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beety's Top Alben 2011Platz 10-1

Selten ist es mir so schwer gefallen, die Top 10 der besten Alben des Jahres zusammenzustellen. Zum einen sicherlich weil es dieses Jahr nicht dieses eine Über-Album gab, das mir in den letzten Jahren meist den ersten Platz erleichtert hat, zum anderen aber auch, weil einfach viele wirklich tolle Alben erschienen sind, die sich in Sachen Qualität kaum etwas nehmen.

Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft. Hier sind sie nun also, meine zehn liebsten Alben des Jahres, immer natürlich unter dem Gedanken, sicherlich wieder viel zu viel tolle Musik verpasst zu haben, die mir diese Liste sicher auch noch schwerer gemacht hätten!

Übrigens sind auch gerade heute die Album-Top 10 der Top Of The Blogs online gegangen und immerhin eins meiner favorisierten Alben hat es hinein geschafft. Eine kleine Zusammenfassung der TOTB folgt an dieser Stelle aber auch noch gesondert, sobald auch die anderen Kategorien ausgewertet sind.

10. Tom Waits – Bad as Me

Eine ganze Weile ließ der Meister nicht wirklich neues von sich hören. Zwar gab es eine grandiose 3CD-Compilation mit Raritäten und ein ebenso schönes Live-Album, aber auf ein wirklich neues Studioalbum warteten Fans sehnlichst. Dieses Warten hatte dieses Jahr nun ein Ende und Waits lieferte genau, was man von ihm erwartete, rauhen, ruppig-polternden Blues, kauzige Cabaret-Einlagen und auch die eine oder andere klassische Rock-Ballade, die man nur wenigen Leuten weniger übel nehmen kann als Tom Waits. Toll! >> meine Rezension

9. Wires Under Tension – Light Science

Ein kleiner Glücksgriff dieses Jahr waren Wires Under Tension. Durch Zufall fand ich ein Video der Band und war gleich hin und weg. Leider konnte das Post-Rock-Duo mit Geige und Schlagzeug noch viel zu wenige andere Menschen erreichen, wie ihre mageren Hörerzahlen bei Last.fm belegen. Sehr schade, denn das gerade erst diesen Monat erschienene Debut-Album “Light Science” hätte einen Platz in mehr Bestenlisten verdient.

8. Man Man – Life Fantastic

“Life Fantastic” ist eins dieser Alben, die man nach nur wenigen Hördurchgängen automatisch unterbewertet. In meiner Rezension gab ich zwar schon gute 8 von 10 Punkten, würde dem Album aber heute locker eine Punkt mehr verleihen. Man Man überrumpelten mich etwas damit, dass ihr neues Werk viel eingängiger und weniger experimentell ausfiel als die Vorgänger. Bei meiner verqueren Art, Musik zu erfassen, kann ich mich mit experimentellen, kauzige Sachen eben schneller anfreunden als mit den zu eingängigen. Mittlerweile habe ich für mich aber erkannt, dass “Life Fantastic” trotz seiner zurückgefahrenen Experimentalität mindestens so gut ist wie die Vorgänger, weil die Band einfach tolle, verspielte Songs schreibt. >> meine Rezension

7. Feist – Metals

Feist ist Mainstream, mag man denken. Spätestens seit ihrem riesigen Erfolg mit “1, 2, 3, 4” im iPod-Werbespot war sie in aller Munde und ihre Musik stürmte die Charts. Mit “Metals” beweist sie nun, dass sie trotz Mainstream-Star-Status noch wunderbare Songs zwischen traditionell und experimentell schreiben kann und ihr der Erolg nicht zu Kopf gestiegen ist. Songwriter-Handwerk in Perfektion! >> meine Rezension
http://www.dailymotion.com/video/xmg8wi_feist-how-come-you-never-go-there_music

6. Primus – Green Naugahyde

Primus galt eine ganze Weile als tot. Nachdem die Band vor mehr als 11 Jahren ihr letztes Album veröffentlicht hatte, wurde es ruhig und Les Claypool vergnügte sich mit diversen anderen Projekten. Als Jay Lane, Drummer erster Stunde, wieder zu Larry Lalonde und Claypool fand, war das alte Feuer entfacht. Das daraus resultierende Album vereint nun die rohe Energie der alten Scheiben mit den kauzigen Experimenten aus Claypools Solo-Ausflügen und ist damit so ziemlich das beste, was Primus seit den Seas of Cheese hervorgebracht hat. >> meine Rezension
http://www.youtube.com/watch?v=9m3NzMi9KWQ

5. Three Trapped Tigers – Route One Or Die

Ich war ja anfangs fest davon überzeugt, dass die Battles das für mich beste Math-Rock-Album des Jahres veröffentlichen würden. Aber dann kamen die mir vorher unbekannten Three Trapped Tigers um die Ecke und bliesen mit ihrem vertrackten, schwer verdaulichen Sound alles um. Das ist Musik für Leute, die eben nicht nur alles nebenbei hören wollen. Grandioses Kopfkino!

