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Filmkritik Rango

I think the metaphor broke my spleen.

Rango landet, nachdem sein Terrarium bei einem Umzug mitten in der Wüste vom Wagen fällt, im winzigen Städtchen Dirt. Mit großer Klappe und seiner riesigen Tollpatschigkeit schafft er es überraschenderweise, die Bewohner des Kaffs zu beeindrucken und wird zum Sheriff ernannt. Da beginnt aber erst der Spaß, denn als kurzerhand die letzten Wasserreserven der darbenden Gemeide gestohlen werden, muss er sich beweisen.

Gore Verbinski zog es nach Vollendung der ersten “Fluch der Karibik”-Trilogie ins Animationslager und bekam von John Logan das perfekte Drehbuch dazu geliefert. Die Hauptrolle des Chamäleons Rango schrie förmlich nach Johnny Depp, mit dem Verbinski ja schon ausgezeichnet zusammen gearbeitet hatte. Depp ist es auch, der diesem Streifen das Leben einhaucht. Er verleiht seinem Charakter nicht nur die Stimme sondern auch sämtliche Bewegungen und lässt ihn damit als animierte Figur auf einem Level mit vielen seiner echten Rollen stehen.

ILM, die FX-Schmiede von George Lucas leistete tolle Animationsarbeit und schuf mit dem aus verschiedensten Wüstentieren zusammengestellten Cast einen ganz eigenen Stil, der sich blendend neben den alt eingesessenen Animationsschmieden einreihen kann. Auch die Sprecher im englischen Original machen ihre Sache sehr gut, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass ganze Sets und Kostüme angefertigt wurden, damit sich die Schauspieler besser in ihre Rollen hineinversetzen können. Einen großen Teil der Atmosphäre macht aber natürlich auch der Soundtrack von Hans Zimmer aus, der vor allem durch die immer wieder auftauchende Mariachi-Truppe, die den unausweichlichen Tod des Protagonisten besingen, zu einem Fest wird.

Insgesamt merkt man dem Film aber seine Liebe zum Detail an. Die vor Zitaten strotzende Western-Hommage wechselt perfekt zwischen überbordender Action, Situationskomik und ruhigeren Passagen und lassen die Zeit im Flug vergehen. Dabei eignet sich die Story sowohl für Kinder als auch Erwachsene, die nicht zuletzt dank der schon erwähnten Zitate wie z.B. einem weiteren Johnny-Depp-Cameo aus “Fear And Loathing in Las Vegas” bei der Stange gehalten werden und zum Replay animiert werden.

Sicher ist die Geschichte hier und da doch etwas vorhersehbar und nicht jeder Gag zündet so richtig, aber ich habe in diesem Film mehr gelacht als bei den meisten anderen Komödien der letzten Zeit. Die skurrilen Charaktere machen den Film einfach absolut liebenswert und für mich zum besten Animationsfilm seit einer ganzen Weile.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Kommentare

1

ich fand den auch teilweise lustig, aber extrem gut animiert mit viel liebe zum detail; manchmal war das schon unheimlich! 🙂
du musst mal ‘Paul’ gucken…der war echt witzig!

geschrieben von Hurkunde
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2

Ja, die Animationen sind echt großartig. Paul hab ich zwar noch nicht gesehen, aber er steht ganz oben auf der Liste. Allein wegen Simon Pegg!

geschrieben von beetFreeQ
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3

Ich habe den Film bereits im März im Kino in Bangkok gesehen und kann ihn nur empfehlen. Er hat so ein bisschen Quentin Tarantino Style und ist ganz witzig gemacht. Auch für Jugendliche 12+ ein super Film, da ziemlich viel Moral in Sachen Außenseiterdasein mitschwingt.

geschrieben von scheini
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Björk

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