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Klassiker des RockKilling In The Name

Fuck You!
I won’t do what you tell me!

So kurz vor Weihnachten werden wir besinnlich und es gibt einen Song mit leichtem Weihnachtsbezug. Rage Against The Machine’s Frontalangriff auf die amerikanische Gesellschaft wurde nach seinem Erscheinen 1992 zur Hymne ganzer Generationen und begründete zusammen mit dem gesamten Album quasi die Crossover-Bewegung im Rock. Die Erklärung, wie der Song zu Weihnachten passt und ein paar andere interessante Fakten habe ich euch nach dem Klick zusammengetragen, natürlich gefolgt von den besten Coverversionen!

  • In den übersichtlichen, oft wiederholten Lyrics prangert die Band unter anderem Rassismus und Polizeigewalt an. Mit der Zeile “Some of those that work forces, are the same that burn crosses” spielen sie z.B. darauf an, dass einige Polizisten in den USA auch Mitglieder des Ku Klux Klan sind. Generell wird aber mit der “weißen” Rasse abgerechnet, der die Band ja selbst weitgehend angehört.
  • Ironischerweise nutzten Militärkräfte den Song als Teil der Folter im Gefangenencamp Guantanamo Bay, wo den inhaftierten mutmaßlichen Terroristen Musik in extremer Lautstärke vorgespielt wurde. Tom Morello sagte darüber “The fact that music I helped create was used in crimes against humanity sickens me”
  • Dank der vor Fucks wimmelnden Lyrics, die in den USA für wenig Airplay sorgte, konnte RATM mit dieser ersten Single vor allem in Europa, wo man das nicht so eng sah, eine große Fanbasis aufbauen. In Großbritannien sorgte der Song aber durchaus für kleine Skandale, als er teilweise unzensiert im Radio lief und für viele empörte Anrufer sorgte.
  • Die markanten Gitarrenriffs entstanden, als Tom Morello einem Schüler im Gitarrenunterricht das Drop-D Tuning beibrachte. Als ihm das tolle mal eben entstandene Riff bewusst wurde, nahm er sie direkt auf. Nur einen Tag später entwickelte die Band daraus den ganzen Song.
  • Ursprünglich erreichte der Song nur in Großbritannien mit Platz 25 die Verkaufscharts. Im Jahr 2009 schaffte es aber eine Facebook-Initiative, den Song in der Woche vor Weihnachten auf der Insel auf Platz 1 zu hieven und damit die sogenannte Christmas Number One zu werden. Hintergrund war die Tatsache, dass die fünf Jahre zuvor jedes Mal der Gewinner der Castingshow X-Factor diesen Chartplatz erreichte und die Castinggegner den Trend brechen wollten. Geschafft haben sie das u.a. durch Unterstützung verschiedener Bands und sogar ungewollt den Erschaffer von X-Factor Simon Cowell, der die Aktion als töricht und zynisch bezeichnete, damit aber erst recht Werbung dafür machte.
  • Dank dieser Weihnachtsaktion ging der Song sogar ins britische Guinnessbuch als am schnellsten verkaufter Download-Song ein. Den ersten Platz erreichte das Stück nämlich ausschließlich durch Downloads und die Band spendete sogar die Einnahmen an eine Wohltätigkeitsorganisation, da die Verkäufe der X-Factor-Singles auch teilweise gespendet werden sollten.


[DirektFuckYou]

  1. Rage Against The Machine
    Das Original des Songs in seiner vollen Länge. Daneben gab es auch noch eine gekürzte Radiofassung sowie natürlich die obligatorischen zensierten Versionen, in denen das “Fuck You” gestrichen wurde.
  2. Audioslave
    Nachdem Zack De La Rocha die Band 2000 vorerst verließ und die verbliebenen Mitglieder zusammen mit Chris Cornell Audioslave bildeten, übernahm diese Band natürlich auch das eine oder andere Stück der Vorgängerband und spielte die Songs vor allem live.
  3. Phish
    Die Jam-Band Phish spielte den Song 2010 auf einem Konzert, nachdem sie verkündete, dass RATM eine der wenigen anderen Bands sei, die ihre Fans nicht verarscht.
  4. Tyrone Wells
    Singer/Songwriter Tyrone Wells bannte seine ganz eigene Fassung des Songs auf Band und bewies seine Fähigkeiten an der Gitarre.
  5. La Maison Tellier
    Die französische Folk/Country-Band La Maison Tellier machte aus dem Song kurzerhand ein entspanntes Country-Stück, aber auch ohne auf das “Fuck You” zu verzichten.
  6. Richard Cheese
    Natürlich musste sich auch Komiker Richard Cheese, bekannt für seine humorigen Lounge/Swing-Fassung bekannter Songs an dem Stück vergreifen. Dabei entstand eine musikalisch überraschend gewitzte Kurzfassung.
  7. FM Belfast – Lotus
    Mit vollständig veränderter Melodie und viel Elektronik coverten FM Belfast den Song und versteckten ihn auch noch unter anderem Namen.
I’ll unlock you immediately. Then we’ll run amok. Or if you’re too tired we’ll walk amok.

Casino Royale (1967)

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