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Top Of The Blogs 2010
beety's Top 10 Alben 2010


Heute soll’s soweit sein. Auf diversen deutschen Blogs, die sich in irgend einer Art und Weise mit Musik beschäftigen, gehen heute um 14 Uhr die Top Of The Blogs, also die jeweils zehn liebsten Alben des Jahres der einzelnen Blogger online. Letzes Jahr hebe ich die Aktion leider verpasst, dieses Jahr bin ich aber dabei. Nachdem ich die vergangenen Tage schon die Plätze 30-21 und 20-11 gekürt habe, geht es heute an die Top 10. Die Wahl ist wirklich schwer gefallen, denn 2010 war ein wunderbares Musikjahr. Auch auf die Gefahr hin, dass ich die tollsten Alben des Jahres vielleicht noch gar nicht kenne, stehen sie hiermit nun fest, meine persönlichen Lieblingsscheiben!

10 – Menomena – Mines

Mit ihren frickeligen Rock gehören die Alben von Menomena ja immer ein wenig zu den erst nach und nach ins Ohr wachsenden. Einige Hördurchläufe habe ich zwar gebraucht, aber mittlerweile will ich das Album nicht mehr missen und es gehört zu Recht in meine Top 10.

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09 – Jamie Lidell – Compass

Soul und Funk sind Genres, die ich in den letzten Jahren nur noch selten an mein Ohr gelassen habe. Moderne Vertreter dieser Gattung haben es bei mir aber sowieso schwer, denn viel zu viel Pathos und Schmalz wird da oft verbraten. Ganz anders bei Jamie Lidell, der seine tolle Interpretation der Genres zielsicher auf dem Warp-Label platzierte. So muss das immer schon experimentierfreudige Genre heutzutage klingen!

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08 – Wolf People – Steeple

Noch so eine fast vergessene Musikrichtung. Progressive Rock, wie man ihn noch in den 70ern zelebrierte, hört man von aktuellen Bands nur noch selten und wenn, dann wirkt das oft nur wie ein lahmer Abklatsch. Wolf People stellen ihre Inspiration zwar auch deutlich zur Schau, hauen dabei aber derart tolle Songs heraus, dass man sehr gern auf den Retro-Zug mit aufspringt.

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07 – Caribou – Swim

Nach dem sehr psychedelisch rockenden Vorgänger “Andorra” krempelte Caribou seinen Stil erneut völlig um und macht nun in seltsam holprig, organische Elektronik. Das daraus entstandene Album ist ein wunderbares Werk, das gerade durch seine Hoplrigkeit einen ganz eigenen Charme entwickelt.

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06 – Yeasayer – Odd Blood

Schon ganz zu Beginn des Jahres erschien mit “Odd Blood” eins der ganz großen Alben des Jahres: Psychedelischer Pop mit viel Experimentierfreude und gnadenlos guten Melodien, die auch nach einem Jahr ständigen Hörens noch nicht abnutzen.

http://vimeo.com/14012549

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05 – Jaga Jazzist – One-Armed Bandit

Ein Glück, dass ich noch recht kurzfristig mitbekommen hatte, dass Jaga Jazzist dieses Jahr ein neues Album auf die Welt losließen. Man mag ihren Stil fast Progressive Post-Jazz nennen, aber Schubladen sind vollkommen egal, wenn man sich erst mal in die genialen instrumentalen Klanggemälde zu Gemüte führt und nach und nach die Anspielungen und Verneigungen vor allerlei Jazz-Größen entdeckt. Ein Album für Genießer!

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04 – The Dead Weather – Sea Of Cowards

Jack White hat einfach ein goldenes Händchen. So ziemlich jedes Projekt, das er anleiert, wird zu etwas ganz besonderem und klingt trotz seiner unverkennbaren Handschrift wieder völlig eigenständig. Das überraschend schnell nachgeschobene Zweitwerk seiner Supergroup ist dementsprechend alles andere als ein Schnellschuss und gleich noch einen Ticken besser als der schon tolle Vorgänger, was nicht zuletzt auch wieder an der genialen Allison Mosshart liegt.

