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Projekt Hörsturz Rezension Runde 38

Während ich mich mittlerweile in vollen Zügen mit dem Redesign des Blogs beschäftige und dabei völlig auf die praktischen neuen Tags in HTML5 setze, brauche ich aber auch zwischendurch ein bisschen Abwechslung. Da kommen die Songs in der aktuellen Runde im Projekt Hörsturz gerade recht. Während das eigentliche neue Design sicher noch einige Wochen braucht, bis ich zufrieden bin und es hochladen werde, lasse ich mir mit der Musik natürlich nicht so lang Zeit. Meine Bewertungen und den Vorschlag für die nächste Runde gibt’s nach dem Klick!

Pflichtsongs

Royal Republic – Tommy-Gun

(von Kamil)
Das geht ja gleich ganz gut los. Schickes Video und der Song klingt wie ne Mischung aus den Trashmonkeys und Electric 6[1], was ja schon mal nichts schlechtes sein kann. So wirklich der Überknaller ist das nicht, lässt sich aber gut öfters hören.

Rating: ★★★★☆ 

Ektomorf – Last Fight

(von Sebastian)
Tja, so wird das aber nix. Da lässt das sphärische Intro auf tollen Post-Rock oder so hoffen und plötzlich setzt nichts als Metal-Lärm und Gegröhle ein. Generell kann mich das ja auch nicht abschrecken, aber so ein bisschen Melodie und Abwechslung wäre schon ganz nett. Da die aber nichts weiter machen als auf ihre Gitarren einzudreschen und nur selten mal den Akkord wechseln, kann ich dem Ding nicht so wirklich viel abgewinnen.

Rating: ★½☆☆☆ 

Jail Weddings – What Did You Do With My Gun?

(von JuliaL49)
Hmm, klingt ein wenig wie ein nicht so ganz geglückter Abklatsch der Veils. Als dann noch ein paar Sängerinnen mit einstimmen, ist’s leider völlig mit dem Gefallen vorbei. Aber zumindest bleibt die Erkenntnis, dass Julia sich ja teilweise doch nicht völlig von Blasinstrumenten abschrecken lässt!

Rating: ★½☆☆☆ 

Electric Six – Danger! High Voltage

(von Konna)
Ein Klassiker! Der Song ist so over the top cheesy, dass er einfach nur genial kommt – auf jeder Party, im Auto und auch sonst überall. Funfact, der den Song gleich noch genialer macht: Der “weibliche” Part wurde von Jack White von den White Stripes eingesungen! Das geniale Video tut da natürlich sein übriges, muss aber fairerweise aus der Bewertung außen vor bleiben. Mehr als 5 Punkte gehen ja aber eh nicht! Fazit: Bester Song den Konna je vorgeschlagen hat!

Rating: ★★★★★ 

Within Temptation – Faster

(von cimddwc)
Sag mal, wird die Band (die zugegebenermaßen in meinen Augen noch nie wirklich gut war) mit jedem Album mehr zur Schlagerband? Eine Nähe zu Roxette ist auch rauszuhören. Spielen die denn jetzt auch auf Schlagerfestivals statt in Wacken?

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Patent Ochsner – vohinger u vovor

(von Graval)
Mit Mundart hat man’s bei mir generell nicht leicht, erst recht nicht, wenn ich kein Wort verstehe. Da ich von dem vielleicht ja witzigen Text nicht wirklich was mitbekomme, muss ich mich an die Musik halten. Dummerweise hat die auch nix zu bieten. 0815-Standard-Rock mit passendem Gitarrensolo und sonst nix, was man nicht schon mal so gehört hat. Geht leider völlig an mir vorbei.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Týr – Ormurin Langi

(von Tenza)
Hmm, klingt mir wie ein zu lang geratenes Intro eines Metalsongs, dem dann der Metal abgegangen ist. Da wird leider reichlich uninspiriert vor sich hin geklampft. Ein wenig Songstruktur kommt dann zwar doch noch auf, allerdings kann mich die auch nicht wirklich mitreißen. Ist mir alles zu schleppend…

Rating: ★☆☆☆☆ 

Jeff Buckley – Nightmares By The Sea /a>

(von Fabian)
Glücklicherweise muss ich hier nicht auf die ehlend langsame Website zurückgreifen, wo ich das Album doch hier rumliegen hab. “Sketches For My Sweetheart The Drunk” war ja so eine posthum herausgebrachte Compilation mit für sein geplantes zweites Album aufgenommenen Songs des leider viel zu früh gestorbenen Künstlers. Leider ist auf diesem Doppel-Album auch so einiges eher mittelmäßiges drauf, wozu leider auch “Nightmares By The Sea” gehört! Dabei gibt’s – gerade auf dem Debutalbum – doch so geniale Songs des Sängers, die ihn zu der Legende gemacht haben, die er heute ist!

