freeQnet-Logo
freeQnet

Projekt HörsturzRezension Runde 55

Nachdem in der letzten Runde nur sehr wenige Teilnehmer dabei waren, was vermutlich doch an dem nicht bei allen beliebten Thema “Liveversionen” lag, gehen wir frohen Mutes in die neue Runde. Im letzten Moment sind glücklicherweise doch zumindest noch zehn Vorschläge zusammen gekommen. Bonussongs gibt es daher keine. Macht auch nix. So kommen halt alle Songs in die Wertung. Mal sehen, wie mir die ausgewählten Stücke so zusagen. Ein paar bekannte Namen sind ja dabei!

Pflichtsongs

KT Tunstall – Weirdo

(von Konzertheld)
Der Name KT Tunstall sagt mir was, wirklich beschäftigt habe ich mich mit der Dame aber bisher nie. Der Anfang hat gleich meine vollste Aufmerksamkeit, denn die Art, wie da mit vermutetlich mit dem Mund gemachten Samples umgegangen wird, gefällt mir sehr. Leider bleibt der Titel seinem Namen dann doch nicht gerecht, denn im weiteren Verlauf ist mir das dann doch alles zu süßlich und geschniegelt. Es ist ein feiner Grat, der einen Song für mich toll oder eher langweilig wirken lässt und “Weirdo” wandelt ständig darauf herum, leider zu oft in Richtung langweilig schwankend.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Sufjan Stevens – Say Yes! to M!ch!gan!

(von Freddi)
Den guten Sufjan Stevens hab auch mal ne Weile ziemlich viel gehört. Allerdings ging er mir mit seinen ganzen Bundesstaaten-Konzept-Geschichten auf Dauer doch etwas auf die Nerven und musikalisch nutzte sich sein Stil von Album zu Album leider ab. “Say Yes! to M!ch!gan!” ist so ein typischer Song, definitiv nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht wirklich herausstechend. Und diese Kakophonien zwischen drin sind nicht grad das beste bei den Kopfschmerzen, die ich heute irgendwie ausbrüte…

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Savatage – The Wake of Magellan

(von cimddwc)
Bei dem Namen Savatage hab ich ja irgendwie immer an ziemlich dröhnenden Metal gedacht. So wirklich in die Puschen kommt “The Wake Of Magellan” aber nicht. Ist so generischer “Pop-Metal” (nicht weil es wie Pop klingt, aber eben doch ziemlich aus mainstreamigen Elementen zusammen geklöppelt wirkt) von der Stange finde ich.

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

Tim Bendzko – Wenn Worte meine Sprache wären

(von Gondorff)
Ist das jetzt Xavier Naidoo für Arme? Ich kann den Naidoo ja schon absolut nicht ausstehen und das hier könnte man nur in der Hinsicht als weniger unerträglich ansehen, weil Tim Bendzko zumindest nicht so sprituell rumschwurbelt. Das macht den Song aber auch definitiv nicht hörbar…

Rating: ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 

Röyksopp – Keyboard Milk

(von Mars)
Röyksopp begegnen einem neben den häufigen Auftritten im Projekt Hörsturz ja auch sonst immer mal wieder und werden in höchsten Tönen gelobt. Ich konnte das noch nie so richtig nachvollziehen. Zwar hat die Band vereinzelt wirklich tolle Songs, dazwischen dann aber auch echt viel langweiliges Füllmaterial oder gar chartspopeske Anflüge. “Keyboard Milk” gehört eher in die Kategorie Füllmaterial. Ist sicher ganz ok zum Einschlafen oder als Hintergrundmusik für irgend eine Weltall-Doku geeignet…

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Silent Feature Era – Oliver

(von Michael)
Ich hab ja erst befürchtet, hier würde jemand einen Song “featuring Era” bringen, war dann aber erleichtert, dass ich mich nur velesen hatte. So wirklich viel besser klingt das gebotene dann für meinen Geschmack aber auch nicht. Da ist mir viel zu viel Country-Stimmung und Pathos drin. Gibt mir so rein gar nix, sondern reizt eher die Abschaltreflexe in mir. Nur die Orgel- und Synth-Einlagen halten mich einigermaßen davon ab.

