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beety's Top Alben 2011Platz 20-11

Weihnachten ist quasi fast schon zu spüren. Vielleicht nicht daran, dass es draußen den ganzen Tag wie aus Kübeln regnet sondern mehr durch die langsam wieder aus den Ladenregalen verschwindenden Weihnachtssüßigkeiten, denn die kauft ja keiner mehr, wenn Weihnachten ist (wurde mir mal von einer Verkäuferin gesagt). Kein Wunder, wenn man sich schon Ende August damit satt essen kann.

Was ich aber eigentlich damit sagen wollte und mir geschickt eine nicht zu kurze Einleitung gebaut habe: Die Bestenlisten nähern sich auch immer mehr dem Highlight der Top 10. Nachdem ich schon die Plätze 30-21 meiner liebsten Alben des Jahres vorstellte, sind heute die Ränge 20-11 an der Reihe und es wird ordentlich spannend! Legen wir also direkt los!

20. The Dodos – No Color

Die Dodos lernte ich kennen, als noch ihr drittes Album “Time To Die” die aktuellste Veröffentlichung darstellte und war etwas enttäuscht, dass dieses im Vergleich zum genialen Vorgänger “Visiter” zu glatt und ordinär klang. Kurze Zeit später kam dann das vierte Album hinzu und die Jungs fanden fast wieder zu alter Stärke zurück. “No Color” kann es zwar nicht ganz mit “Visiter” aufnehmen, aber das Ding wäre ja auch ganz oben in meinen Top 10 gelandet, wäre mir die Band 2008 schon bekannt gewesen. Für einen guten 20. reicht es aber auch für die aktuelle Scheibe!

19. Does It Offend You, Yeah? – Don’t Say We Didn’t Warn You

Mit “You Have No Idea What You’re Get­ting Your­self Into” starteten die damals neuen Does It Offend You, Yeah? ihren überraschend erfolgreichen Feldzug auf die Tanzflächen und ins Zwerchfell der partywilligen Indiefraktion. Auch bei eher seltener in Discos anzutreffenden Zeitgenossen wie mir reichte es schon für Platz 25 in der Bestenliste 2008. Mit dem konsequent benannten Nachfolger “Don’t Say We Didn’t Warn You” legen sie noch mal ne Schippe zu, klingen vielschichtiger und lassen vor allem die langweiligen rave-freien Indie-Rock-Songs außen vor. Dafür kann man schon mal einen Platz 19 frei machen! >> meine Rezension

18. Adebisi Shank – This Is The Second Album Of A Band Called Adebisi Shank

Math-Rock war eins meiner Steckenpferde des Jahres. Zwar war ich mit dem Genre schon vorher vertraut, so tief eingestiegen wie 2011 bin ich vorher aber nie. Kein Wunder, wo es dieses Jahr im Math-/Post-Rock-Dunstkreis auch so viele tolle Veröffentlichungen gab. Adebisi Shank sind da definitiv nicht die letzten, die uns in dieser Bestenliste begegnen werden. Mit ihrem leicht afrikanischen Einfluss gaben sie dem Genre auf ihrem unschwer am Namen zu erkennenden zweiten Album einen ganz eigenen, fast ohrwurmigen Anstrich.

17. The Kills – Blood Pressures

Die Kills hatten mich 2008 mit “Midnight Boom” vollkommen aus den Socken gehauen und ihren dritten Platz meiner Liste locker verdient. Natürlich war ich extrem gespannt auf den Nachfolger “Blood Pressures” – eventuell ein wenig zu gespannt, denn ganz an den Vorgänger reicht die Scheibe nicht heran. Dennoch wären die Kills aber nicht die Kills, wenn sie nicht zumindest ein Top-20-würdiges Werk abliefern würden und das ist ihnen souverän geglückt. >> meine Rezension