Rating: ★★★☆☆ 

Binärpilot – axxo

(von Mars)
So 8-bittiges wird ja auch so langsam etwas überstrapaziert. Da gibt’s viel Belangloses, aber eben auch so Perlen wie Binärpilot. War mir vorher zwar völlig unbekannt, aber der Song gefällt mir ausnahmslos gut. Weckt ordentlich Erinnerungen an viel zu oft wiederholte Levels in 2D-Shooter mit einfach nicht tot zu kriegenden Endgegnern.

Rating: ★★★★½ 

The Mae Shi – Pwnd

(von beetFreeQ)
Wo wir schon bei 8-bit sind… The Mae Shi bauen ja auch gern mal ein paar Retro-Synths in ihre Musik ein. Ihre auf den ersten Blick auf Spaß ausgelegte Musik ist aber weit mehr als einfache Partymusik, denn da steckt eine Dramaturgie hinter, die man im Indie-Zirkus selten findet. Erinnert etwas an Anathallo, wenn ich’s mir recht überlege – nur auf eine weit überdrehtere Art.

Rating: ★★★★★ 

2,65 Punkte sind im Vergleich zu meinen sonstigen Wertungen nicht wirklich viel. Diese Runde hatte zwar ihre Stärken, aber leider auch ordentlich belanglose Musik im Gepäck. Wie ich bei anderen aber schon lesen konnte, scheinen die Bonussongs diesmal besser weg zu kommen! Mal sehen ob das auch bei mir der Fall ist!

Bonussongs

Abney Park – Airship Pirate

(von Basti)
Steampunk als Genre für Games, Filme und Bücher mag ich ja sehr gern und finde es schade, dass dieses Genre so ein Nischendasein fristet. Musikalisch sind da auch oft viele Elemente vorhanden, die ich sehr mag, aber leider oft auch einige, die mir nicht so wirklich liegen, denn die unter Steampunk zusammengefasste Musik holt ihre Einflüsse oft gleichermaßen aus Cabaret, Gypsy, Industrial und Gothic, wovon der letzte Part nicht wirklich meine Wellenlänge ist. Das Problem hat leider auch Abney Park, die ja als das Aushängeschild des Genres gelten. Wären die Gothic/Electro-Einflüsse etwas kleiner, könnte mir das ja sehr gut gefallen. Aber für mich sind ja so Bands wie Kaizers Orchestra eh die viel besseren Steampunk-Musiker.

Rating: ★★★☆☆ 

Agua de Annique – Hey Okay

(von Heiko)
Hmm, entweder ist das ein Cover eines mir irgendwie bekannten Songs oder die so deja-vuigen Melodien sind nur ein Anzeichen, wie generisch und langweilig dieser Song ist…

Rating: ★☆☆☆☆ 

Billy Boyd – Edge of Night (Pippin’s Song)

(von Onkelosi)
Hmm, das dahinter stehende Gedicht, das im Film ja in einem anderen Zusammenhang zum Besten gegeben wird, als im zugrunde liegenden Buch, ist an sich ganz schön. Die Versongisierung durch Billy Boyd wirkt aber ohne den Film ziemlich öde. Wirkt nur, wenn man die entsprechenden Szenen dazu sieht – und nicht nur die, in der es gesungen wird.

Rating: ★★☆☆☆ 

Grouplove – Colours

(von Kristin)
Als ich den Song vor einiger Zeit als Song des Moments gebloggt hatte, wäre er mir wohl so 4 Punkte wert gewesen. Mittlerweile ist das Stück aber mit jedem Hören etwas gewachsen und gehört schon zu meinen Favoriten des noch jungen Jahres.

Rating: ★★★★★ 

Krezip – I would stay

(von Mausz)
Au weia. Kommerz-Schmalz galore.

