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Projekt Hörsturz Rezension Runde 48

Das Projekt Hörsturz nähert sich dem großen Jubiläum, aber ganz so weit ist es noch nicht. Wir befinden uns derzeit in Runde 48 und haben mal wieder ein Sonderthema zu beackern! “Unlpugged” ist angesagt und damit sind eben alle Stücke gemeint, die ohne elektronisch verstärkte Instrumente gespielt wurden. Ich befürchte eine Invasion von langweiligen Stücken einzelner Menschen, die mit ein wenig Gitarren-Geklampfe bzw. Klavier-Geklimper versuchen, Emotionen zu wecken, was bei mir leider nur selten funktioniert. Mal sehen, ob ihr nicht doch anderes gefunden hat, was zum Thema passt, ohne langweilig zu sein!

Pflichtsongs

The Octave Museum/Stephen Brodsky – Kid Defender

(von Kristin)
Von Fans aufgenommene Live-Videos machen es einem meistens nicht grad leicht, sich mit einem Künstler anzufreunden, von dem man nie vorher etwas gehört hat. Legt man mal die eher mittlere Qualität der Aufnahme beiseite, bleibt ein Song, der die erste Hälfte so vor sich hin plätschert, wie es Stücke, die nur mit Gitarre und Gesang vorgetragen werden, eben meistens so machen. Ab der Hälfte, wo er seine Stimme ein paar Haken schlagen lässt, wird es zwar interessanter, aber für mich noch nicht so ganz überzeugend. Da ich aber weiß, dass Kristin einen kaum fehlbaren Geschmack hat, werde ich mir mal mehr von Stephen Brodsky anhören!

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Golden Silvers – Magic Touch

(von Graval)
Mehrstimmigen Gesang hatte ich ja nicht erwartet, als das Video begann. Die Jungs zeigen aber, dass man eben auch mit nur einer Gitarre bewaffnet wirklich interessante Musik machen kann. Ein gesanglich wirklich schöner Song mit Retro-Flair. Viel mehr weiß ich da gar nicht zu sagen!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Sido ft. KIZ – Tanz (Unplugged @ MTV)

(von WeGi)
Wegi hat sich ja die perfekte Runde ausgesucht, um wieder mit einem Hip-Hop-Vorschlag dabei zu sein. Bei der Kombi von Unplugged und Hip Hop kommen mir ja eher die Roots und vielleicht noch das Unplugged-Album der Fanta Vier in den Kopf. Mit Sido rechnet man da nicht unbedingt. Stilistisch ist das Ding dabei gar nicht mal so übel, und das sag ich obwohl ich Sido so gar nicht abkann. Würde ich mir sicher nicht gezielt anhören, ist aber bisher auch das einzige Sido-Stück, das ich nicht sofort abschalten würde! Nur so nebenbei: Kann es sein, dass der Song echt übel für das Video komprimiert wurde, oder klingt das immer so blechern?

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Oasis – Idler’s Dream

(von Nummer Neun)
Irgendwie haben wir’s heute mit schlecht komprimiertem Sound, oder? Aber das Ding soll ja laut Videobeschreibung nachbearbeitet sein – ich kenne das Original nicht, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es vorher schlechter klang. Egal, widmen wir uns dem eigentlichen Song. Der ist nichts weiter als eine recht langweilige Klavier-Ballade, die mich so rein gar nicht bewegt. Oasis waren nie meine Lieblinsband und mit Songs wie diesem ändert sich da auch nichts dran.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Andrew Bird’s Bowl Of Fire – Feetlips

(von beetFreeQ)
Ihr merkt schon, mit zu simplen Stücken, die nicht viel mehr als ne Gitarre oder ein Klavier beinhalten, ist bei mir meistens nicht all zu viel zu holen. Daher habe ich selbst auch zum Thema etwas rausgesucht, das zwar mit rein akustischen Instrumenten aufwartet, aber eben damit einen ganz eigenen Retro-Jazz feiert. Andrew Bird ist als experimenteller Indie-Geiger sowieso großartig, seine alten jazzigen Sachen mit der Bowl Of Fire können da aber absolut mithalten.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Howard Shore – The Bridge of Khazad Dum

(von maloney8032)
Ein Orchester ist natürlich auch eine schöne Auslegung des Themas und Howard Shores Soundtrack zu Herr der Ringe geht da immer. Die Musik ist einfach absolut ikonisch und einprägsam, weckt Erinnerungen an die jeweiligen Szenen, funktioniert aber auch ohne den Film ganz gut! Da ich eh wieder mal Lust habe, die Filme zu sehen, gibt’s gleich mal die volle Punktzahl!

