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Remembering The 90s1997Film

In dieser Reihe möchte ich mal ein wenig mit dem schlechten Ruf der 90er aufräumen. Dabei geht’s mir in erster Linie um die Musik und Filme der einzelnen Jahre, die ich in den Beiträgen genauer beleuchten will. Kommen wir damit nun also zum Jahr…

1997

1997 war ein relativ ruhiges Jahr. Im Nachhinein sind die bekanntesten Nachbleibsel vor allem der Unfalltod von Lady Diana und der Komet Hale-Bopp, der monatelang mit bloßem Auge am Himmel sichtbar war. In Sachen Musik und Film war 1997 aber – zumindest für meinen Geschmack – ein wahres Fest. Da ich dieses Mal eine ganze Menge mehr Filme und Songs/Alben zu nennen habe, teile ich diese Ausgabe der Reihe “Remembering The 90s” in zwei Teile. Ich will mir ja keinen Wolf schreiben und euch Romane aufbürden! Schauen wir uns also erstmal die besten Filme des Jahres 1997 an!

Film

Alien Resurrection (Alien 4: Die Wiedergeburt)

Für viele gilt er als schlechtester Teil der Alien-Reihe, aber ich konnte mich mit Jean-Pierre Jeunet’s Interpretation des Themas wunderbar anfreunden und habe den Film damals genossen. Sein Problem war vor allem die Tatsache, dass Jeunet seine sehr eigene Handschrift einbrachte, die zwar Fans seiner vorherigen im Mainstream eher wenig bekannten Filme zu schätzen wussten, viele Mainstream- und Serienfans aber abschreckte.

As Good As It Gets (Besser geht’s nicht)

Seinen Oscar als bester Hauptdarsteller hat Jack Nicholson für seine Rolle als extrem neurotischer Schriftsteller mehr als verdient. Mit “As Good As It Gets” fand der langsam alternde Nicholson ins Komödien-Fach zurück und konnte vollends überzeugen. Aber auch Story und weitere Darsteller machen den Film zu einem Highlight.

Austin Powers

Sicher, die Reihe wurde spätestens mit Teil 2 zu Grabe getragen, aber für mich ist der erste Austin Powers eine wunderbar durchgeknallte Agenten/Spionfilm-Parodie in einer Zeit, zu der Mike Myers noch witzig war. Der Film lieferte unzählige Gags, die man auch nach 14 Jahren noch aus dem Stand rezitieren und darüber lachen kann – was will man mehr?

Boogie Nights

Mit seinem zweiten Film feierte Paul Thomas Anderson zu Recht den Durchbruch. Der Ausnahme-Regisseur porträtierte in diesem teils satirischen, abseits der üblichen Hollywood-Klischees arbeitenden Drama die Porno-Industrie der 70er und brachte es trotz des anrüchigen Themas immerhin auf drei Oscar-Nominierungen.

Cube

Der mit läppischen 365.000 kanadischen Dollar verwirklichte Indie-Sci-Fi/Splatter-Streifen “Cube” gilt als absoluter Überraschungserfolg des Jahres 1997. Die Story um eine in einem mysteriösen, mit tödlichen Fallen gespickten Würfel gefangene Gruppe von Menschen konnte sich schnell zum Kult entwickeln und brachte noch ein Pre- und Sequel hervor, die es aber nicht mehr mit dem Original aufnehmen konnten.

The Devil’s Advocate (Im Auftrag des Teufels)

Als ziemlich untypischer und hochintelligenter Horrorfilm konnte “The Devil’s Advocate” sich behaupten. Vor allem Al Pacino’s Darstellung von Mephisto in Gestalt eines korrupten Anwalts konnte sich mit unzähligen Zitaten in die Gehirne der Fans brennen.

The Fifth Element (Das fünfte Element)

Luc Besson’s Sci-Fi-Opus hatte alles, was der Fan in den späten 90ern so brauchte: massig Action, großangelegte Sci-Fi, markige Sprüche und vor allem Milla Jovovich und Bruce Willis. Ein Erfolg war also fast unausweichlich und auch 14 Jahre später erinnere ich mich dank vieler erinnerungswürdiger Szenen und vor allem einem toll von Gary Oldman gespielten Antagonisten gern an den Blockbuster zurück.

