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GSC 2011 Aftershow Party

Während ich zum ESC 2011 ja schon im Live-Blog meine Meinung kund getan habe, will ich heute natürlich auch den diesjährigen GSC revue passieren lassen. Nachdem Konna im vergangenen Jahr eher spontan die Idee zum Gedankendeponie Song Contest hatte und damit einen riesigen Anklang in der Blogosphäre erntete, durfte sich dieses Jahr nun Julia, die Gewinnerin 2010 daran machen, in seine Fußstapfen zu treten. Sie organisierte den Contest souverän und auch die Teilnehmer waren insgesamt sehr zuverlässig und sorgten für einen runden Ablauf, der mit Bekanntgabe des Siegertitels direkt am Sonntag nach dem regulären ESC endete.

Während sich die von mir gewählten Top 10 großteils überraschend gut machten, hatte ich Platz 1 dieses Jahr so rein gar nicht auf dem Plan. Kamil machte mit dem Punk-Song “Droga” der polnischen Band Leniwiec das Rennen mit großen Vorsprung vor dem zweiten Platz. Ich muss zugeben, dass mir der Song zwar schon ganz gut gefiel, es aber nicht unter meine Top 10 schaffte. Dennoch gratuliere ich Kamil natürlich zu seinem Sieg. Er hat den Geschmack der Teilnehmer getroffen und das zählt ja!

Mein eigener Song “Set Me Free” der Band Monotonix als Vertreter für Israel kann sich übrigens über einen sehr guten siebten Platz freuen. Ich hatte nicht gedacht, mit dem doch recht sperrigen Song so weit oben zu landen. Vielen Dank an alle, die mir ihre Punkte gaben. Allen voran natürlich die 12-Punkte von Beam (Norwegen) und Kristin (Belgien), sowie 10 Punkte von cimddwc (Italien), Lemonhead (Niederlande), 1QUrsu (Rumänien), Kamil (Polen) und Markus (Spanien).

Wie schon im letzten Jahr will ich noch schnell meine eigenen Top 10 vorstellen und werde auch schnell die nachfolgenden Plätze bis 27 unkommentiert nennen. Einen extra Kommentar zu den zehn gewählten Titeln werde ich diesmal nicht abgeben, da diese sich ziemlich mit meinen überschneiden. Ich hätte meinen eigenen Song übrigens, wenn ich denn auch mir hätte Punkte geben dürfen, auf Platz 4 meiner Top 10 gesetzt.

Mein Voting

  1. Norwegen Kaizers Orchestra – Evig Pint
    Als klar war, dass meine liebste Beam Norwegen in den GSC führen würde, war mir auch schnell klar, welche Band sie in den Vorentscheid schicken würde. Da Kaizers Orchestra diesen auch gewannen, stand mein Platz 1 schon fast von Anfang an fest, denn wer könnte mehr Punkte bekommen als meine absolute Lieblingsband? Immerhin hat’s auch in der Gesamtwertung für einen guten achten Platz gereicht!

  2. Belgien Brains – Here Dead He Lies
    Brains waren Kristins Entdeckung für den GSC und vermutlich wird die Band auch niemand anderem vorher bekannt gewesen sein, hatte sie doch erst wenige Tage vorher ihre ersten drei Songs auf Bandcamp veröffentlicht. Für mich war die Band auch eine Offenbarung, weshalb der zweite Platz in meinem Ranking natürlich Ehrensache ist. Ich weiß schon, warum ich im vergangenen Jahr ebenfalls Belgien in den GSC geschickt hatte. Die anderen waren wohl ähnlich begeistert, weshalb die Band insgesamt den dritten Platz erreichte.

  3. Niederlande De Staat – The Fantastic Journey Of The Underground Man
    Auch Lemonheads Vorschlag war mir vollkommen neu und hat mich ebenfalls sofort umgehauen. De Staat treffen genau meinen Geschmack und sind mittlerweile auch albumtechnisch bei mir schon auf Dauerrotation. Im Gesamtklassement reichte es für einen sehr guten fünften Platz!

  4. Slowakei The Ills – Awakening of the Dead City
    Schöner, instrumentaler Post-Rock geht ja immer und ich war sehr angetan davon, dass Dr. Borstel das Risiko wagte, diesen Song ins Rennen zu schicken. Dafür wurde er von allen mit einem ziemlich guten zwölften Platz belohnt.

  5. Schweiz Swatka City – Run, Run, Run!
    Die Schweiz hätte ich normal nie so wirklich auf dem Plan, wenn ich nach gutem Rock suche. Swatka City haben mich da aber eines besseren belehrt! Sehr schöne Musik, die die Top 10 der Gesamtwertung nur knapp verfehlte und auf der Elf landete.

  6. Dänemark Trentemøller – Moan
    Dass ich Konna’s Beitrag zum GSC so hoch werten würde, hätte ich anfangs auch nicht gedacht. Als er aber für mich ziemlich überraschend Trentemøller ins Rennen schickte, war ein Platz in meinen Top 10 sicher. Auch in der Gesamtwertung liegt er damit in den Top 10 und zwar auf dem neunten Rang!

  7. Island Benni Hemm Hemm – Retaliate
    Denkt man an isländische Musik, kommen neben Björk vor allem absolut ruhig vor sich hin schwebende Songs zwischen Post-Rock und Singer/Songwriter in den Sinn. In genau diese Kerbe schlägt auch Benni Hemm Hemm und konnte mir damit weit besser gefallen, als einigen anderen, die den Song knapp unter die Mitte der Gesamtwertung auf den 15. Platz schoben.

