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RezensionPrimus - Green Naugahyde

His hand upon his shoulder, he looked out at the water
Said, “Son it is my fear, that you’ll be the Last Salmon Man.”

Fast 12 Jahre ist es her, dass Primus ihr letztes Album veröffentlichten. Die Luft war raus, im Jahr 2000 löste man sich sogar kurzzeitig auf, widmete sich anderen Projekten, kam aber 2003 wieder mit Langzeit-Drummer Tim Alexander zusammen. Der Funke, ein neues Album einzuspielen wollte aber erst so richtig entstehen, als Alexander im vergangenen Jahr überraschend durch Jay Lane, Drummer aus Primus’ Prä-Album-Zeit ersetzt wurde und zusammen mit Claypool und LaLonde die alte Spielfreude entfachte. Während Lane’s Einfluss auf dem Debut “Frizzle Fry” nur indirekt hörbar war, ist er nun erstmals voll als Drummer dabei und muss beweisen, dass er das Zeug hat, aus dem Funken wieder ein Feuer zu machen.

Primus machen auf ihrem siebten Album nicht den Fehler, sich neu erfinden zu wollen. Warum auch, wo sie von Anfang an ihr ganz eigenes einzigartiges Genre erfanden und in fast 27 Jahren Bandgeschichte immer noch allein bestreiten? Auf Green Naugahyde spielen sich die drei souverän durch alle Phasen ihres Schaffens, von “Hennepin Crawler”, in dem man jeder Zeit die vertrauten “Pudding Time”-Rufe erwartet, bis zu “Tragedy’s A Comin'”, das so auch perfekt auf das letzte Werk “Antipop gepasst hätte. Nicht nur in “Eternal Consumption Engine” schauen sie aber auch über ihre bandeigenen Grenzen und bringen Einflüsse aus Soloprojekten ein.

Les Claypool’s Bass ist unverkennbar wie eh und je, Larry LaLonde klingt frisch wie zu Anfangszeiten und selbst Jay Lane, der ja bisher auf keinem Album der Band zu hören war, trommelt sich in den unverkennbaren Primus-Stil, gibt ihm aber einen Ticken mehr Komplexität. Selten schafft es eine Band, zur selben Zeit so laidback und frickelig zu klingen wie die fröhlich experimentierenden Primus.

“Green Naugahyde” ist der lang erwartete, nahtlose Anschluss an die früheren Großtaten geworden, den sich jeder Fan erhofft hat. Bleibt nur noch festzustellen: Primus still sucks – big time!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 


Anspieltipps: Last Salmon Man, Eternal Consumption Engine, Tragedy’s A’ Comin’, Extinction Burst

Extinction Burst

Kein Wind bewegt die Stille,
die Luft ist regungslos,
als wenn die Welt an diesem Ort in ihrem Atmen innehält

Kante

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