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Fallout New Vegas

Ain’t that a kick in the head?”

Lange habe ich auf das Erscheinen dieses Spiels gewartet und lange habe ich es genossen. Etwa 90 Stunden habe ich nun in Fallout New Vegas verbracht und es dabei erst ein Mal durchgespielt. Ein gutes Zeichen. Aber wie schlägt es sich im Vergleich zu Fallout 3 oder gar den unantastbaren ersten beiden Spielen?

Obsidian hat nichts anbrennen lassen, als sie von Bethesda die Auftragsarbeit bekamen, den neuen Teil der Fallout-Saga zu entwickeln. Gespickt mit mehreren Entwicklern der originalen Fallout-Teile nahmen sie sich die Engine und Stärken des dritten Spiels und verbanden sie mit einigen in Fallout 3 schmerzlich vermissten Elementen aus den ersten beiden Games. Dabei konnten sie sogar einiges aus den Konzepten des ursprünglich von Interplay begonnenen dritten Fallout unter dem Arbeitstitel “Van Buren” übernehmen.

Sicher, die Grafik ist nicht mehr taufrisch, das Spiel ist alles andere als bugfrei und die eigentliche Hauptstory um einen Courier, der einen mysteriösen Casino-Chip nach Vegas bringen sollte und dabei zwischen die Fronten gerät. ist eher so mittelmäßig. Wenn man aber die ersten Schritte als namenloser Courier im Mojave Wasteland gemacht hat, die ersten Entscheidungen getroffen hat und sich vom Weg hat abdriften lassen, will dieses Spiel so schnell nicht wieder weglegen.

Mehr noch als in Fallout 3 ist die eigentliche Stärke des Games die großartige Freiheit, die man als Spieler genießt. Man kann genauso alles und jeden abballern, wie man fast ohne einen Kampf bestehen zu müssen das Spiel beenden kann. Hilft man den einen, stört es die anderen, selbst die beste Entscheidung kann ihre Kehrseiten haben. Zu jedem Problem gibt es mehrere Lösungen und niemand zwingt dich, Dinge zu tun oder sie zu lassen. Dabei erlebt man unzählige kleine Storys die viel spannender, bewegender, interessanter und vor allem witziger sind, als das was die meisten RPGs in ihren oft stiefmütterlich behandelten Nebenquests so zustande bringen.

Im direkten Vergleich zu Fallout 3 muss ich sagen, dass New Vegas zwar das bessere Spiel ist, ich aus beiden Spielen aber vergleichbar tolle Erlebnisse mitnehme. Dagegen bin ich aber überglücklich, dass Obsidian wieder mehr Augenmerk auf das Ende des Spiels gelegt hat und zu fast jeder Fraktion und wichtigen Person ein eigenes Ende parat hat, je nachdem wie man als Spieler mit ihnen umgegangen ist. Das Fehlen eben dieser Details war einer der größten Minuspunkte im dritten Teil.

Ich könnte hier noch lange auf diverse Neuerungen im Spiel, die Bugs, Vor- und Nachteile zu den Vorgängern etc. hinweisen, verweise aber lieber auf die vielen Reviews zu dem Game, die in Magazinen und Spiele-Webseiten zu finden sind. Wer nach einem Spiel sucht, das mit einer tiefgreifenden, epischen Hauptstory aufwartet und filmreif inszeniert ist, wird bei Fallout New Vegas an der falschen Adresse sein. Wer aber Wert darauf legt, in einer riesigen Welt seine eigenen Entscheidungen zu treffen und dabei viele kleine Geschichten zu erleben, dem sei das Spiel wärmstens ans Herz gelegt!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Das Spiel auf Amazon: PC / Xbox 360 / PS3

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