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Rezension Sin Fang - Summer Echoes

We need to make something happen for ourselves.

Sindri Mar Sigfusson mag den Wandel. Nachdem er 2007 das Debut-Album seiner Band Seabear veröffentlichte, machte er sich kurz darauf als Sin Fang Bous selbstständig und legt nun mit einem Wort weniger im Namen sein zweites Solowerk nach. Aber nicht nur die Namen sind einem stetigen Wandel unterzogen, auch seine Musik entwickelt sich weiter. War der Vorgänger noch relativ unzugänglich, tauscht “Summer Echoes” ein wenig der Komplexität gegen Ohrwurmqualitäten ein. Die Musik wird aber nicht weniger spannend, bei all der Detailfülle, die in den Songs auf Entdeckung wartet.

Sin Fang wäre kein Isländer, wenn er nicht diese gewisse Verschrobenheit und Melancholie in seiner Musik transportieren würde, die für sein Land so typisch ist. “Summer Echoes” sorgt dabei aber eher für Wohlfühlstimmung statt Trübsal. Einflüsse von Iron & Wine, Múm oder Sigur Rós sind unverkennbar herauszuhören, aber Sigfusson legt noch eine Tonne eigenes Talent in die Waagschale und erschafft so seinen eigenen Klangkosmos zwischen zurückgenommenen Balladen und opulent instrumentierten Rocksongs.

Dem geneigten Hörer sei gesagt, dass sich die Schönheit des Albums nicht auf dem ersten Blick erschließt. Als ich vor einigen Wochen den ersten Hördurchlauf startete, blieb noch nicht viel hängen. Glücklicherweise gab ich dem Album die gebührende Zeit zu wachsen und habe es mittlerweile in mein Herz geschlossen. “Summer Echoes” ist unaufgeregter Folktronica-Pop für den gemütlichen Abend auf der Couch, wird aber sicher auch die eine oder andere laue Sommernacht beschallen.

Rating: ★★★★★★★★½☆ 

Anspieltipps: Because Of The Blood, Rituals, Always Everything, Slow Lights

Das Album erscheint am 04.03.2011 und ist u.a. auf Amazon zu haben.

Because Of Blood

Kommentare

1

Mein Review hatte ich schon vor einiger Zeit veröffentlicht und bin ähnlich angetan wie du. Ein schönes Album, das in voller Länge wohl besser funktioniert als einzeln, sonst würde ich Sindri auch fürs Projekt Hörsturz mal in Betracht ziehen.

geschrieben von Dr. Borstel
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2

@Dr. Borstel: Ja, die Promo für das Album flatterte ja schon im Januar herein. Hatte auch überlegt, die Rezi schon früher zu schreiben, dann aber gedacht, das wäre zu früh vor dem eigentlichen Release. Bin an sich auch ganz froh, dass ich gewartet hab, denn sonst hätte das Album vielleicht nicht so eine gute Wertung eingefahren.

Ich finde aber schon, dass sich die Songs fürs Projekt Hörsturz eignen würden. Ist ja nicht unbedingt ein Konzeptalbum. Wobei es bis auf die zwei Singles ja noch eher wenig davon frei im Netz zu hören gibt!

geschrieben von beetFreeQ
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Danger! Danger!
High Voltage!

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