The Game

Nach dem eher missglückten Debut “Alien 3″ konnte David Fincher mit “Sieben” einen intelligenten Thriller drehen, der Kritiker und Kinogänger auf den Regisseur einschwor. Sein dritter Film “The Game” hatte es da logischerweise schwer, dem Hype gerecht zu werden, kann aber dennoch also absolut tolles Verwirrspiel gelten, das wie fast jeder von Finchers Filmen Hollywood-Klischees außer Kraft setzte.

Grosse Pointe Blank

Im Blockbuster-Jahr 1997 hatte eine eher unscheinbare Komödie wie “Grosse Pointe Blank” es nicht ganz leicht. Im Nachhinein konnte sich die tolle Profikiller-Liebeskomödie aber zu Recht einen gewissen Kultstatus erarbeiten.

Gattaca

Glücklicherweise ließ sich unter den unüblich vielen eher typischen Sci-Fi-Blockbustern des Jahres auch so intelligentes Storyfutter wie Gattaca finden. Der stark an dystopische Szenarien von Philip K. Dick erinnernde Streifen behandelte die ethische Problematik von gentechnisch erschaffenen perfekten Menschen gegenüber natürlich entstandenen “Krüppeln”.

Jackie Brown

Nach dem riesigen Erfolg von “Pulp Fiction” und dem langsam aufgebauten Kultstatus des Vorgängers “Reservoir Dogs” hatte “Jackie Brown” wie fast jeder folgende Streifen von Quentin Tarantino es schwer, würdig in die Fußstapfen der Vorgänger zu treten. Wie so oft konnte der Film aber langsam zu einem weiteren Klassiker in seinem Portfolio entwickeln.

Men In Black

Kommen wir zu dem vorletzten Film und damit auch vorletzten Sci-Fi-Blockbuster des Jahres. “Men In Black” verfolgte das selbe Rezept wie schon “The 5th Element”: Action, markige Sprüche und große Namen. Genau wie der vorher genannte Film ging das Rezept aber auch wunderbar auf und ließ viele denkwürdige Szenen zurück, die den Film immer gern wieder in den Player wandern lassen. Etwas, das die Studios Jahre später anscheinend mehr und mehr verlernen.

Starship Troopers

“Starship Troopers” nimmt einen kleinen Sonderstatus unter den Blockbustern ein, denn er wurde von vielen als extrem brutale Militärverherrlichung missverstanden und bewertet. Vermutlich hätte er nicht den selben Erfolg gehabt, wäre seine Botschaft als bitter böse Satire eindeutiger vermarktet worden. Nichts desto trotz ist der Film ein absoluter Klassiker, den man eben nur mit etwas mehr Hirn schauen sollte als seine äußere Schale erst vermuten lässt.

Kommentare

1

Guter Artikel! Viele gute Filme kommen aus den 90ern!

geschrieben von Sumi
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2

Eine schöne Idee und eine gelungene Auswahl an Filmen. Da kann ich mich nahezu jeder Meinung anschließen.

geschrieben von bullion
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3

Tolle Filme, besonders Gattaca und Besser gehts nicht. Jackie Brown, muss ich zu meiner Schande gestehen, hab ich noch gar nicht gesehen. Werd ich mir aber demnächst auf jeden Fall anschauen.

geschrieben von Andi
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4

Das fünfte Element war danach sogar teilweise mein Lieblingsfilm. Und Cube war tatsächlich überraschend beeindruckend.

geschrieben von Nummer Neun
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5

@Sumi: Danke! Ja, die 90er haben neben all dem Action-Tünneff, der das Jahrzehnt prägte auch viele wirklich tolle Klassiker hervorgebracht.

@bul­lion: Das hört man gern – auch weil ich zugegebenermaßen diesmal sehr viele Blockbuster dazwischen hab.

@Andi: Unbedingt! Der Film ist einfach großartiges Blaxploitation-Zitatekino!

@Num­mer Neun: Ja, ich hab das Fünfte Element von allen genannten vermutlich auch am häufigsten gesehen. Der Film hat einfach so viele überdreht-bombastische Momente zu bieten!

geschrieben von beetFreeQ
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