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Projekt Hörsturz
Rezension Runde 35

Wir haben schon Runde 35 im Projekt Hörsturz und mir gelingt es immer noch, einen Einleitungstext zu schreiben, ohne mich ständig zu wiederholen. Das wird allerdings immer schwerer, wie man merkt, wo ich schon drauf zurückgreifen muss, über genau so was zu schreiben. Aber die Musik ist ja eh die Haupt-Attraktion. Liest überhaupt wer diese Einleitung? Egal, kommen wir zu meinen Bewertungen dieser abwechslungsreichen Runde!

Pflichtsongs

IAMX – Kiss And Swallow (Moonbootica Remix)

(von Fabian)
IAMX hab ich ja mal ne Weile sehr gern gehört. Dann hab ich aber irgendwann das Interesse verloren und hör nur selten noch rein. “Kiss And Swallow” kenne ich im Original, dieser Remix war mir aber unbekannt. Im direkten Vergleich ist das Original besser, Moonbootica verhunzen den Song aber auch nicht wirklich. Kann man nehmen!

Rating: ★★★½☆ 

Muse – United States Of Eurasia (+ Collateral Damage)

(von Dany)
Ah, Muse. Die Jungs haben mich ja mit ihrem letzten Album leider ein wenig enttäuscht, waren doch zum ersten Mal wirklich grauslig schlechte Songs drauf! Zum Glück aber auch eins ihrer besten, was sich da “United States Of Eurasia” nennt[1]! Ob es nun eine bewusste Queen/Led Zeppelin-Hommage ist, bleibt wohl ungeklärt. Auf alle Fälle haben sie das Zeug dazu, es mit beiden Vorbildern aufzunehmen! Großer Klassiker!

Rating: ★★★★★ 

Peter Gabriel – The Book of Love

(von Steve)
Ach herrje… – der gute Peter Gabriel hat ja an sich was drauf. Schon seine Zeit bei Genesis war großartig, vieles seiner Solowerke auch. Dieses doch ziemlich schmalzige Cover eines im Original allerdings noch schmalzigeren Songs hätte er sich aber doch sparen können…

Rating: ★½☆☆☆ 

Rotary Ten – Itchy Feet

(von JuliaL49)
Gefälliger Indie-Rock schallt an mein Ohr. Hatten wir ja auch in letzter Zeit nicht mehr so oft. So wirklich was Besonderes ist das Stück hier aber nicht. Ganz nett für zwischendurch, aber irgendwie nichts, was mich wirklich bewegt!

Rating: ★★★☆☆ 

Kanye West – Lost In The World

(von David)
Ich weiß ja, dass der Kerl weit mehr drauf hat, als öden R&B/Hip Hop, aber meinen Geschmack trifft er dennoch nicht. Zumal dieser Song sich beispielsweise zwar erst schön interessant und komplex anhört, sich dann aber doch als Sammlung an Versatzstücken aus verschiedensten abgegriffenen Stilen und teils Songschnipseln entpuppt. Passt mir irgendwie alles nicht wirklich zusammen!

Rating: ★★☆☆☆ 

Afraid of Stairs – Not Today

(von Dr. Borstel)
Shoegaze kann ja sehr schöne Musik sein, manchmal aber auch etwas anstrengend schrammelig. Das hier gefällt mir zwar schon ganz gut, der Kick fehlt aber noch. Da müssen noch ein paar weitere Songs der Band her!

Rating: ★★★½☆ 

Eight Legs – Vicious

(von Basti)
Ah, die Jungs kenn ich. Hatte ich mal bei ihrem Debut kurzzeitig mit ein zwei Songs auf dem Plan, dann aber doch wieder aus den Augen verloren. Mittlerweile gehen mir Bands in diesem Stil aber doch so langsam etwas auf den Senkel. Das ist so ein wirklich typischer Indie-Stil angefangen vom Dialekt über die Gitarren bis zu den Drums, wie ihn leider schon viel zu viele Bands gespielt haben. Da bleib ich doch lieber bei den Rakes und den Futureheads…

Rating: ★★½☆☆ 

Irie Révoltés – Travailler

(von Tenza)
OK, französisch-sprachigen Dancehall-Punk-Hop aus Deutschland gibt’s auch nicht alle Tage, wobei Musik mit jamaikanischen Einflüssen hierzulande ja wieder überraschend auf dem Vormarsch ist, wenn ich mir das so anschaue. Klingt ganz nett, will mir stilistisch dann aber doch wieder nicht so sehr gefallen. Live könnte das aber durchaus Laune machen!

