rennen treiben.

Zur anderen Idee: wie wäre es über Dropbox? Man kann doch Ordner semi-öffentlich machen, wenn man die URL angibt und mp3s können nativ von dort abgespielt werden. Wenn es einen Veranstalter gibt oder eine Gruppe, die einen Dropbox-Account haben, dann wäre das so machbar.

geschrieben von juliaL49
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3

Also erstmal war ich auch noch dabei, habe mich nur nicht ins Formular eingetragen, weil ich nicht gesehen hatte, dass du es repariert hast…

Dann fände ich es schade, wenn das Projekt eingeht. Eigentlich sah es doch gerade wieder ganz gut aus… habe aber so spontan auch keine Idee, Hatte schonmal darüber nachgedacht, an der Regelmäßigkeit was zu ändern, damit es weniger verpflichtend wird, kam aber auch nix Gescheites bei rum.

Von der Idee mit den unbekannten Songs halte ich nicht allzu viel… ich steh nicht auf Raterei, sehe keine ordentliche Lösung das umzusetzen und zusammenhanglose Musikvorschläge habe ich nun wirklich genug.

Was Julias Idee angeht, denke ich, dass das auch nicht legal wäre. Dadurch würden wir die Musik ja prinzipiell mit beliebig vielen Personen teilen und “semi-öffentlich” heißt eigentlich öffentlich, denn über den Link kommt ja prinzipiell jeder dran.

Naja. Würde gerne was produktiveres beitragen als nur Meinungen, aber momentan weiß ich auch nicht so recht, wie man die Situation verbessern könnte. Mich persönlich hat sie jetzt auch nicht so gestört, aber ich verstehe, dass für dich als Projekthoster und auch für einige Teilnehmer schon doof ist, dass die Teilnehmerzahlen gesunken sind und die Teilnehmer obendrein aus weniger verschiedenen Richtungen kommen.

geschrieben von Konzertheld
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4

Also ich bin gerne weiter dabei, habe Spaß am Projekt Hörsturz und denke auch nicht, dass sich das in nächster Zukunft ändern würde. Mein Aussetzen diese Runde war eine Ausnahme.

Vielleicht könnte man den Ablauf für NeueinsteigerInnen etwas transparanter gestalten? Also neu strukturierte Regelseite und getrennte Artikel für Auswertung der letzten und Start der neuen Runde. Wobei aber nur du weißt, ob die Regelseite überhaupt noch aufgerufen wird. Verlagerung des Projekts in Richtung Facebook würde mich wahrscheinlich auch zum Aussteigen bewegen.

Die Idee mit den unbekannten Songs haut mich jetzt spontan nicht so vom Hocker. Obwohl man dann vielleicht vorurteilsfreier an die Songs rangeht. Wäre evtl. aber einen Versuch wert.

geschrieben von Michael
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5

Ich habe nun lange hin und her überlegt was ich dazu sagen soll. Die Geburtsstunde des Projektes habe ich damals ja noch miterlebt und lange mitgemacht, bevor Zeit und mangelhaftes Ressourcenmanagement meinerseits eine längere Pause einläutete. Verfolgt habe ich die einzelnen Runden dennoch und ich weiß gar nicht, wie viel großartige Musik ich hier kennen- und lieben gelernt habe. Nun geht es also vielleicht dem Ende entgegen und ich fühle mich nicht gut damit.
Gut, die Anzahl der Teilnehmer ist (gerade auch in meiner Pause) erschreckend zurück gegangen. Der harte Kern ist sich mit dem Anspruch an gute Musik relativ einig und viele haben vielleicht auch aus diesem Grund die Segel gestrichen. Bei etwa 10 Teilnehmern fehlte auch ein wenig die Spannung, ob man es wohl in die Pflichtsongs schafft oder nicht. Es fehlen skurile Vorschläge aus anderen Genreschubladen. Zuletzt vergab ich kaum noch weniger als 5 Punkte – mir fehlt die Lästerei (siehe: harter Kern).

Eine Umstrukturierung könnte tatsächlich helfen. Wann, wenn nicht jetzt?
Hier ein paar Ideen:

- Das Projekt setzt bis auf weiteres aus. So kommt man erstmal wieder runter und baut wieder neue Lust auf das Ganze auf.
- Über die Frequenz nachdenken. Julia hat eines meiner Probleme geschildert: In stressigen Zeiten kommt man vielleicht nur noch zu Projekten wie 52 Songs und Projekt Hörsturz und ehe man sich versieht, ist die ganze eigene Startseite voll mit Beiträgen zu diesen Projekten. Vielleicht startet man neue Runden eher alle 3 oder 4 Wochen? Ob man dann nicht trotzdem erst kurz vor der Deadline anfängt, ist natürlich eine andere Frage.
Vielleicht kann man eine schnelle Abgabe auch irgendwie belohnen?
- Bis auf weiteres zu 5 Pflichtsongs zurückkehren. Solange die Anzahl der Teilnehmer nicht massiv steigt, sollte man den Nervenkitzel mit dem Zufallsgenerator vielleicht so zurück holen. Das hat gerade zu beginn viel ausgemacht.
- Die Gesamtcharts sind relativ eingefahren und es ist nicht unbedingt leicht, dort hinein zu kommen. Vielleicht sollte man in dieser Richtung neue/andere Reize bieten, sodass neue Teilnehmer sich nicht gleich abgeschreckt fühlen?
- Twitter/Facebook mit ins Boot zu holen finde ich spontan schwierig. Vielleicht sollte man generell schauen, ob der “Zwang” zu lang ausschweifenden Bewertungen nicht zu groß ist? Möglicherweise bekommt man mehr Wertungen zusammen, wenn es einige “im vorbeigehen” direkt auf der Projektseite erledigen können? Wer einen Beitrag dazu schreibt, hat ja immernoch Chancen auf das Zitat der Runde. Dieses könnte man evtl auch noch anders in den Vordergrund stellen. Da bin ich mir unsicher.

