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Ugly Ear Candy
die 10 besten Alben mit den hässlichsten Plattencovern der letzten Jahre

Listen mit hässlichen Albumcovern sind ja nichts neues. Im Netz lassen sich da so einige finden, die aber zum größten Teil eines gemein haben: Die Alben sind weitgehend sehr alt und zumeist dürfte auch die Musik, die man auf ihnen zu hören bekommen wird, nicht wirklich besser sein als das Cover selbst. Grad in den letzten Jahren tauchen aber vermehrt visuelle Geschmacksverirrungen auch bei Alben mit wirklich toller Musik auf. Grund genug, mal wieder eine kleine Liste aufzustellen! Ich habe mich dabei grob in den letzten fünf Jahren bedient. Futter genug habe ich allein in meiner Musiksammlung gefunden. Da ließen sich noch so einige Listen füllen. Aber die folgenden 10 sind die absolut hässlichsten, die der tollen Musik wirklich keinen Gefallen tun!

31knots – Trump Harm

31knots - Trump HarmDieses Albumcover ist auf so vielen Ebenen grausam, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Mit dilettantischen Photoshop-Fähigkeiten wurden da ein paar nicht grad vorteilhafte Fotos der Bandmitglieder zusammengeschustert und mit etwas künstlichem Licht verunstaltet. Vermutlich soll es aussehen, als schauten die beiden Jünglinge zur aus Kopf und Händen bestehenden Sonne empor, allerdings dürfte diese dann nicht hinter den beiden stecken. Was die Band damit ausdrücken will, bleibt unklar. Immerhin haben sie in der Vergangenheit neben weiteren ziemlichen Hässlichkeiten auch ganz schicke Cover produziert. Musikalisch sind sie jedoch über jeden Zweifel erhaben. Immerhin etwas!

The Dodos – Visiter

The Dodos - VisiterDie Dodos stellen ihre Musik in den Vordergrund und geben sich anscheinend nicht lang mit dem Entwerfen eines ordentlichen Covers ab. Oder soll dieser gelbe Buntstift-Fleck eine höhere Bedeutung haben? Vielleicht hat ja auch ein Kleinkind aus näherer Verwandtschaft das Motiv beigesteuert. Schwer zu sagen, und wirklich zur Musik passend ist da auch nix. Aber wer erst mal in die Musik der Band versunken ist, wird nicht so schnell wieder auf’s Cover schauen müssen!

Battles – Gloss Drop

Battles - Gloss DropDie Battles hatten auf dem Vorgänger noch aufwendige Aufbauten aus einem Musikvideo zur Verfügung, um das Cover des Debutalbums zu gestalten. Ob für den Nachfolger das Budget nun nicht gereicht hat, oder es Absicht war, das nun nur ein vermutlich aus Eis bestehender, rosa Klumpen mit simpler Schrift das Cover ziert, ist schwer zu sagen. Möglicherweise ist es einfach künstlerische Freiheit, die bei der frickeligen Musik der Briten sowieso in jede Richtung ausschlagen könnte.

CocoRosie – Grey Oceans

CocoRosie - Grey OceansDie Mädels von CocoRosie waren ja noch nie für wirklich stilsichere Albumcover bekannt. Auf ihrem bisher neuesten Werk schossen sie aber den Vogel ab. Mit aufgemaltem Bart in blauen Kutten aufzutauchen, ist zwar spätestens seit Lady Gaga definitiv nichts seltsames mehr. Wenn das dann allerdings ein in den frühen 90ern stehengebliebener “Designer” vermutlich auf einer absolut altertümlichen Bildbearbeitung mit schon in den 90ern hässliche Pseudo-3D-Buchstaben verschmilzt, ist der Augenkrebs perfekt. Ungleich dazu die elfenhafte Musik, die so ein Cover doch gar nicht verdient hat!

Science Faxtion – Living on Another Frequency

Science Faxtion - Living on Another FrequencyOK, die Mannen von Science Faxtion sind allesamt ein wenig durchgeknallt, was sich nicht nur durch den ausschließlich mit KFC-Eimer auf dem Kopf in Erscheinung tretenden Buckethead ausdrückt. Auf ihrem Plattencover treten die Fünf aber in übelst-dilettantischer 3D-Roboter-Manier auf, die alle Kauzigkeit noch übersteigt. Zumindest kann man hier einen kleinen Bezug zur Musik erkennen, wenngleich diese handwerklich um Klassen besser ist als das Photoshop-Desasters des Covers!

Gogol Bordello – Super Taranta!

