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Klassiker des Rock
White Rabbit / Somebody To Love

When the truth is found to be lies
and all the joy within you dies
don’t you want somebody to love?

One pill makes you larger
And one pill makes you small
And the ones that mother gives you
Don’t do anything at all

“White Rabbit” und “Somebody To Love” sind vermutlich die bekanntesten Songs von Jefferson Airplane. Nur wenige wissen allerdings, dass beide Stücke gar nicht im Original von Jefferson Airplane stammen. Ihren Ursprung nahmen sie in der Band The Great Society, in der Grace Slick 1966 sang. Ihr Schwager Darby Slick, ebenfalls Mitglied der Band, schrieb den Song “Someone To Love”[1], von ihr selbst stammte “White Rabbit”. Während sie mit eher kleinem Erfolg als Vorband für Jefferson Airplane spielten und deren eigentliche Sängerin Signe Toly Anderson als werdende Mutter ausschied, wechselte Grace kurzerhand die Band und nahm die beiden Songs mit. Während The Great Society damit ohne Sängerin da stand und sich auflöste, feierten Jefferson Airplane große Erfolge.

Wie immer habe ich einige interessante, aber vielleicht eher weniger bekannte Fakten sowie die Originale und einige tolle Coverversionen zu den Songs herausgesucht!

  • Der Rolling Stone listet beide Stücke in ihrer Liste der besten Songs aller Zeiten. Während “Somebody To Love” auf Platz 274 landete, erreichte “White Rabbit” die 483.
  • Songwriter Darby Slick kehrte der Musik nach dem Ende von The Great Society vorerst den Rücken und wanderte nach Indien aus. Dank des großen Erfolgs, den sein Song in der Version von Jefferson Airplane einfuhr, hatte er plötzlich ausgesorgt.
  • Unschwer zu erkennen handelt “White Rabbit” von Alice im Wunderland, vergleicht das Buch aber auch mit der Wirkung psychoaktiver Drogen, natürlich heutzutage eine offensichtliche Kombination. Damals schaffte der Song es so aber als erster, Drogenreferenzen an der Zensur vorbei in das Programm der großen Radiostationen zu schmuggeln.
  • Entgegen dem Namen “Someone To Love” sang Grace Slick bereits in der Originalversion von einem “Somebody”.
  • Beide Songs spielten eine große Rolle in “Fear And Loathing In Las Vegas”, zumal Hunter S. Thompson großer Fan der Band war. Außerdem diente “Somebody To Love” als metaphorischer Rahmen des Coen-Films “A Serious Man”.


[DirektHasenbau]

  1. The Great Society – Someone To Love
    Das um einiges entspanntere Original

  2. The Great Society – White Rabbit
    Sehr instrumentenlastige Originalversion des vor allem live von The Great Society zelebrierten Songs

  3. Jefferson Airplane – Somebody To Love
    Die rockigere, schnellerer Version, in der man den Song am besten kennt

  4. Jefferson Airplane – White Rabbit
    White Rabbit erfuhr von beiden Stücken die weit größere Umstrukturierung, ist in dieser zweiten Version aber zum Kult geworden

  5. The Ramones – Somebody To Love
    Die Ramones in ihrer Coverwut der 90er

  6. George Benson – White Rabbit
    Zwischen Funk und Easy Listening schwankende, skurrile Jazz-Version

  7. Jim Carrey – Somebody To Love
    Parodie des Songs aus dem Film “The Cable Guy”, die sogar als Single veröffentlicht wurde, aber ziemlich floppte

  8. Sanctuary – White Rabbit
    Sanctuary verpassten dem Song den typischen 80s-Metal-Anstrich

  9. Kasabian – Somebody To Love
    Bei einer Radio-1-Session spielten Kasabian diese Live-Version ein

  10. Blue Man Group feat. Esthero – White Rabbit
    Zu guter Letzt die tolle Version der Blue Man Group, die “White Rabbit” würdig modernisiert

  1. erst in der Version von Jefferson Airplane erhielt er seinen bekannteren Titel []

Kommentare

1

Bin ja ein grosser JA Verehrer aber dass wusste ich jetzt echt nicht, bei dir lernt man doch immer wieder etwas 😀

geschrieben von maloney8032
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2

Die Jim Carrey-Version ist eines meiner Lieblingscover.
Und Sanctuary (zum Großteil heute: Nevermore) sind natürlich auch großartig. Warrel Dane ist einer der besten Metalsänger überhaupt.

geschrieben von Fabian
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3

@maloney8032: Ich hab’s auch erst erfahren, als ich mir Wikipedia und andere Webseiten dazu durchgelesen habe. Ist aber immer ne schöne Möglichkeit, ein paar tollen Songs seinen Tribut zu zollen.

@Fabian: Ja, die Cover sind echt gelungen. Hätte auch nicht gedacht, dass man mit Metal die Atmosphäre von “White Rabbit” so reproduzieren kann.

geschrieben von beetFreeQ
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