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03 – Gonjasufi – A Sufi And A Killer

Warp war dieses Jahr wieder eine wahre Fundgrube an genialer Musik. Die ungeschliffenen Lofi-Collagen des Gonjasufi sind da schon fast das Sahnehäubchen, zumindest, wenn man auf derart kauzige Musik steht. Er soll aber nicht der einzige Warp-Schützling der Top 3 bleiben…

http://www.youtube.com/watch?v=wTUgiY8cenQ

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02 – PVT – Church With No Magic

Das in meinen Augen beste Album des Warp-Labels in diesem Jahr ist ganz klar die geniale Math-Rock Odyssee von PVT, die hiermit ihre Vergangenheit als Pivot locker in den Schatten stellen und ein wirklich großes Stück Musik ablieferten.

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01 – These New Puritans – Hidden

Ein ganz ähnliches Feld wie PVT haben These New Puritans mit ihrem Koloss von einem Konzeptalbum namens “Hidden” bearbeitet. Bewaffnet mit eine Brigade Taiko-Drums, einem Bläser-Ensemble, Chören und Film-Soundeffekten spielten sie ein episches Werk um Krieg und Frieden ein, das wirklich einzig- und großartig ist. Ich kann mich einfach nicht dran satt hören!

http://vimeo.com/8005591

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Creative Commons License photo credit: Hryck

Kommentare

1

“Odd Blood” habe ich mir nicht angehört, weil “Ambling Alp” und die ein zwei weiteren Songs des Albums, die ich kenne, einfach ziemlich langweilig klangen im Vergleich mit so großartigen Songs wie “2080”. “Madder Red” allerdings ist ja phantastisch! Und das Video erst, ganz groß. Der Rest deiner Top 10 trifft leider nicht unbedingt meinen Geschmack, aber immerhin etwas!

geschrieben von Dr. Borstel
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2

Caribou konnte mich nicht vollständig überzeugen und bei den Puritans bin ich auch noch etwas unschlüssig. Beim ersten Hören fehlte mir der Kick.

Dead weather hatte ich irgendwie überhaupt nicht im Fokus und PVT muß ich mir unbedingt anhören.

geschrieben von Postpunk
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3

Ah prima, Deine Top 10 höre ich mir in jedem Fall an, sofern ich die Sachen noch nicht kenne. 😉

geschrieben von Kristin
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4

@Dr. Borstel: Naja, die Songs auf “Odd Blood” sind schon ein ziemlicher Stilwechsel zum ebenfalls tollen Vorgänger, aber langweilig finde ich darauf keinen einzigen Song!

@Postpunk: Für mich gab’s sofort den Kick, was aber vielleicht auch dran lag, dass mir beide Bands vorher nur so nebenbei über den Weg liefen und ich sie mit den Alben an sich erst so richtig gut kennen gelernt habe.

@Kristin: Machste eigentlich auch ne Bestenliste auf deinem Blog? Würde mich auch ziemlich interessieren!

geschrieben von beetFreeQ
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5

beetFreeQ, eigentlich hatte ich das vor. Aber dann ist mir zu meinem Schrecken aufgefallen, dass ich dieses Jahr so viel mit Games verbracht habe, dass ich kaum Musik gehört habe. Und wenn, dann nur den Kram von ‘früher’ und Menomena und Joanna Newsom. Das war’s schon fast. Und dementsprechend wäre es nicht fair, Alben in eine Top 10 zu packen, die ich zwar gehört, aber unter normalen Umständen wohl niemals darein gepackt hätte.

Nächstes Jahr wird wieder anders, ich versprech’s. 🙂

geschrieben von Kristin
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6

So, hier bin ich mit’m Hören durch. Feedback: 8/10 sehr dufte. 3/10 hatte ich bereits. 2/10 (Lidell, Yeasayer) begeistern mich weniger.

Und Dein Geschmack bestätigt mich hier wieder, dass ich Dir mal eine Band außerhalb des Projekts vorstellen muss, falls Du sie denn noch nicht kennst.

geschrieben von Kristin
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7

@Kristin: Bei Yeasayer hätte ich ja schon gedacht, dass du sie mögen würdest. Hör dir aber vorsichtshalber mal das Vorgänger-Album an – da haben sie noch nen etwas anderen Stil, der dir mehr liegen könnte.

Und mit Empfehlungen darfste mich gern zuschmeißen. Bin immer für neues zu haben! 🙂

geschrieben von beetFreeQ
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[…] sich so einige wirklich interessante Blogs befinden, die ich sonst nicht kennengelernt hätte! Meine eigene Top 10 findet sich an sich gar nicht so unerwartet kaum in den Gesamtcharts wieder. Lediglich […]

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