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Projekt Hörsturz Rezension Runde 51

Das Projekt Hörsturz startet mit der ersten der nächsten 50 Runden auf dem Weg zur 100 mit einer Sonderrunde durch. Das Thema sind dieses Mal wegen der großen Beliebtheit des letzten Mals wieder Coverversionen. Immerhin ist die letzte Runde zu diesem Thema auch schon fast wieder ein Jahr her. Wollen wir hoffen, dass sich hier wieder ähnlich viele gute Songs finden werden wie beim letzten Mal.

Pflichtsongs

Biffy Clyro – Killing in the name of

(von David)
Ich hätte ja auch fast ein Cover von Rage Against The Machine vorgeschlagen. Allerdings mit RATM als covernde Band. Biffy Clyro versuchen sich hier nun an dem RATM-Klassiker schlechthin und die beste Entscheidung, die sie dabei fällen konnten, war dem Song ein völlig neues Gewand zu geben. Die akustische Version, die bis auf den Text nichts mehr mit dem Original gemein hat, gefällt mir unabhängig davon ziemlich gut. Aber im Zusammenhang gesehen, können sie einfach nicht mithalten. Der Text funktioniert ohne die Wut des Originals mehr schlecht als recht und zudem endet das Stück auch etwas abrupt. Als eigenständiger Song hätte ich sicherlich noch ein paar Punkte mehr gegeben.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Tindersticks – Kathleen

(von Michael)
Die Tindersticks habe ich irgendwie lang aus den Augen verloren. Dabei mochte ich ihre Musik mal sehr gern. Dieser Song kann sich auch gut in das einreihen, an was ich mich angenehm zurück erinnere. Vergleiche zum Original kann ich hier leider nicht ziehen, da ich es nicht kenne. Macht aber nix, denn so kann ich das Cover vermutlich mehr genießen. Und ich sollte mal dringend wieder mehr Tindersticks hören!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Urlaub in Polen – D.T.W.I.L. (Melissa Etheridge Cover (sort of))

(von Fabian)
Melissa Etheridge kenne ich zwar namentlich, ich kann ihr aber spontan so rein gar keinen Song zuordnen. Dementsprechend kenne ich das Original zu diesem Cover auch nicht, ich vermute aber mal sehr stark, dass beide Versionen stilistisch nicht wirklich viel gemein haben. Ein wenig stört mich die Stimme des Sprechers ja schon. Etwas mehr Melodie dürfte es schon sein. Davon abgesehen kann ich aber mit der LoFi-Psychedelik so einiges anfangen, was den Song doch noch in höhere Punkte-Regionen hievt!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Lightspeed Champion – Devil in Disguise

(von JuliaL49)
Lightspeed Champion ist ja an sich ein sympathisch kauziges Kerlchen. Als Teil der Test Icicles mochte ich ihn zwar noch lieber, aber auch solo ist ganz nette Musik dabei. Dummerweise musste er sich hier an einem der nervigsten Elvis-Songs vergreifen, die ich so kenne und intoniert ihn hier auch gleich noch ziemlich originalgetreu. Leider ist da bei mir nicht wirklich viel zu holen…

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

Bat for Lashes – Use Somebody (Kings of Leon Cover)

(von Dr. Borstel)
Die Kings Of Leon trifft bei mir das selbe Schicksal wie viele dieser in den Himmel gehypeten Bands. Irgendwie weckt gerade dieser Hype so gar nicht mein Interesse, weshalb ich nicht wirklich viele Songs der Jungs kenne. Bat For Lashes ist da trotz eines ähnlichen Hypes schon eher bei mir hängen geblieben. Das Original dieses Songs schätze ich mal ungleich rockiger ein, kann mich aber auch irren. Bat For Lashes intoniert das Ding allerdings sehr minimalistisch, etwas zu sehr für meinen Geschmack. Das Stück kommt so rein gar nicht aus dem Knick, ist aber immerhin vorbei, bevor es zu langweilig wird. Da ziehe ich aber so ziemlich jeden anderen Song, den ich von ihr so kenne, vor!

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

The Polyphonic Spree – Lithium

(von LemonHead)
Ich hab mich ja immer mal wieder an The Polyhonic Spree herangewagt, aber so wirklich bei mir hängen geblieben sind sie dann doch nicht. Hier versucht die 24-köpfige Band sich an einem Nirvana-Klassiker und macht sich dabei ziemlich gut, muss ich sagen. Allerdings sind da doch ein paar für meinen Geschmack zu süßliche Elemente, die vermutlich schon immer der Grund waren, dass mir die Band nicht so wirklich im Ohr bleiben wollte. Dennoch ein beachtliches Cover!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Takaishi Tomoya – The Times they are a-changin’

(von maloney8032)
Irgendwie klingt’s ja schon ein wenig befremdlich, diese bekannte Melodie auf japanisch, nur begleitet von einer Gitarre zu hören. Ganz schön anzuhören ist es zwar, aber so wirklich Emotionen kann’s in mir nicht auslösen. Nett mal gehört zu haben, aber wohl nix, was mich jetzt zum Fan machen würde.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Roger Taylor – Masters of War