  8. Finnland Kinetik Control – All Fours
    Auch aus Finnland erwartet man eine ganz spezielle Musik, die aber eher durch Gegrunze und laut hämmernde Gitarren auffällt. Mausz hat sich aber nicht für den Metal entschieden sondern eine wirklich gute Alt.-Rock-Band ins Rennen geschickt, die insgesamt gesehen den meisten sogar noch einen Ticken besser gefiel, denn sie landete damit auf dem zweiten Rang!

  9. Malta Red Electrick – Jail Bail
    Auch Malta überraschte mit schickem Rock, den ich dem kleinen Land kaum zugetraut hätte. Den anderen gefiel’s ebenfalls, weshalb sich das Land den vierten Platz sichern konnte.

  10. Schweden Amanda Jenssen – Happyland
    Würde in Deutschland solche Musik aus den vielen unsäglichen Castingshows hervorgehen, dürfte es von mir aus noch viel mehr davon geben. Immerhin ist sowas in Schweden möglich, weshalb ich Amanda Jenssen noch knapp in meine Top 10 gewählt habe. Insgesamt konnte sie sich sogar über den sechsten Platz freuen.

Die verbliebenen Songs im Schnelldurchlauf

ganz gut

Diese Songs hatten teilweise noch leichte Chancen, in die Top 10 zu rutschen.

  • Portugal: The Gift – RGB
  • Serbien: Trovači – Paradies
  • Estland: Popidiot – Hanging on Friday
  • Türkei: Kurban – Yine
  • Italien: Linea 77 – Mi Vida
  • Polen: Leniwiec – Droga
  • Ukraine: Mad Heads XL – Смерека

ok

Die folgenden Songs sind für nebenbei mal ganz ok, aber nix für meinen Geschmack.

  • Irland: Royseven – Killer
  • San Marino: Miodio – Evoluzione Genetica
  • Spanien: Bebe – Me Fui
  • Ungarn: InScape – Come With Me

öde

Diese Songs hatte ich schon nach den ersten paar Takten mehr oder weniger abgeschrieben, weil sie entweder abgrundtief kitschig oder schlicht einen todlangweiligen Fließbandstil haben. Dass der britische Beitrag darunter ist, liegt bei mir übrigens nicht daran, dass ich ihn wegen seiner Bekanntheit runtergestuft hätte, wie es bei anderen den Anschein hat. Ich hab ihn im GSC zum ersten Mal gehört und ihn einfach mal so gar nicht gemocht.

  • Groß Brittanien: Hurts – Stay
  • Rumänien: Florin Chilian – Zece
  • Georgien: Eldrine – One More Day
  • Frankreich: Matt Pokora – Catch Me If You Can

Ohrenbluten

Die folgenden zwei Songs stellen für mich leider das absolut schlimmste dar, was man meinen Ohren so antun kann. Sorry an diejenigen, die sie vorgeschlagen haben. Damit kann man mich leider echt nur quälen.

  • Griechenland: BO & Kristina S – Kane me na trelatho
  • Österreich: Charlee – Boy Like You

Fazit

Wie man sieht, war der GSC für mich dieses Jahr eine wirklich ergiebige Veranstaltung mit vielen tollen Songs, einem annehmbaren Mittelfeld und nur wenigen Grausamkeiten. Insgesamt war die Auswahl dieses Jahr auch noch etwas toller als noch im vergangenen. Ich freue mich auf alle Fälle auf die hoffentlich 2012 stattfindende Fortsetzung, die dann vermutlich vom Sieger Kamil ausgetragen wird!

Kommentare

1

Hui, da hast du dir aber Mühe gegeben! Ich bin ganz froh, dass ich keine Reihenfolge erstellen musste. Naja, bei einigen Sachen war es klar, dass sie keine Punkte bekommen würden, aber sonst war wirklich einiges dabei, was man im Auge behalten sollte.

Hoffentlich wird es dann im nächsten Jahr in Polen genauso schön :)

geschrieben von juliaL49
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2

Witzig finde ich, dass sich unsere Top 3 quasi decken (natürlich konnten wir uns nicht selbst wählen, aber den jeweils anderen) und dass sich unsere Top 10 mit einer Ausnahme ebenfalls decken. Nicht in der Reihenfolge, aber in den Songs. Sehr cool, auf unseren Geschmack ist Verlass, würde ich sagen. Ich danke auch noch sehr für die 12 Punkte, die mir sicherlich zu meinem dritten Platz geholfen haben.

geschrieben von Kristin
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3

“10 Punkte” wollte ich natürlich sagen. m(

geschrieben von Kristin
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4

Danke für die Punkte. =) Ich fand es einfach angemessen, etwas ganz entgegengesetzt zur allgemeinen Marschrichtung vorzuschlagen, weil ich mir das auch jedes Jahr vom ESC erhoffe (wie Italien diesmal). ;-)

geschrieben von Dr. Borstel
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5

@juliaL49: Ja, ich denke schon, dass Kamil den Contest gut fort führen wird. Hoffentlich können wir den GSC noch ein paar Jahre aufrecht erhalten!

@Kristin: Japp, uns macht keiner was vor, würde ich sagen! ;) Und gern geschehen!

@Dr. Borstel: Ja, und man sieht ja auch, dass so etwas gewürdigt wird! :)

geschrieben von beetFreeQ
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