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Mixtape Mittsommernachtsspitzen

Am ersten Juni bloggte ich ja bereits über das spontan per Twitter gestartete Mixtape-Wichteln von Julien, nachdem ich mein selbst gebasteltes abgeschickt hatte und es gut bei Basti angekommen war. Im Nachhinein war das vielleicht gar nicht die beste Idee, denn so konnten mich ja schon einige als möglichen Wichtelpartner abhaken, wenn sie noch keins bekommen hatten. Heute endet die Aktion aber nun und mittlerweile sollten an sich alle Tapes angekommen sein[1].

Genug der Vorrede. Hier soll’s nun endlich um das Tape gehen, das mich vor einigen Tagen erreichte. Wer ihr Blog kennt, wird vermutlich schon Sandra Duvander als Urheberin des Tapes erkannt haben – mehr am Titel, der dem ihres Blogs entspricht, als am Cover-Motiv, denn das zeigt sehr passend Kirsten Dunst in einer Szene aus Lars von Triers “Melancholia”.

Nach einem ersten Blick auf die Tracklist entdeckte ich gerade mal fünf Künstler, deren Namen ich bereits kannte. Zwei davon erst durch Lektüre von Sandras Blog[2], einen nur vom Hörensagen und immerhin zwei weil ich sie in meiner Sammlung habe. So blieb sehr viel zu entdecken und ich muss sagen, dass mir diese Entdeckungsreise absolut gefallen hat. Verträumte Musik, immer mit einem gewissen melancholischen Unterton, absolut passend zu einem lauen Sommerabend. Folgende Songs sind dabei:

  1. Slowdive – Rutti

    Ein absolut passender Einstieg. Die Band macht ihrem Namen alle Ehre und beginnt in einem sehr langsamen und mit 10 Minuten auch langen Song, der wunderbar einstimmt. Gleich die erste Band, die ich mir merken werde!

  2. Brothers of End – Until Then

    Die Brothers Of End entdeckte Beam bereits auf Sandras Blog und wir waren beide sofort begeistert. Ihr aktuelles Album “Mount Inside” lief bei uns bereits einige Male per Spotify.

  3. Exploding Heart – 90s

    Auch die nächste mir unbekannte Band trifft absolut meinen Geschmack. Ich mag besonders diesen charakteristischen, ein wenig an Sigur Rós erinnernden Gesang.

  4. Amy Millan – Bury This

    Sandra hat anscheinend einen ganz ähnlichen Geschmack, was Gesangsstimmen angeht. Amy Millian ist stilistisch jetzt nicht sonderlich außergewöhnlich, hat aber dieses gewisse Etwas in der Stimme, das mich aufhorchen lässt.

  5. Chris & Carla – Mercury Rising

    Dieser Song trifft zwar nicht so sehr ins Schwarze wie die vorherigen, kann aber auch gefallen und passt im Kontext des Tapes sehr gut.

  6. A Camp – The Bluest Eyes In Texas

    A Camp lief vor vielen Jahren mal bei mir rauf und runter. Die Sängerin der Cardigans hat auch so eine Stimme, der man selten widerstehen kann, auch wenn die Musik heute auf mich doch ein wenig schmalzig wirkt.

  7. Lotta Wenglén – Me And My Girl Friend Had A Wonderful Time At A Damien Jurado Show

    Und wieder eine wunderbare Stimme, die einen tollen Song intoniert. Allein der Titel sorgt schon für Aufmerksamkeit, der Song ist diese aber auch wert.

  8. Moto Boy – The Heart Is A Rebel

    Ich hatte zwar nie etwas von Moto Boy gehört, allerdings kommt mir der Song ziemlich vertraut vor. Leider ist die Stimme des Sängers in diesem Fall nicht ganz so meine Wellenlänge und das Stück driftet ein wenig ab. Erinnert mich etwas zu sehr an Antony And The Johnsons.

  9. Kent – Kevlarsjäl

    Mit der Mundharmonika verbindet mich ja eine ähnliche Hassliebe wie mit dem Saxofon. Kann gut klingen, in den meisten Fällen aber leider für meine Ohren ziemlich grausam. In diesem Fall ist die Mundharmonika glücklicherweise eher hintergründig zu hören. Mein Favorit des Tapes wird der Song aber nicht wirklich.

  10. Jonathan Johansson – Blommorna

    Von diesem Song geht ein starkes, leicht cheesiges 80s-Gefühl aus. Das kann zwar schief gehen, tut’s in diesem Fall aber nicht. Irgendwie gefällt mir der Song sehr.

  11. Bob Hund – Omringad Av Hjälp

    Bon Hund stellte die zweite Entdeckung aus Sandras Blog dar und hier war die Begeisterung gleich noch einen Ticken größer als bei den Brothers Of End. Tolle, leicht kauzige Musik, die man so gar nicht einer siebenköpfigen Bad zuordnen würde. “Omringad Av Hjälp” ist auch einer meiner bisherigen Favoriten der Band!

  12. Felt – Primitive Painters

    Die Post-Punk-Band Felt war mir bisher zwar unbekannt, allerdings dürfte sich das dank dieses Songs sicher ändern. Das ist genau die Art Musik aus den 80s/90s, die ich heute noch mag.

  13. Lou Rhodes – There For The Taking

    Lamb war um die Jahrtausendwende eine meiner absolut liebsten Bands und auch Lou Rhodes’ folgende Solo-Ausflüge habe ich immer gern gehört. Mit ihrem frischesten Album war bei mir aber irgendwie leicht die Luft raus. Die Musik ist zwar immer noch schön, kann den bisherigen Alben aber nicht so viel hinzufügen. Ähnlich geht es mir ja leider auch mit dem dieses Jahr erschienenen Comeback-Album von Lamb.

  14. This Mortal Coil – Song to the Siren

    Dem Namen This Mortal Coil bin ich schon des öfteren begegnet, wusste auch, dass sie in der Gothic-Szene ziemlich groß sind, wirklich Musik konnte ich mit ihnen aber nicht in Verbindung bringen. “Song to the Siren” stellt einen gelungenen Abschluss des Tapes dar. Der Song entlässt einen idealerweise in die langsam abgekühlte Sommernacht.

Mich konnte zwar nicht jeder Song vollends überzeugen, aber ich habe viele interessante Musiker entdeckt und werde das Tape sich auch des öfteren in den Player schieben, denn die Zusammenstellung ist einfach wunderbar stimmig und so ein bewusst erstelltes Mixtape schlägt doch jeden Shuffle um Längen. Vielen Dank an Sandra für das tolle Tape! Und eine dringende Lese-Empfehlung geht an ihr Blog!

  1. Was bei meiner lieben Beam aber leider noch nicht der Fall ist – seltsamerweise bereits zum dritten Mal bei so einer Aktion []
  2. Interessanterweise durfte meine liebste Beam ihr nämlich ein Tape zusammenstellen, was uns auf ihr tolles Blog aufmerksam machte []
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