(von cimddwc)
Ich hätte mich ja schon sehr gewundert, wenn Andreas’ Beitrag zur zweiten Coverrunde nicht irgendwo mit Queen zu tun hat. Anstatt die Band herauszuholen, schickt er aber Drummer Roger Taylor an die Front, um einen Song von Bob Dylan zu interpretieren. Man hört dem Cover zwar eindeutig an, dass er aus den 80ern stammt, aber netterweise haben die Synths hier so ein angenehmes Vangelis-Bladerunner-Feeling, dass ich das zur Abwechslung mal nicht cheesy finde. Und da ich Taylor als Sänger einiger Queen-Songs eh bereits zu schätzen weiß, hagelt’s hier mal ordentlich Punkte!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Die anarchistische Abendunterhaltung – Of R*d*h*d (2+2=5)

(von beetFreeQ)
DAAU sind so eine Band, die mir vermutlich immer gefallen werden. Ihr cinematischer Stil ist einfach atemberaubend, sowohl aus der elektronischeren als auch ihrer akustischen Phase. Das Cover zu Radioheads genialem “2+2=5” kann in meinen Augen locker mit dem Original mithalten und ist eines der besten Stücke ihres wohl auch besten Albums “Tub Gurnard Goodness”. Ich liebe die Art, wie sie die Melancholie und anschließende Raserei des Originals in ihre avantgardistische Kammermusik umgemünzt haben, ohne dem Song etwas von seiner Intensität zu nehmen. Übrigens konnte sich das Cover hier bei meiner Auswahl für diese Runde auch nur ganz knapp vor dem eingangs schon erwähnten RATM-Song und einem White-Stripes-Song von einer ganz ähnlich gearteten Avantgarde-Coverband durchsetzen.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Aereogramme – Thriller (Original: Michael Jackson)

(von Kristin)
Einer der wenigen Songs heute, in denen ich sowohl Original- als auch Cover-Interpret kenne. Den Klassiker von Michael Jackson muss man nicht groß vorstellen. In meinen Augen ist es eins seiner großartigsten Stücke, als er noch wusste, wie man gute Musik macht. Aereogramme bewegen sich mit ihrem Cover nun überraschend nah am Original, nehmen ihm aber sein 70s-Gewand, um ihn stattdessen düster orchestral zu interpretieren. Gefällt mir ausgesprochen gut!

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Mit 7,6 Punkten war das mal wieder eine überdurchschnittlich gute Runde. Ich kann gut verstehen, dass dieses Thema sich schon zum zweiten Mal für eine Sonderrunde durchsetzen konnte und bei einem so hochwertigen Output bin ich auch gern bei ein paar weiteren Cover-Runden dabei! Natürlich will ich aber auch die Bonussongs nicht vernachlässigen, derer es diesmal drei gibt!

Bonussongs

José González – Heartbeats

(von Freddi)
Ah, José Gonzàlez ist ganz große Klasse und vor allem seine wunderbar ruhigen Cover haben’s mir angetan. Seine Interpretation von The Knife’s “Heartbeat” wird in meinen Ohren nur noch knapp von seinem Massive-Attack-Cover zu “Teardrop” geschlagen!

Rating: ★★★★★★★★★★ 

System of a Down – The Metro

(von Tenza)
System Of A Down mag ich generell ziemlich gern und ich kann auch mit ihren späteren Alben viel anfangen. Dieses Cover hier war mir bisher allerdings genau so unbekannt wie das Original dazu. Man merkt dem Song schon stilistisch an, dass er kein wirklich typisches SOAD-Stück ist. Leider fehlt mir da dann auch das gewisse Etwas, das dem Song im Vergleich zu den regulären Sachen der Band eine Chance gegeben hätte.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

You Me At Six – Pokerface

(von Konzertheld)
Hmm, irgendwie kommt man ja vom Regen in die Traufe, wenn man eine nervige Charts-Pop-Nummer in ein ebenso nerviges Stadionrock-Gewand von der Stange steckt. Immerhin kann ich hier mal behaupten, dass ich den Song in der Version von Lady Gaga klar vorziehen würde. Brrr…

Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 

Leider ging’s dann doch nicht ohne einen für meinen Geschmack ziemlichen Reinfall. Aber auch eine dadurch auf 7,15 gesunkene Durchschnittswertung kann sich immer noch sehen lassen! Ein würdiger Einstieg in die nächsten 50 Runden Projekt Hörsturz!

Mein Vorschlag für Runde 52

Nach all den Covern muss für die nächste Runde erst mal wieder was originales her. Wobei man der Band, die ich ausgewählt habe, ja zumindest vorwerfen kann, sich gehörig bei vielen Bands der 70er bedient zu haben. Nichts desto trotz machen sie wirklich tollen Progressive Rock, der wohl nicht unbedingt jedermann’s Sache ist, aber ich hab eh selten mal nen Song dabei, der allen gefällt, oder? 😉

Beardfish – Awaken The Sleeping

You dress up for Armageddon
I dress up for summer!

The Hives

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