Gogol Bordello - Super Taranta!Apropos Photoshop-Desaster! Auch Gogol Bordello hatten bei der Wahl des Cover-Designers für “Super Taranta!” nicht gerade das beste Händchen. Schlecht ausgeschnittene Fototeile werden da mit unrealistischem Schlagschatten auf grellgrünem Hintergrund zusammenmontiert. Das eingeschobene ziemlich zweidimensionale Publikum muss dann auch noch perspektivisch verzerrt werden, um es vollkommen zu verhunzen. Was soll’s, schieben wir’s einfach auf die Anarcho-Einstellung der Band und widmen uns lieber der Musik!

Monotonix – Where Were You When It Happened?

Monotonix - Where Were You When It Happened?Wer Monotonix kennt, wird sich bei der unlängst aufgelösten Band über so ziemlich nichts mehr wundern. Immerhin wurden schon einige ihrer ausartenden Konzerte durch Polizeigewalt beendet. Da fällt auch das Plattencover des Debuts mit der aus dem Hoselstall herauslukenden Band nicht unbedingt aus der Rolle. Eine ziemliche Geschmacksverirrung ist es aber allemal!

Yeasayer – All Hour Cymbals

Yeasayer - All Hour CymbalsSchaut man sich das Cover des Debutalbums von Yeasayer an, könnte man glauben, der Photoshop-Grobmotoriker, der schon “Super Taranta!” so verhunzte, habe wieder zugeschlagen. Aus dem Foto einer Frau mit Kopftuch wurde kurzerhand ohne jegliche Sorgfalt das Gesicht ausgeschnitten und durch ein undefinierbares Etwas ersetzt. Weil’s so viel Spaß brachte, hat derjenige dann auch gleich noch den Körper mit ebenso fehlendem Fingerspitzengefühl durch ein Fell ersetzt. So wirklich dran gestört hat sich die Band allerdings wohl nicht, denn auch das Nachfolgeralbum kommt mit einem Cover daher, das aussieht wie gewollt, aber absolut nicht gekonnt!

Múm – Sing Along To Songs You Don’t Know

Múm - Sing Along To Songs You Don't KnowGegen das Foto eines idyllischen Sees auf einem Plattencover ist ja erst mal nichts einzuwenden. Allerdings sollte man dann doch zumindest nicht den nächst besten Amateur-Schnappschuss verwenden. Da wirkt die seltsam drauf geklebte Kerze dann auch eher wie eine plakative Ablenkung vom Foto, denn als gewollt künstlerische Freiheit. Dazu gesellt sich noch ein infantil aufgebrachter Schriftzug, der so ein wenig in das bisschen Himmel des Fotos gequetscht wurde. Zum Glück geht die Band mit ihrer Musik sorgfältiger um.

The Flaming Lips – Embryonic

The Flaming Lips - EmbryonicDie Flaming Lips fallen ja nicht erst seit kurzem mit seltsamen Musikvideos und visuellen Verfehlungen auf. Eine Weile fand die Band vor allem Gefallen daran, Fotos und Videos mit Gekritzel zu übermalen. Aus dieser Phase stammt auch das Cover zu ihrem Meisterwerk “Embryonic”. Dem sowieso schon seltsam haarigen Titelmotiv wurden kurzerhand noch diverse gelbe Kritzeleien verpasst. Ohne diese wäre das Cover ja vielleicht grad noch in Ordnung gegangen. Allerdings hätte das wirklich geniale Werk ein congeniales Cover verdient gehabt.

Sicherlich gibt es da noch weit mehr Beispiele visueller Verfehlungen, wenn man sich die Veröffentlichungen der letzten Jahre so anschaut. Wenn ihr da noch Kandidaten habt, die auf jedem Fall mit in die Liste gehören sollten, ab damit in die Kommentare!

Kommentare

1

Neben mir: Die Promoversion von Blondies neuem Album. Fehlt mir da in der Liste ja schon ein bisschen.

geschrieben von tux.
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2

Das Artwork von Gogol Bordello ist gar nicht so schlecht, finde ich. Klar, nicht perfekt, aber auch nicht miserabel.

geschrieben von Sebastian
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3

@tux.: ich kann Blondie nicht so viel abgewinnen, von daher kenne ich das Album bisher auch gar nicht.

@Sebastian: Schlimmeres gibt’s immer, aber so wirklich Ahnung von, de, was er da tut, hatte der Designer nicht, finde ich!

geschrieben von beetFreeQ
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4

@beetFreeQ: Na, gehört habe ich es auch noch nicht. 😉

geschrieben von tux.
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