16. White Denim – D

Ein Jahr nach den Kills landeten auch White Denim mit einem ähnlichen Knall in meinem Ohr und gut platziert auf der 8 der Bestenliste 2009. Ihr verschroben-komplexer Garage-Schrammel-Rock hatte mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Vergangenes Jahr vollzogen die Jungs dann einen Richtungswechsel und ließen auf ihrem kostenlosen “Zwischenalbum” die schrammeligen Riffs fast jazzigen Improvisationen weichen, was mich ja ehrlichgesagt erst ein wenig traurig stimmte. Mittlerweile gehen mir die leiseren Songs der Band aber genau so ins Blut über und auf “D” verfeinerte die Band das ganze gleich noch mal. Das Album braucht zwar ein paar Anläufe, aber man wird mit tollen Songs belohnt, die erst nach und nach ihre Melodien und frickeligen Details preis geben! >> meine Rezension

15. And So I Watch You From Afar – Gangs

ASIWYFA kamen mir etwa um selben Moment unter wie Adebisi Shank, interessanterweise nur Tage bevor sie auch im Projekt Hörsturz auftauchten. Schon der Vorgänger konnte mich mit seinen Killerriffs und dem Wechsel aus laut rockendem und filigran anschwellendem Sound überzeugen, mit “Gangs” beweist die Band aber, wie viel Potential vorher noch ungenutzt blieb!

http://www.youtube.com/watch?v=jV-bqF10pus

14. Scroobius Pip – Distraction Pieces

Wirklich gute Hip-Hop-Scheiben, die mir als Klischee-Hop-Verächter auch wirklich gefallen können, konnte man in den letzten Jahren locker an einer Hand abzählen. Glücklicherweise entschied Scroobius Pip sich, mal ein Album ohne Dan Le Sac aufzunehmen und landete damit bei mir direkt einen Volltreffer, der den Duo-Werken irgendwie verwehrt blieb. Der Brite lässt uns hier so herrlich klischeefrei an seiner Meinung teil haben, dass es eine wahre Freude ist. So muss Hip Hop klingen! >> meine Rezension

13. O’Death – Outside

Fast wären sie mir ja wieder durch die Lappen gegangen. Nachdem ich die Band nach der ersten flüchtigen Begegnung in Form eines vielversprechenden Songs dummerweise aus den Augen verlor, entdeckte ich sie dieses Jahr glücklicherweise wieder, nur um sie dann nach einem Song wieder fast zu vergessen. Glücklicherweise kamen sie mir rechtzeitig wieder in den Sinn, als ich nach meinen liebsten Alben suchte und so konnte sich “Outside” binnen weniger Tage von erstmals gehört zu einem der für mich besten Alben des Jahres entwickeln. Mit ihrem rumpeligen Folk trifft die Band genau den richtigen Nerv, der vielen traditionelleren Vertretern des Genres abgeht und selbiges damit sonst so langweilig macht.

12. St. Vincent – Strange Mercy

Fast an der selben Stelle schrieb ich 2009 über “Actor”, den Vorgänger des aktuellen Werks der Ausnahmekünstlerin Annie Clark. Dass “Strange Mercy” nun einen Platz weiter unten landet, liegt nicht an der Qualität der Scheibe, denn die rangiert sogar noch vor “Actor”. Vielmehr gibt es auf den oberen Rängen 2011 einfach ein noch größeres Gedränge wirklich genialer Scheiben. >> meine Rezension

11. Battles – Gloss Drop

Unter allen Vertretern dieses Abschnitts meiner Bestenliste ließen sich die Battles am längsten Zeit, um mit einem neuen Album um die Ecke zu kommen, denn der direkte Vorgänger und gleichzeitig das Band-Debut landete schon 2007 auf dem 13. Platz meiner Hitliste. Ein schlechtes Omen war diese Zahl aber nicht, auch wenn man das mit dem Weggang von Tyondai Braxton befürchtet hatte, denn “Gloss Drop” kann sich in allen Belangen mit dem genialen “Mirrored” messen, ist aber musikalisch ein vollkommen anderes Kapitel. Eine wirklich große Scheibe! >> meine Rezension

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