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Projekt Hörsturz Rezension Runde 49

Diesmal bin ich für meine Verhältnisse ja auch mal etwas später dran. Da bis Sonntag ja aber noch ein wenig Zeit ist und ich mit diesem Beitrag ja vielleicht noch ein paar Neuankömmlinge anlocke, will ich auch mal langsam die aktuelle Hörsturz-Runde bewerten. Wer nicht weiß, worum es geht, findet hier alles Wissenswerte! Habt keine Scheu und macht ruhig mit! Nachdem die Teilnehmerzahlen zuletzt nämlich etwas einbrachen, gibt es diese Runde leider auch nur Pflichtsongs zu bewerten. Aber da bekommt zumindest jeder einzelne der Songs die Aufmerksamkeit, der er hoffentlich verdient! Schauen wir einfach mal!

Pflichtsongs

Dire Straits – Sultans of Swing

(von Tenza)
Klassiker wie dieser hier sind ja irgendwo immer so typische Punktegaranten, könnten aber dank Überstrapazierung im Radio auch nach hinten losgehen. Ich habe den Song allerdings dank Radioverzicht seit bestimmt bald 10 Jahren nicht mehr gehört und werde damit eher angenehm an alte Zeiten erinnert, in denen noch recht gute Musik die Radiosender flutete. Auch wenn ich die Dire Straits nie wirklich über ihre Hits hinaus gehört habe, mag ich die alten Klassiker doch immer wieder gern!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

The Jai-Alai Savant – Arcane Theories

(von Kristin)
Kristin hat wieder mal eine Band im Angebot, von der ich noch nie gehört habe, was immer eine sehr spannende Sache ist, wo mein Geschmack da doch meistens getroffen wird. Das trifft auch auf The Jai-Alai Savant zu. Zwar ist der Song recht simpel und rockig gestrickt, kann aber ordentlich mitreißen. Der Song hat dieses gewisse, unmöglich zu beschreibende Etwas, das aus einem okayen Song einen macht, den man immer wieder hören will. Die Band werde ich mir definitiv merken!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Burlap to Cashmere – Build a Wall

(von maloney8032)
Und gleich die zweite mir absolut unbekannte Band, die ich mir aber dringend mal genauer ansehen sollte. Diese Art von Folk gefällt mir irgendwie so richtig gut. Da ist auch wieder dieses eben schon genannte unbeschreibbares Etwas, das mir den Song mehr als schmackhaft macht. Ob es die hektischen Gitarren, der stimmige Gesang oder etwas anderes ist, kann ich nicht sagen. Bringt einfach Spaß!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

The Cast Of Cheers – Derp

(von beetFreeQ)
Ich höre ja viele Bands, die ihre Musik kostenlos veröffentlichen und es ist auch von Jahr zu Jahr immer mehr wirklich gute Musik dabei. Dennoch schaffen es komischerweise nur wenige Bands darunter, mich wirklich so sehr zu überzeugen, dass ich auch bereitwillig den vollen CD-Preis und mehr gezahlt hätte. The Cast Of Cheers ist so eine Band. Ihr nerdiger Math-Rock liegt voll auf meiner Wellenlänge und gerade der Amateur-Charme ihrer Songs macht diese so spitze! Absolut großartig!

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Paul and Fritz Kalkbrenner – Sky And Sand

(von Mars)
Von den beiden Kalkbrennern meine ich ja an sich nur zu wissen, dass der eine eher so im Techno zu hause ist, der andere aber weniger. Welcher davon welcher ist, kann ich nicht sagen, tut hier aber auch nichts zur Sache, denn die Brüder sind in diesem Song gemeinsam am Werk. So wirklich will da aber auch kein Funke überspringen. Das Stück kommt nicht so wirklich aus dem Knick und plätschert so ohne Höhepunkte vor sich hin. Nicht unbedingt strunzlangweilig, aber auch absolut nichts, was ich mir gezielt anhören würde. Techno/Trance ist eben nicht wirklich meine Musik.

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

World Tour – Sparks

(von Dr. Borstel)
Eine unbekannte Band vom Borstel vorgeschlagen – die Chance steht gut, dass man Post-Rock um die Ohren bekommt. Nach der ersten Minute bin ich noch unschlüssig, ob das wirklich zutreffen wird, dann setzt aber verhaltener Gesang ein, wobei das ja nicht gegen Post-Rock spricht. Wie auch immer das Genre zu bezeichnen wäre, muss ich sagen, dass mich auch dieser Song nicht so vollkommen überzeugen kann. Zwar sind ein paar ganz schöne Momente drin, im großen und ganzen fehlt mir aber irgend etwas, um wirklich Klick zu machen…

