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Projekt HörsturzRezension Runde 64

So ein Wochenende ist aber auch immer kurz, egal wie wenig man sich eigentlich so vornimmt, die beiden Tage vergehen schneller als man denkt. Da will ich aber trotzdem noch schnell meine Bewertungen zur neuen Runde im Projekt Hörsturz einwerfen, denn dummerweise vergehen wochentags die Feierabende gleich noch viel schneller. Ein paar wirklich tolle Songs erwarten mich dieses Mal auch, soweit ich das nach kurzem Vorhören zum Start der Runde so beurteilen kann. Mal sehen, ob sich das bewahrheitet!

Pflichtsongs

Antlered Man – Surrounded By White Men

(von Michael)
Oh, das geht gleich gut los. Ich mag ja so dröhnende Riffs und lautes Flüstern hört man auch zu selten in einem Song. Auch alles andere an dem Stück passt perfekt. Ich kann ja gar nicht glauben, dass die Band bei Last.fm echt nur 129 Hörer hat! Absoluter Geheimtipp, würde ich sagen, zumal auch alle anderen Songs, die ich gerade so via Bandcamp gefunden habe, sehr zu empfehlen sind.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Of Montreal – Spiteful Intervention

(von Kristin)
Of Montreal hab ich mal vor einigen Jahren verstärkt gehört, seitdem aber irgendwie aus den Augen verloren. Wenn ich mir “Spiteful Intervention” so anhöre, sollte ich mich doch echt mal wieder mehr mit der Band beschäftigen. Eine schicke, leicht abgedrehte Mischung aus elektronisch angehauchtem Indie Pop und Rock. So mag ich das!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

The Asteroids Galaxy Tour – Heart Attack

(von Nummer Neun)
Kurz nachdem Nummer Neun das Ding hier vorschlug, tauchte die Band im Netz plötzlich überall auf, zumindest hatte ich so das Gefühl. Ich kann aber leider nicht verstehen, was an der Musik so toll sein soll. Klingt mir etwas wie ein halbherziger Indie-Ansatz von Euro-Dance und das ist nicht als Kompliment zu verstehen. Dem Song geht zudem leider auch jegliche Ohrwurmigkeit ab, was aber glücklicherweise auch dafür sorgt, dass nicht viel davon übrig bleibt, sobald er einmal zu Ende ist…

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 

The Stowaways – Stay

(von Christinaaaa)
Der Name Stowaways ist mir schon mal begegnet, aber ich habe die Fährte nie länger verfolgt. Der Song bestätigt auch meine Vermutung warum, denn wir haben’s hier mit weichgespültem Mainstream-Indie zu tun, sofern mal da überhaupt von Indie sprechen kann. Lässt sich im Hintergrund ganz gut mit weghören, hängen bleibt aber absolut nix und bei genauerer Betrachtung geht mir auch die Stimme des Sängers auf den Geist.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Effter – Jail

(von Konna)
Die Kombination aus dem elektronischen Intro und dem Namen Konna lässt auf Industrial tippen und genau das wird dann auch geliefert. Glücklicherweise keiner von der Techno-Stamp-Sparte, aber auch nicht unbedingt ein Song, der mich wirklich überzeugen kann. Irgendwie hat der Track so eine Leere, die gefüllt werden will, was auch die härteren Passagen nicht so wirklich hinbekommen. Schade eigentlich.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Skrillex – Bangarang

(von Mars)
Ich hab ja schon oft überlegt, ob ich mir Skrillex mal genauer anhören sollte und ein Guilty Pleasure mehr in mein Repertoire aufnehme, vor allem wo ich Dubstep eigentlich ziemlich mag, wenn er gut ist. Bei diesem Song geht das aber irgendwie nach hinten los. Zwar sind wirklich tolle Momente drin, die aber von dem Gesang bzw. Möchtegern-Rap-Gesample und der zu starken Chartsfixierung kaputt gemacht werden. Und nach allem, was ich so über seine Fans gehört habe, will ich da auch nicht unbedingt dazu gehören. ;)

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

Mark Lanegan Band – The Gravedigger’s Song

(von LemonHead)
Mark Lanegan ist noch so ein Kandidat für Leute, denen ich irgendwie weniger Aufmerksamkeit schenke, als sie verdient hätten. Seine Solosachen sind mir allerdings auch manchmal etwas zu altbacken. “The Gravedigger’s Song” seiner aktuellen Band bringt aber absolut Spaß und hat mich das Album direkt mal in meine Spotify-Auto-Album-Liste packen lassen!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

