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Plattenduell Daan - Profools vs Daan - Manhay

If my eyes are not mistakin’
and if my eyes are not untrue
comes a time when you’ll be aking
for more than what is good for you.

Vor ziemlich genau zwölf Jahren schafften es schon mal ein paar Exemplare eines Albums namens “Profools” des belgischen Sängers der Band Dead Man Ray in hiesige Geschäfte und blieben weitgehend unbemerkt. Gut zehn Jahre und einige nie in Deutschland veröffentlichte Alben später räumte Daan in seinem Heimatland mit den Werk “Manhay” diverse Preise und Höchstplatzierungen in den Charts ab. Grund genug, die Scheibe dann, wenn auch zwei Jahre verspätet, auch mal wieder nach Deutschland zu bringen. Und Grund genug für mich, mit dem Plattenduell eine neue Reihe aus der Taufe zu heben, um aus triftigen Gründen zusammen hängende Alben gegeneinander in den Ring zu schicken!

12 Jahre sind eine lange Zeit, in der sich viel ändern kann. Hört man die beiden genannten Alben direkt nach einander, wird einem die Zeit um so mehr bewusst. Während der Vorgänger, wenngleich ohrwurmtechnisch bekömmlich, doch ziemlich experimentell, frickelig und verspielt daher kam, scheint der Belgier auf seinem aktuellen Werk entspannter geworden zu sein. Zwar wird man auch auf “Manhay” in jedem Song mit einem anderen Genre begrüßt, aber diese sind weit entfernt davon, als experimentell durchzugehen.

If you try to be an icon,
then the icon becomes you.
If you try to be a model,
it’ll catwalk over you.

Daan - ManhayDie Tracklist des preisgekrönten “Manhay” hört sich zu weiten Teilen wie eine Demonstration gängiger, x-mal gehörter Pop-Konventionen verschiedenster Couleur, die vor allem eines gemein haben: sie nach den ersten Sekunden vorhersehbar und sattgehört. Nur selten blitzt noch der kauzige Humor durch, der “Profools” zu einem leider viel zu obskuren Meisterwerk machte. Die wunderbaren Songs “Icon” und “Radio Silence” schaffen es bei weitem nicht, die zehn Rohrkrepierer im Zaum zu halten, von denen sie umzingelt sind. Ganz anders das Bild auf seinem Frühwerk “Profools”, auf dem man vergeblich nach schlechten Songs sucht.

Es ist eine klischeereiche und leider viel zu oft gehörte Geschichte von dem Künstler, der nach frühen, verkannten Meisterwerken mit zunehmender Popularität dem Mainstream verfällt, aber auf Daan scheint sie leider wieder mal zuzutreffen. Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt, denn sein Talent ist immer noch da, auch wenn es sich mittlerweile zu oft hinter Baukasten-Instrumentierung versteckt!

Profools

Rating: ★★★★★★★★★☆ 


Anspieltipps: Smokesucker, These Fine Hotels, Soup, Jerk

Amazon CD[1] | Grooveshark[2]

Manhay

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 


Anspieltipps: Icon, Radio Silence

Amazon CD & MP3 | Spotify | Simfy | Grooveshark

  1. nur noch selten gebraucht zu haben []
  2. Dank der Upload-Funktion von Grooveshark kann ich euch immerhin einen Stream zur Verfügung stellen! []
Danger! Danger!
High Voltage!

Electric Six

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