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 

Wolf People – Empty Heart

(von beetFreeQ)
Yay, Wolf People waren damals so eine echt glückliche Zufalls-Entdeckung, die mich gleich mit den ersten paar Tönen gefangen hatte. Ich werd bei so catchigem Retro-Psych-Rock ja immer wieder schwach. Da kann und will ich auch nix gegen unternehmen, dafür mag ich solche Musik einfach zu sehr. An sich ja komisch, wo ich in meinem Leben noch nie das Bedürfnis hatte, ne normale Zigarette zu probieren, geschweige denn bewusstseinserweitendere Drogen…

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Panic At The Disco – Mercenary

(von David)
Ich hab ja die Vermutung, mein Link-Prüfungsplugin hat ein Problem mit dem Ausrufezeichen im Namen der Band und zeigt den Link deshalb als fehlerhaft an oder so. Egal, widmen wir uns der Musik. Mit Panic! At The Disco werde ich allerdings bisher auch nie so richtig warm. Die Band hat zwar immer wieder tolle ausgefallene Elemente in ihren Songs. Aber warum zum Kuckuck müssen sie die immer mit dem nervigsten College-Rock und nöligem Gesang verbinden? “Mercenary” hat’s leider auch noch doppelt schwer bei mir, weil der Anteil der kreativen Elemente hier nur sehr wenig Raum einnehmen.

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 

Hey Sholay – In Bed With Old St Nick (Kids on Funny Stuff in Bear Suits)

(von JuliaL49)
Bei der Julia wird’s klatschig und ich spüre einen leichten Mariachi-Einfluss, der sich aber irgendwie doch als Phantom herausstellt, als der Gesang einsetzt. Klingt ganz interessant, aber irgendwie fehlt da noch so ein wenig das gewisse Etwas, das mich bei der Stange hält. Vielleicht sollte ich dem Song aber noch ein paar Hördurchgänge gönnen. Der hat irgendwie Potential!

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Aloha – Brace Your Face

(von Kristin)
Kristin hat wie so oft eine Band im Gepäck, die mir so rein gar nix sagt. Auf den ersten Blick wirkt der Sound recht unaufgeregt, ohne jedoch langweilig zu werden. Schlagzeug und Percussion sagen mir besonders zu. Das ist ganz schöne Musik zum Runterkommen, hab ich so das Gefühl. Mit der Band sollte ich mich mal mehr beschäftigen!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Ui, diesmal gab’s im Schnitt nur 5,2 Punkte. Eine überraschend maue Runde und wenn ich mich nicht irre die abgesehen von “Guilty Pleasure” und “Bad Taste” die niedrigste Wertung meinerseits bisher. Es war aber leider auch wirklich wenig dabei, was mir heute so wirklich gefallen konnte. Das wird aber sicher wieder!

Mein Vorschlag für Runde 56

Was ich dieses Mal vorschlagen will, dürfte abgesehen von ein zwei Sonderrunden vermutlich der bisher bekannteste Interpret sein, den ich mal ins Rennen geschickt hab. Das muss aber sein, denn das neue Album “Metals” der genialen Sängerin Feist muss ich einfach hier unter bringen, um eure Meinungen zu hören. Es war schwer, sich für einen der Songs zu entscheiden, aber letztendlich fiel die Entscheidung dann doch auf den epischen Opener “The Bad In Each Other”.

Feist – The Bad In Each Other

Kommentare

1

Xavier Naidoo für Weltliche 😉 Den Naidoo muss man aber genauso wenig mögen, wenn man gläubig ist, wie man den Bendzko mögen muss, wenn man’s nicht ist… ansonsten bin ich ein bisschen schockiert, seit mehreren Runden schon kein total wirres Zeug von dir und jetzt auch noch Feist, was ist los? 😉

geschrieben von Konzertheld
antworten  •  Link
2

@Kon­zert­held: Hehe, keine Ahnung. Muss wohl grad eher auf dem leicht bekömmlichen Trip sein. Aber keine Sorge, das ändert sich bestimmt wieder! 😀

geschrieben von beetFreeQ
antworten  •  Link
3

Freut mich, dass Dir Aloha gefallen. 🙂

Aber wenn Du grad auf einem ruhigen Trip bist, wird Dir mein kommender Vorschlag bestimmt nicht gefallen. 😉

geschrieben von Kristin
antworten  •  Link
4

@Kris­tin: Keine Sorge, da kann ich schnell stimmungsmäßig umschalten, wenn die Musik das erfordert. Und das Sleepytime Gorilla Museum mag ich sowieso gern!

geschrieben von beetFreeQ
antworten  •  Link
Danger! Danger!
High Voltage!

Electric Six

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blogoscoop Bloggeramt.de