Ich glaube einfach nicht, dass es am Projekt selbst liegt. Es gibt an jedem Tag neue Musik zu entdecken und es gibt genug Leute, die Bock auf neue Musik haben. Diese Komponenten müssen nur wieder zueinander finden. Alte Teilnehmer ans Projekt erinnern (wenn es denn weitergeht) kann eventuell auch etwas bringen.

Wenn du Hilfe/Unterstützung in irgendeine Richtung brauchst, helfe ich gern wenn ich kann.

geschrieben von Marc
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6

@David: Um das Projekt reihum in verschiedenen Blogs zu machen, muss aber auch jeder bereit sein, den ganzen Verwaltungsaufwand zu stemmen. Und die Auswertungen etc. basieren alle darauf, dass ich sie in meinem MySQL-Datenbank eintragen und verschiedene Abfragen laufen lasse. Das ist aber auch nicht so nutzerfreundlich konzipiert, dass da jeder ran kann und soll. Das lässt sich also nur recht schwer machen, denke ich.

Facebook und Twitter optional wären vielleicht ne Idee, aber zur Pflicht machen sollte man’s sicher nicht, wie die anderen ja auch schon sagen. Und wer nur für Backlinks teilnimmt, hat in meinen Augen das Projekt nicht verstanden ;)

@juliaL49: Über Facebook teilnehmen wäre ne Idee, aber halt auch nur optional für Leute ohne Blog. Als Kommentar wäre auch ne Idee.

Was Dropbox für die andere Idee angeht: Das muss ich mal ausprobieren. Aber würde man damit nicht automatisch die Sachen auch zum Download mit anbieten? Das wäre dann ja leider schon wieder ziemlich fragwürdig.

@Konzertheld: Oh sorry, stimmt, da hatte ich nicht mehr dran gedacht. Dass es wieder besser aussah, lag ja dran, dass Rockwork Orange dazu kam. Dafür sind dann aber auch wieder zwei-drei andere gegangen und wir waren wieder bei den niedrigen Zahlen.

@Michael: Ja, ein bisschen entschlacken wäre wirklich gut. Wobei die Regeln ja irgendwie schon definiert sein müssen und mir nich einfällt, was ich da weglassen könnte…

@Marc: zu deinen Ideen:
- Ich bin auch wirklich fast sicher, dass einige Zeit aussetzen die beste Idee sein wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich einige gerade von der hohen Rundenzahl abschrecken lassen, weil viele ja eher ungern als Neuling in ein lange laufendes Projekt mit alt eingesessenen Teilnehmern einsteigen mögen.
- Die Frequenz ist so eine Sache. Wöchentlich ist auf alle Fälle zu häufig, alle 3-4 Wochen wäre vielen aber auch eher zu lang. Alle zwei Wochen ist an sich schon am Sinnigsten, denke ich. Aber da müsste man wirklich noch mal drüber nachdenken.
- Zurück zu 5 Songs halte ich auch für eine gute Lösung. Das macht den Einstieg auch wieder leichter, weil es weniger Aufwand bedeutet. Schade wäre es dann nur wieder um all die Songs, die dann nicht dran kommen, sofern es denn wieder mehr Teilnehmer werden sollten.
- Zu den Gesamtcharts habe ich auch noch keine neue Idee. Auf der einen Seite ist es ein Anreiz, seinen Namen dort zu finden, auf der anderen aber auch frustrierend, wenn da nur noch die absolut höchsten Wertungen stehen und es sehr schwer ist. Eventuell sollte man sie komplett weglassen und nur die Rundencharts beibehalten.
- Die Bewertungen sind ja im Endeffekt der Kern des Projekts. Wenn ich da von mir ausgehe, sind mir die Punkte allein aber nicht das wichtigste, sondern schon was derjenige dazu schreibt. Das zeigt dann doch, ob derjenige die Musik wirklich bewusst gehört hat und wie er sie wirklich gefunden hat. Die Punkte allein wirken so unpersönlich und ich befürchte, dass das Projekt dann irgendwann in ein reines Punktevergeben ausartet, was ich irgendwie nicht schön finden würde.

Danke für dein Angebot. Ich denke, ich werde mir das alles in Ruhe noch mal überlegen. Wirklich aussterben lassen will ich das Projekt definitiv nicht, aber es braucht vermutlich echt einfach mal eine Pause und ne kleine Entschlackungskur!

geschrieben von beetFreeQ
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7

Also in die Charts habe ich noch nie reingeschaut, glaube nicht, dass da so viel Wert drauf gelegt wird. Oder habe ich das Projekt einfach falsch verstanden? :D

geschrieben von David
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8

Die hohe Rundenzahl könnte in der Tat abschreckend wirken. Möglicherweise kann man die Nummerierung auch abschaffen? Ich könnte mir vorstellen, dass die Runden immer am 1. und 15. eines Monats starten. Und was die Gesamtcharts angeht… die Idee fand ich mal nett, wirklich oft reingeschaut habe ich da aber auch nie und ich denke, für Neueinsteiger sind die möglicherweise abschreckend, für alte Hasen dafür uninteressant, weil die ja die neueren Platzierungen eh mitbekommen haben.

Ich denke, dass sich das Projekt wieder erholen wird. Es sind ja schon einige gute Gedanken zusammen gekommen, da lässt sich sicher was draus machen. :)

geschrieben von Konzertheld
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