Rating: ★★★★★★★★★★ 

The Cranberries – Zombie

(von JuliaL49)
Oha, Klassiker-Alarm! War die Originalfassung des Songs nicht eigentlich schon fast unplugged, oder hab ich das falsch in Erinnerung? Ich muss ja sagen, dass ich die Cranberries damals, als sie gerade in waren, so gar nicht mochte, aber damals hatte ich es mit gitarrenlastiger Musik und charismatischen Stimmen eh noch nicht so. Mittlerweile mag ich die Band auch ganz gern und Zombie ist natürlich ein Klassiker, an den man sich gern zurückerinnert. Die Unplugged-Fassung war mir bisher unbekannt, aber sie kann’s gut mit dem Original aufnehmen!

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

All Time Low – Alejandro

(von David)
Anscheinend hab ich mal wieder Titel und Band vertauscht. Scheint aber bisher niemanden so recht gestört zu haben, dass da “Alejandro – All Time Low” stand. Egal. Der Song selbst plätschert so vor sich hin und kann mich nicht wirklich überzeugen. Würd mich nicht wundern, wenn eine elektronisch verstärkte Variante durch sämtliche Charts geistert, denn irgendwie klingt das Ding wie ein typischer Charts-Hit. Meh.

Rating: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆ 

Patrice – Clouds

(von Dr. Borstel)
Apropos Charts – der Kerl kommt doch auch aus solchen Gefilden, oder? Ich wüsste so spontan aber nicht, dass ich einen Song von ihm kennen würde. Dieser hier klingt dank interessanter Stimmen und einer einprägsamen Melodie überraschend gut. Klingt ein wenig wie der deutsche Ben Harper. Sowas dürfte gern öfter die Charts fluten, dann würde ich da vielleicht auch mal reinhören.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Pete Berwick – Standing At The Gates

(von Michael)
Bei einer Mundharmonika weiß man ja auch gleich, wo der Hase langläuft – ur-amerikanischer Rock, entweder in Springsteen- oder Blues-Gewand, je nachdem. Während ich letzteres oft gern höre, ist ersterer und der ganze musikalische Stil drum herum so gar nicht meins. Ich kann mit diesem 0815-Rock leider echt nix anfangen. Immerhin nötigt’s mich nicht zu Abschalten, das ist ja auch was!

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

6,7 Punkte ist eine gar nicht mal schlechte Ausbeute, vor allem nicht, wo ich viel langweiliges Geklampfe befürchtet hatte. So mag ich das. Leider gab es dieses Mal auch nur zwei Bonussongs, da nicht mehr als 21 Vorschläge zusammen kamen. Die will ich doch auch schnell noch mal mitnehmen!

Bonussongs

Godsmack – Voices

(von cimddwc)
Mit Godsmack konnte ich nie so richtig was anfangen. Ist für mich eine dieser vielen Bands, die irgendwo auf der Alternative/Metal-Schiene mitschwimmen, die viel zu abgenutzt ist. Tut nicht weh, mir würde aber auch nix fehlen, wenn ich den Song jetzt nicht gehört hätte.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Paramore – Ignorance

(von Konzertheld)
Paramore? Die hatten wir doch erst, oder? Und damals hab ich die Band auch schon ziemlich auseinander genommen, wenn ich mich nicht irre. Immerhin klingt der Song einen kleinen Ticken besser als der damalige, was aber vermutlich einfach mal dran liegt, dass er unplugged ist. Man merkt dem Stück aber schon an, dass es für mehr als nur reine Akustik-Gitarre geschrieben wurde und nicht so nicht so ganz funktioniert…

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

Da es nur zwei Songs waren, konnten die niedrigen Wertungen glücklicherweise nicht so viel an der Gesamtwertung ändern und bringen sie auf immer noch gute 6,5 Punkte. Die kommende Runde ist wie immer nach einer Sonderrunde wieder eine normale, in der jeder Song völlig frei von der Leber weg vorgeschlagen werden kann.

Mein Vorschlag für Runde 49

Diesmal habe ich wieder mal eine Band rausgesucht, die ich bereits vor einiger Zeit (in diesem Fall nur ein paar Wochen) im Blog vorgestellt habe. Wie ich damals schon schrieb, haben The Cast Of Cheers eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient, weshalb ich sie direkt mal für das Projekt ins Rennen schicke. Ihr Album gibt’s übrigens nach wie vor zum kostenlosen Download!