Rating: ★★★☆☆ 

Poets & Pornstars – Rock ‘n Roll

(von Nummer Neun)
Oha, Rock & Roll/Hard Rock, der sich nicht schämt, die ganz große Klischee-Keule zu schwingen. Muss an sich nichts schlechtes sein, wenn es denn mitreißen kann. Das verfehlt dieser Song dann aber leider bei mir. Der Gesang gefällt mir nicht, die Gitarren sind mir einen Tick zu lahm und so wirklich ein Aha-Erlebnis bleibt auch aus. Muss nicht sein!

Rating: ★★☆☆☆ 

Gentle Giant – Raconteur, Troubadour

(von maloney8032)
Ein wenig schneller ist Grooveshark ja geworden, seitdem sie nicht mehr vollständig auf Flash setzen. Aber das soll hier gar nicht Thema sein! Maloney hat zu seinem Einstand eine der wunderbarsten Prog-Rock-Bands mitgebracht, die man in den 70ern so finden konnte. Leider sind die Jungs nie so groß geworden wie Genesis und Konsorten, machen allerdings die bessere Musik. Wirklich großartig komplexe Arrangements und Melodien. “Raconteur, Troubadour” ist zudem noch eines der besten Stücke aus ihrem besten Album “Octopus”. Absolut göttlich! Nur “Knots” ist noch einen Ticken genialer!

Rating: ★★★★★ 

Mit 3,1 Punkten ist das zwar eine überdurchschnittlich gute Runde, eine tolle Neuentdeckung fehlt mir aber dennoch. Zumindest gab’s auch keine Totalausfälle. Mal sehen, ob die Bonussongs von dem einen oder anderen Extrem ein Exemplar aufzuweisen haben!

Bonussongs

Au Revoir Simone – Dark Halls

(von LemonHead)
Namentlich waren mir die Mädels schon ein Begriff, musikalisch irgendwie nicht. Gefällige Musik, die mich aber auch nicht wirklich packt…

Rating: ★★★☆☆ 

Badly Drawn Boy – Something To Talk About

(von Graval)
“About A Boy” hab ich ja auch lang nicht gesehen. Damals hat mich der Film ja zu einem ziemlichen Fan vom Badly Drawn Boy gemacht. Mittlerweile ist das weniger geworden. “Something To Talk About” ist aber einer der immer wieder gern gehörten Klassiker.

Rating: ★★★★½ 

Bo Burnham – Rant

(von Khitos)
Musikalisch nicht so dolle, aber das ist wohl auch Absicht. Textlich ist’s dagegen auf den Punkt!

Rating: ★★★½☆ 

Diorama – Das Meer

(von Fini)
Schnarch…

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Herrenmagazin – Krieg

(von Heiko)
Nicht besonders toll, aber auch nicht wirklich schlecht…

Rating: ★★½☆☆ 

Jonathan Coulton – I Feel Fantastic

(von Konzertheld)
Hmm, fällt nir gar nix zu ein. Ganz ok…

Rating: ★★½☆☆ 

Monster Magnet – Gods and Punks

(von cimddwc)
Stoner Rock mag ich an sich ja. Monster Magnet haben mich aber noch nie wirklich angesprochen. OK für zwischendurch.

Rating: ★★½☆☆ 

Parenthetical Girls – Young Throats

(von Kristin)
Wenn Kristin eine Band vorschlägt, von der ich nie zuvor etwas gehört hab, ist das meistens ein sehr gutes Zeichen. Das bestätigt sich auch bei den Parenthetical Girls. Muss ich unbedingt mehr von haben!

Rating: ★★★★★ 

XTC – Scissor Man

(von beetFreeQ)
Wer meint, das hier wäre besser in der kommenden WTF-Runde aufgehoben, kennt meinen Vorschlag noch nicht! 😉

Rating: ★★★★★ 

Das ergibt insgesamt 3,13 Punkte und steigert die Wertung der Pflichtsongs damit sogar noch ein wenig. Beide Extreme waren auch vorhanden – so muss das sein!

