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gelesen A. J. Lieberman / Riley Rossmo - Cowboy Ninja Viking

“Freakshow”? That’s one of those fancy clinical terms, right?

Duncan leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Als Teil eines geheimen Regierungsprojekts wird er zusammen mit anderen zu effektiven Killern ausgebildet, die jeweils drei zusätzliche Persönlichkeiten haben, in Duncan’s Fall die eines Cowboys, Ninjas und Wikingers. Nachdem das von Dr. Ghislain gestartete Projekt scheitert und die meisten dieser “Triplets” genannten Agenten zu Ghislains kriminellem Erzfeind Blaq überlaufen, muss Cowboy Ninja Viking die Wogen glätten.

Schon der Titel des Comics macht hellhörig, zumindest wenn man wie ich abgedrehte Szenarien mag. Das Setting, welches A. J. Lieberman hier spinnt, könnte abgedrehter und gleichzeitig spannender nicht sein. Den Leser erwartet eine Mischung aus Fantasy, Thriller, schwarzer Komödie und B-Movie, die vor allem von ihren aberwitzigen Persönlichkeits-Konstellationen lebt. Neben dem titelgebendem Helden treffen wir u.a. auf eine Köchin/Scharfschützin/Karateka, ihres Zeichens Ex-Freundin des Helden, einen asiatischen Ozeanografen/Piraten/Gladiator oder einen Roadie/Mafioso/Navy-Soldaten, die allesamt natürlich fröhlich durch ihre stereotypischen Persönlichkeiten switchen.

Lieberman schafft es, den Charakteren dennoch ein klares Profil zu geben und sie interagieren zu lassen, ohne in heilloses Chaos auszuarten. Der visuelle Stil Riley Rossmos tut mit rauhen Zeichnungen und nur wenigen zur Akzentuierung eingesetzten Farben sein übriges, den Leser an die Hand zu nehmen und durch die nach und nach komplexer werdende, bisher über zwei Story-Bögen laufende Geschichte zu führen. Während der erste Bogen absolut spitzenmäßig ist, kann Teil 2 zwar nicht ganz anschließen, unterhält aber dennoch gut.

Nach zehn Ausgaben bzw. zwei TPBs[1] endete die Serie bisher im Oktober 2010 und im Internet finden sich nur sehr wenige Informationen, ob es weiter gehen soll. Leider bleiben so vorerst einige aufgeworfene Fragen – vor allem auf den aller letzten Seiten – unbeantwortet und ich hoffe sehr, dass das nicht alles ist. Immerhin wird schon an einer Verfilmung gearbeitet, die beim Drehbuch-Team von Zombieland und dem kommenden Deadpool-Film in passenden Händen liegt. Wert wäre das Szenario auf alle Fälle, weiter erkundet zu werden!

Cowboy Ninja Viking, Volume 1: ★★★★★★★★★☆ 


Cowboy Ninja Viking, Volume 2: ★★★★★★★½☆☆ 

Zu haben sind Volume 1 und Volume 2 des Comics in englischer Sprache bei Amazon. Eine deutsche Übersetzung existiert bisher nicht und ich vermute, dabei wird es wohl bleiben. Ein ordentliches Englisch ist also Voraussetzung, um den Comic wirklich genießen zu können.

  1. Trade Paperbacks – also Zusammenstellungen der einzelnen Hefte zu einem Buch []
You dress up for Armageddon
I dress up for summer!

The Hives

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