The Cast Of Cheers – Derp

The Cast of Cheers – Derp by Richter Collective

Kommentare

1

Oh, vielen Dank für das Kompliment. Stephen Brodsky hat’s drauf, glaub mir. Er ist halt eigentlich kein Akustik-Musiker. Ach übrigens: Stephen Brodsky ist der Sänger von Cave In, die ich kürzlich erst vorgestellt habe. Er macht eben auch solo Musik, wobei Kid Defender sein poppigstes Stück ist. Spacegirl Saturn lege ich Dir ans Herz, wenn Du es mal irgendwo findest. Ich hatte leider keinen Erfolg. :( Sein bestes Projekt war aber wohl Pet Genius, die sich nach einem Album wieder getrennt haben. Die bitte auch mal anhören, die sind super. :)

geschrieben von Kristin
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2

Oh, unplugged ist doch gerade gut, weil die Stücke zurückgenommen werden und man erkennt, ob sie was taugen oder nicht 😉

Jedenfalls bist du schon der zweite, der glaubt, dass Zombie im Original nicht viel anders klingt. Dabei habe ich den Song ausgewählt, weil er unplugged wirklich anders klingt…

geschrieben von juliaL49
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3

Sad Panda is sad :(

geschrieben von David
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4

Haha! Der Beetfreeq wusste garnicht, dass Alejandro ein Cover von Lady Gaga ist! Jetzt wisst ihr, wieviel er Charts hört! Ich bin leider schon vor einer Weile drüber gestolpert. Fand das Video irgendwie bissel creepy. War aber sicherlich so gedacht!

geschrieben von Beam
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5

Höre auch keine Charts, aber von Lady Gaga habe ich natürlich alle Alben, wie jeder Mensch, der ein bisschen Ahnung von Musik hat 😛

geschrieben von David
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6

@Kristin: Ah stimmt, irgendwie hatte ich den Namen auch schon mal gehört. Kann sogar sein, dass du ihn mir sogar schon mal per Skype empfohlen hattest!

@juliaL49: Naja, wenn ein Song mit nur minimaler Instrumentierung immer noch wunderbar und außerordentlich klingt, ist er wahrlich genial. Aber leider tun das nur wenige, erst recht, wenn sie nicht speziell als Akustik-Variante gedacht sind. Zudem gibt’s auch unzählige Songs, die als Akustik-Version so rein gar nicht funktionieren würden, aber eben gerade erst durch ihr Gesamtbild mehr als genial sind.

Ich meinte ja nicht, dass die Unplugged-Version von “Zombie” gleich klingt wie das Original, sondern nur dass dieses auch schon eher nach aktustik klingt. Aber ich hab’s mir mittlerweile noch mal angehört und mich getäuscht. Trotzdem großartiger Song in beiden Versionen!

@David: Sorry, aber unsere Musikgeschmäcker sind nun mal leider eher selten kompatibel! 😉

@Beam: Wie echt? OK, für nen Gaga-Song hätte ich das nicht gehalten. Die macht doch eher so abgedrehtes Zeug, wenn ich so an Pokerface denke. Aber ich hab auch echt keine Ahnung von Charts und den Leuten, die da so unterwegs sind…

@David: Wieso sollte man sich als Mensch mit Ahnung von Musik ihre Alben kaufen? Als perfektes Negativ-Beispiel? 😉

geschrieben von beetFreeQ
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7

@beetFreeQ: wir reden ja nicht von Justin Bieber oder so. Lady Gaga macht schone extrem hochwertig produzierte Musik. Muss man nicht mögen, klar, sollte man aber als musikinteressierter Mensch auch nicht komplett ignorieren.

Und in meinem Comment war ein Smiley, den darf man nicht übersehen 😉

geschrieben von David
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8

Oh man, du kriegst ja echt gar nichts mit 😀 Hörst du nie normale Radiosender wie 1LIVE oder sowas? Die Lady Gaga-Version von Alejandro klingt allerdings doch ziemlich anders und ehrlich gesagt mag ich sie auch lieber. Da zieh ich mir doch lieber Pokerface von You me at six rein. Das ist allerdings elektronisch. 😀

geschrieben von Konzertheld
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9

@David: Den Smiley in meinem Kommentar hast du aber auch gesehen, oder?

Ich sag auch nix dagegen, dass Lady Gaga’s Musik toll produziert ist. Ich halte sogar Dieter Bohlen für einen tollen Produzenten, was aber nicht im Widerspruch dazu steht, dass ich seine Musik für vergessenswert halte. Er weiß, genau wie viele andere Produzenten von Charts-Musik, genau, was die Masse haben will, schreibt seine Songs auf den Punkt, um aus ihnen Hits zu machen, die möglichst viel Geld einspielen. Aber das macht ihn nur zu einem guten Handwerker, nicht zu einem Künstler, der etwas wirklich großartiges erschafft!

@Konzertheld: Nö, ich meide solche Sender wo es nur geht, weil mir bestimmt 90% der Musik, die in den meisten Mainstream-Sendern gespielt wird, nach wenigen Sekunden aus den Ohren herauskommt. Dazu kommt, dass ich bis auf etwas Frühstücksfernsehen morgens (ARD/ZDF) so gut wie nie fern sehe. So kann man sich wunderbar von dem ganzen Charts- und Promizirkus abschotten und seinem eigenen Geschmack nachgehen! :)

geschrieben von beetFreeQ
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