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Loch Awe – The Ocean in Me

(von Dr. Borstel)
Oh, das erinnert ja mal stark an die Decemberists. Das ist aber definitiv kein schlechtes Zeichen, denn die Band macht ihren Job ziemlich gut. Etwas mehr Dramatik hätte dem Stück aber doch noch gut getan. Die Band werde ich mir aber mal merken.

Rating: ★★★★☆ 

Lykke Li – I Follow Rivers

(von Konzertheld)
So richtig warm werde ich mit der Lykke wohl nie. Klingt mir alles irgendwie doch zu gewollt. Kein Vergleich zu Fever Ray, die zudem auch die bei weitem bessere Stimme hat.

Rating: ★★☆☆☆ 

Metric – Black Sheep

(von maloney8032)
Ich fand ja, der einzige schlecht umgesetzte Part an der Verfilmung zu Scott Pilgrim war die Tatsache, dass die Musik von Sex Bob-Omb einfach genial war und die anderen Bands nicht wirklich mithalten konnten. Das Stück hier ist ein perfektes Beispiel, denn er driftet einfach zu viel in generischen Indie-Schmalz ab. Sex Bob-Omb rocken zumindest ordentlich!

Rating: ★★½☆☆ 

The Hoosiers – Choices (acoustic)

(von David)
Der Bandname kommt mir ja schon irgendwie bekannt vor, die Musik aber nicht wirklich. Hätte ich jetzt kein Video dazu, hätte ich anfangs ja direkt gedacht, da singe eine Frau. Davon ganz abgesehen kann der Song aber auch nicht wirklich überzeugen. Klingt irgendwie viel zu abgegriffen und generisch[2].

Rating: ★★☆☆☆ 

Mit insgesamt 2,53 Punkten für alle Songs im Schnitt kann ich leider nicht bestätigen, dass die Bonussongs nun besser sind, wo sie den Schnitt noch ein wenig weiter herunter reißen. Aber es kann ja nicht immer nur gute Runden geben. Außerdem steht in Runde 39 die lang erwartete Instrumental-Ausgabe an, in die ich und viele andere auch hohe Erwartungen haben.

Mein Vorschlag für Runde 39

Natürlich hab ich auch versucht, etwas ganz besonderes für diese Runde heraus zu suchen und das war nicht einfach. Ich habe einfach viel zu viel geniale Instrumentalmusik in meiner Sammlung, die jahrelang die Runden füllen könnte. Aber ich musste mich ja nun für einen einzelnen Song entscheiden. Und da ich eh schon lang mal wieder die genialen Red Snapper anbringen wollte, packe ich die Gelegenheit beim Schopf und werfe das göttliche “They’re Hanging Me Tonight” in den Ring. Sowas verstehe ich unter Gänsehautmusik! Man darf sich nur nicht vom cheesig-unpassenden Standbild-Video irritieren lassen.[3]

  1. Es kann kein Zufall sein, dass der Sänger so an Konna erinnert und der doch exakt in dieser Runde wieder mit einsteigt und entgegen seinen musikalischen Vorlieben Electric 6 vorschlägt 😉 []
  2. mein neues Lieblingswort für Meh-Musik []
  3. Die Version mit dem Plattencover war leider viel zu leise. []

Kommentare

1

Das ist Jack White? Ehrlich? Wie gut. 😀

Und Danke für – wieder mal – 5 Punkte. Hab gar nicht gesehen, dass Du den Song als Song des Moments gebloggt hast, hab ihn nur in Deiner Hype Machine gefunden.

geschrieben von Kristin
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2

@Kristin: Jo, ist ja auch kein Problem! Freue mich, dir wieder eine Band näher gebracht zu haben! 🙂

geschrieben von beetFreeQ
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3

Ich liebe den Scott-Pilgrim-Soundtrack. VOR ALLEM Black Sheep 😀

geschrieben von Moritz
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4

@Moritz: Ja Black Sheep ist auch mein absoluter Favorit neben “Treshold” und “Its Getting Boring By the Sea”.

geschrieben von maloney8032
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5

@Moritz & @maloney8032: Metric sind ja generell wohl ziemlich beliebt. Ich kann dem Song und der Band aber leider nicht so viel abgewinnen. Wäre ja aber auch langweilig, wenn jedem das Gleiche gefallen würde! 😉

geschrieben von beetFreeQ
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