Mein Vorschlag für Runde 36

Runde 36 ist wieder mal eine Bonusrunde, die sich sogar netterweise um das von mir vorgeschlagene Thema “WTF” dreht, soll heißen Songs, die man selbst liebt, die bei anderen aber eher verwirrtes Kopfschütteln auslösen! Da kann ich ja aus dem Vollen schöpfen, wo ich bei vielem was ich so höre oft schief angeguckt werde. Da ich es hier im Projekt Hörsturz mit einigen erfahrenen Musikhörern zu tun habe, muss ich aber dann doch etwas tiefer in die Trickkiste greifen! Ich präsentiere: Igorrr mit “Tendon”! Eine Mischung aus Breakbeats, Metal, Klassik, Jazz, Kammermusik, Country und wer weiß was sonst noch! Ich bin gespannt, wem so alles die Ohren explodieren werden – Schadensersatzansprüche können aber nicht geltend gemacht werden! 😉

  1. “Collateral Damage” ist ja selbst nur eine Interpretation eines Stücks von Chopin []

Kommentare

1

Cooler Vorschlag, hab mal die erste Minute gehört 😀
Bei dem Thema WTF kann man ja auch wirklich fast alles nehmen, was nur etwas “anders” ist oO..

geschrieben von Khitos
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2

Yay, Du magst meinen Vorschlag. Dann hab ich ja wieder mal alles richtig gemacht. :)

Freut mich. Empfehle die aktuellen EPs und die Vorgängerplatte. Und live sind die auch wunderbar.

geschrieben von Kristin
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3

Kommentar editieren geht nicht mehr, oder? Ich wollte nur noch sagen, dass die ein tolles Cover von Windmills of your Mind gemacht haben. Zu finden auf dem letzten Album ‘Entanglements’. http://www.youtube.com/watch?v=HIGG0OytSg0

geschrieben von Kristin
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4

Bin immer wieder fasziniert von der Vielfalt deiner Genre-Bezeichnungen. Dancehall-Punk-Hop ist super, auf solche Begriffe würde ich nie kommen… Oo Irie Révoltés sind live übrigens unglaublich, da ist die Hölle los! 😀

geschrieben von Konzertheld
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5

Ich höre lieber noch nicht rein, sondern freue mich lieber auf die geballte WTF-Power nächste Woche. 😉

geschrieben von Dr. Borstel
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6

@Khitos: Ja, das Thema ist sehr weit gefasst. Ich hab’s ja glücklicherweise noch ein wenig weiter konkretisiert!

@Kristin: Japp, hast du! Und danke für die Tipps. Hab mir schon das 2008er Album besorgt und bin begeistert!

@Kristin: Ne, die Funktion hab ich nach diversen Problemen dann endgültig abgeschaltet. Doppel-Kommentare stören mich auch echt nicht. Aber vielleicht baue ich sogar mal ne eigene Funktion ein.

Das Cover war mir schon beim ersten Hören des Albums aufgefallen! Wirklich toll. Das wird sicher demnächst mal mit in einem Origins-Beitrag auftauchen! 😉

@Konzertheld: Hehe, danke! Ich halte ja an sich nicht zu viel von Schubladen, aber um Musik zu beschreiben und ein wenig passend zusammenzufassen, müssen die eben doch sein und da baue ich unbewusst oft so Genre-Konstrukte zusammen, die an sich gar nicht existieren! 😀

@Dr. Borstel: Ja, da freue ich mich auch schon sehr drauf!

geschrieben von beetFreeQ
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7

@Sharron Clemons: Die ist aber schon online :)

geschrieben von Graval
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8

@Graval: Die liebe Sharon war scheinbar einer dieser Spambots, die Kommentare anderer Leute kopieren, um nicht im Filter zu landen. Der Wortlaut war der selbe wie von Dr. Borstel, was auch erklärt, dass “sie” nichts von der nächsten Runde mitbekommen hat 😉 – hab den Kommentar also mal in den Spam verfrachtet!

geschrieben von beetFreeQ
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