The Kills – Love is a Deserter

(von Konzertheld)
“Love Is A Deserter” stammt zwar noch aus einer Zeit, zu der mich die Kills noch nicht vollends überzeugt hatten, aber das lag eher an mir als an den Songs. Mittlerweile sollte ich mich aber auch unbedingt mal intensiver mit den älteren Werken des Duos beschäftigen. Dieser Song gehört jetzt zwar nicht zu meinen absoluten Favoriten, ist aber halt von den Kills! Da kann eh nix schief gehen!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Nero – Must Be The Feeling (Delta Heavy Remix)

(von Maxx)
Es ist immer schwierig, einen Remix zu einem Song zu bewerten, wenn man weder den ursprünglichen Interpreten noch den Remixer kennt. “Nero” soll ja wenn ich das richtig verstehe, in die selbe Kerbe wie Skrillex schlagen, der Remix lässt davon aber irgendwie eher einen lahmen Techno zurück, der mich schon vor Jahren abgeschreckt hätte. Abgesehen von den netten Effektspielereien, die doch ein wenig an Dubstep erinnern, hat der Song so nix, was mich irgendwie anspricht. Ich kenne das Original zwar nicht, da so ein Gesang aber meist nicht vom Remixer stammt sondern schon im Original vorhanden ist, werde ich Nero vermutlich auch unremixt nicht all zu viele Ohren schenken…

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 

Le Loup – Pla­nes Like Vultures

(von beetFreeQ)
Meine Zufallsentdeckung macht den Abschluss der Pflichtsongs und stellt erstmal eine Erholung der Ohren dar. “Planes Like Vultures” war der erste Song, den ich von Le Loup behört habe und er ist auch immer noch der beste. Ich muss mir die Musik insgesamt noch erarbeiten, aber der Song zeigt, wie viel geniales Potential in der Band steckt, wenn man sie an sich heran lässt. Ich liebe vor allem diese behutsame Steigerung, die der Song mit jeder Sekunde durchmacht. Wunderbar!

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Ein Schnitt von 6,5 ist zwar nicht ganz so gut wie noch die letzten Male, aber es waren doch ein paar Entdeckungen dabei und das ist ja, was zählt! Bleibt noch ein einsamer Bonussong bevor ich mich schweren Herzens für einen der Songs entscheiden muss, die mir im Moment für die nächste Runde im Kopf herumschwirren!

Bonussongs

Kimbra – Settle Down

(von David)
Kimbra dürfte dank des überraschenden weltweiten Erfolgs von Gotye ja auch einen ordentlichen Popularitätsschub machen und wenn ich mir das hier so anhöre, hat sie den auch verdient. “Settle Down” geht genau in die Richtung wie auch Gotyes Sachen, eingängig und chartsgeeignet, aber mit genügend interessanten Ideen, um aus dem Einheitsbrei angenehm herauszustechen. Das mag ich so an der Musik aus Australien und Neuseeland. Da kann man auch mal Charts hören, ohne gleich von Guilty Pleasure sprechen zu müssen.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Mein Vorschlag für Runde 65

Eben habe ich ja noch von zwei Songs gesprochen, die mir für die nächste Runde im Kopf herumschwirrten. Nach erfolgloser Suche nach einer legal streambaren Version des ersten dachte ich noch, dass mir die Entscheidung ja doch leicht gemacht wird. Als ich dann den zweiten aber auch nicht fand und den Ärger über die Gema und Youtube endlich etwas losgeworden bin, habe ich mich dann doch für etwas entschieden, das von dem Folk bzw. Indie der anderen beiden Songs meilenweit entfernt, aber nicht minder genial ist:

Animals As Leaders – An Infinite Regression

Kommentare

1

Mainstream-Indie, ich bitte dich. Der Begriff ist doch totaler Unfug. ;) Ich würd die unter Indiepop verbuchen. Ich mein, es ist nicht Andreas Bourani… wobei… weit weg ist es auch nicht. Vielleicht doch normaler Pop.

The Kills sind unglaublich. Hab die selbst vor einigen Wochen erst komplett entdeckt, kannte davor nur das aktuelle Album. Die Sachen von Midnight Boom finde ich sogar eigentlich noch besser.

geschrieben von Konzertheld
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2

Mainstream-Indie, ich bitte dich. Der Begriff ist doch totaler Unfug. ;) Ich würd die unter Indiepop verbuchen. Ich mein, es ist nicht Andreas Bourani… wobei… weit weg ist es auch nicht. Vielleicht doch normaler Pop.

The Kills sind unglaublich. Hab die selbst vor einigen Wochen erst komplett entdeckt, kannte davor nur das aktuelle Album. Die Sachen von Midnight Boom finde ich sogar eigentlich noch besser.

geschrieben von Konzertheld
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3

Äh, keine Ahnung wieso der Kommentar da doppelt steht, sorry. Oo

geschrieben von Konzertheld
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Danger! Danger!
High Voltage!

Electric Six

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