4. Kaizers Orchestra – Violeta Violeta Vol. 1

Was habe ich mich auf diese Scheibe gefreut. Kaizers Orchestra ist nicht nur wenn’s nach meinen Last.fm-Zahlen geht, meine Lieblingsband und da war der erste Teil der geplanten Violeta-Trilogie natürlich das am heißesten erwartete Album des Jahres. Und die Jungs enttäuschten in keinster Weise. Großartige Songs und viele ohrwurmige Experimente machen das Werk zum besten der Band seit Maestro. Lediglich das etwas zu süßliche “Hjerteknuser” verwehrt ihm einen Platz auf dem Treppchen. >> meine Rezension

3. De Staat – Machinery

In eine ganz ähnliche Kerbe wie die Kaizers schlagen auch De Staat aus den Niederlanden. Als Lemonhead die Jungs für den Gedankendeponie Song Contest ins Rennen schickte, war es um mich geschehen. Die Band macht einen derart energiegeladenen, experimentierfreudigen Rock, dass man aus dem fußwippenden Lob nicht mehr herauskommt.
>> meine Rezension

2. Amon Tobin – ISAM

Dass “ISAM” ein gutes Album werden würde, hatte ich erwartet, wo Amon Tobin mich doch noch nie enttäuscht hat. Wie grandios diese Reise durch das Unterbewusstsein aber wirklich werden würde, hatte ich nicht auf dem Plan. “ISAM” ist wie ich in der Rezension schrieb, der perfekteste Soundtrack für’s Kopfkino, den ich kenne. Und daran hat sich seitdem nichts geändert!
>> meine Rezension
http://vimeo.com/groups/amontobin/videos/30210041

1. Tu Fawning – Hearts On Hold

Manchmal steht der erste Platz der Jahresbestenliste schon früh im Januar fest. Nicht selten kommt es aber auch vor, dass man sich an den frühen Werken schon satt gehört hat und sie unbewusst mit niedrigeren Plätzen abstraft als sie es verdient hätten. Tu Fawning ist dieses Schicksal nicht zuteil geworden. Noch immer klingt das Album für mich so frisch wie im Januar und noch immer entdecke ich tolle Details in den oft verschroben-ungeraden Songs. Gerade diese Unpoliertheit macht das Album für mich zum besten eines musikalisch starken Jahres! >> meine Rezension

Kommentare

1

Auf Deinen Top-10-Beitrag habe ich mich ja am meisten gefreut. Hab alles durchgehört und:

Tom Waits: Das Album hab ich seit einiger Zeit hier liegen, aber immer noch nicht reingehört. Der Song zeigt mir, dass ich das ganz ganz dringend nachholen muss. Genial.

Wires Under Tension: Me Gusta. Das kommt mal ganz oben auf meine Liste! Danke.

Man Man: Die Band hat echt immer die großartigsten Videos. Der Song kann aber natürlich auch alles. Ich freu mich übrigens, dass Dir die Band so gut gefällt. Da hab ich ja meinen Job richtig gemacht.

Feist: Ich hab mich noch nie richtig mit Feist beschäftigt. Das Stück hier gefällt mir, aber würde es wohl nicht in meine Top 10 des Jahres schaffen.

Primus: Definitiv interessant, aber der Funke will nicht wirklich zu mir rüber springen.

Three Trapped Tigers: Die Band gehört auch zu meinen Highlights des Jahres. Das Video kannte ich allerdings noch nicht, großartig!

Kaizers Orchestra: Oh, ich hab gar nicht mitbekommen, dass Kaizers Orchestra ein neues Album draußen haben.

De Staat: Joah, weiß noch nicht genau.

Amon Tobin: Mag ich!

Tu Fawning: Gehören auch zu meinen heißen Kandidaten des Jahres. Ein dermaßen tolles, eigenartiges Album. Und Joe Haege an Bord. <3

geschrieben von Kristin
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2

@Kris­tin: Freut mich ja sehr, dass meine Top 10 auf Anklang stoßen 🙂

zu Feist: Mich hatte der Song “The Bad In Each Other” (war ja auch schon im Hörsturz) ja derart umgehauen, dass ich mich auch in den Rest des Albums verliebt habe. “How Come Youe Never Go There” ist auch keins der besten Stücke, aber immerhin das einzige mit Video bisher…

Primus sind eine meiner absoluten Lieblingsbands, aber die brauchen echt ein wenig um zu zünden. Wenn’s aber erst mal geklappt hat und man mit dem Bass-Stil und der Froschstimme von Les Claypool Freundschaft geschlossen hat, sind die Jungs – und auch fast alles, was Claypool nebenbei noch so macht – einfach absolut genial.

Von Kaizers Orchestra gibt es sogar schon ein noch neueres Album und eine neue Live-Scheibe. Da die aber beide bisher nur in Norwegen erschienen sind und bei uns erst diesen Monat kommen, konnte ich die noch nicht berücksichtigen.

geschrieben von beetFreeQ
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1

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