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Golden Kanine – Climb

(von Michael)
Was ist heute eigentlich los? So viele wirklich interessante, mir unbekannte Bands mit viel Potential hatten wir ja ewig nicht in einer Runde. Von Golden Kanine hab ich bisher nie gehört, “Climb” macht aber sofort hellhörig. Ich mag ja sowieso folkiges mit verschiedenen Instrumenten, wenn es denn ein wenig alternativ und nicht zu konservativ klingt. Hier sind alle Zutaten für einen tollen Song vorhanden und die Band wandert mit in den “Muss-ich-mir-merken”-Stapel!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Uriah Heep – Nail on the Head

(von cimddwc)
Hier bewegen wir uns mal wieder in vetrauteren Gefilden, denn zumindest namentlich kenne ich Urial Heep und kann sie auch stilistisch einordnen. Leider macht das auch nicht unbedingt sooo viel Lust auf den Song, denn so Hard Rock war noch nie mein Steckenpferd, erst recht nicht, wenn er so klingt, als sei er in den 80ern stehen geblieben. Mit dem Wissen, dass der Song aus diesem Jahr stammt, wirkt er dann gleich noch ne Ecke cheeziger. Das Gitarrensolo weiß zwar zu gefallen, der Rest lässt sich aber eher unter “Kann man mal hören, muss man aber nicht” abheften.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

KIZ – H.I.T.

(von WeGi)
OK, danke – die ersten 10 Sekunden reichen leider wirklich schon, um mir zu zeigen, dass ich diese Art von Musik so rein überhaupt gar nicht abkann. Wenn ich mir den Text so anhöre, bin ich gleich noch peinlicher berührt. Das Schlimme ist: Ich bin mir absolut nicht sicher, ob sie das jetzt als absolut schlechte Satire oder doch eher ernst meinen…

Rating: ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 

The Postelles – White Night

(von JuliaL49)
Von den Postelles hat die Julia ja in der letzten Zeit mehr als nur rumgeschwärmt. So ein klein wenig kann ich das sogar nachvollziehen, denn “White Night” macht wirklich Spaß und kann vor allem durch den netten Dialekt punkten. Unter der Haube ist der Song zwar auch nix wirklich Besonderes, die Band weiß aber, wie man einfach Lebensfreude in die Musik packt und sticht so für mich doch ganz angenehm aus dem langsam kaum noch hörbaren Indie-Einheitsbrei heraus!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

6,8 Punkte ergeben einen wirklich tollen Schnitt, erst recht wenn man bedenkt, dass es immerhin doch einen Totalausfall gab! Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt schon mal vor kam, dass ich in einer Runde gleich viel tolle neue Bands für mich entdeckt habe. In jeder Hinsicht also eine wirklich tolle Runde!

Mein Vorschlag für Runde 50

Ich hab erst ne Weile überlegt, ob ich mir für die Jubiläumsrunde was wirklich absolut besonderes ausdenken soll. Im Endeffekt ist aber fast jeder Song, den ich hier so vorschlage, etwas Besonderes. Also nicht zu lang überlegen und der ersten Intuition folgen! Das stellt sich aber auch wieder mal schwerer heraus als gedacht. Letztendlich bin ich dann aber doch bei einem Song einer Band hängen geblieben, zu der ich gar nicht glauben kann, dass ich sie nicht schon mal früher vorgeschlagen habe! Die eigentlich eher im Post-Grunge beheimateten Seafood haben nämlich mit “I Dreamt We Ruled The Sun” einen meiner absoluten Lieblingssongs aufgenommen, der gerade durch den für die Band unüblichen weiblichen Gesang und seine cinematische Stimmung so besonders auffällt!

Seafood – I Dreamt We Ruled The Sun

Kommentare

1

Juhu, endlich hab ich mal wieder was vorgeschlagen, was Du noch nicht kanntest und richtig gut findest.

geschrieben von Kristin
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2

Bedroom Dreampop / GloFi ist das. Und so oft habe ich hier garantiert keinen Post-Rock vorgeschlagen. Zwei Mal vielleicht. 😉

geschrieben von Dr. Borstel
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3

@Kristin: Hehe, na gefallen haben mir deine letzten Vorschläge ja auch ganz gut, nur eben nicht ganz so extrem gut wie andere :)

@Dr. Borstel: Wieder zwei Genrebezeichnungen, die mir neu sind! 😉 Post-Rock hast du zwar nicht sooo viel im Projekt vorgeschlagen, allerdings bist du in dem Genre schon oft mit vielen Punkten dabei und hattest ja auch im Blog immer mal was passendes gepostet. Vielleicht kommt’s mir aber auch nur so viel vor.

geschrieben von beetFreeQ
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