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Projekt Hörsturz
Rezension Runde 34

Weiter geht’s im Projekt Hörsturz in Runde 34. Diese Runde finde ich besonders spannend, denn es wurden diesmal wirklich ungewöhnlich viele Songs vorgeschlagen, die mir beim kurzen Vorhören zum Start der Runde (ich muss ja sicher stellen, dass auch alle Links noch funktionieren) als interessant im Ohr hängen geblieben sind. Mal sehen, ob die vollen Songs diesen ersten Eindruck bestätigen werden!

Pflichtsongs

Sonalp – Wiesel

(von Graval)
Der Anfang klingt etwas nach Amateur-Irish-Folk/Punk-Band, doch dann setzen plötzlich die Jodler ein. Glücklicherweise sind das keine typischen “Hitparade der Volksmusik”-Jodler, was den Song ziemlich spannend macht. Leider ist das Ding aber dann doch etwas zu unausgegoren für meinen Geschmack. Hätte eindeutig straffer sein können und an der Produktion könnte man auch definitiv noch feilen. Die Jungs sollte man aber mal im Auge behalten, denn sowas hört man selten!

Rating: ★★★☆☆ 

Clann Zú – All That You’ve Ever Known

(von Kristin)
Sphärischer Anfang, der nur ganz langsam in Fahrt kommt, dann aber erst mal einen kleinen Minuspunkt durch das etwas abgegriffene Drum-Sample von mir bekommen. Kurz darauf setzen weitere Instrumente ein und ein für den Anfang gewöhnungsbedürftiger, aber immer weiter wachsender Gesang erreicht mein Ohr. Gegen Ende kommt dann der irische Einschlag der Australier durch, der wirklich gefallen kann. Insgesamt nicht unbedingt der tollste Song, macht aber definitiv neugierig, was die Band sonst noch so gemacht hat!

Rating: ★★★½☆ 

Betty Steeles – Where Are You

(von Khitos)
Sehr minimalistischer Anfang und dann gleich eine Stimme, die sehr an Joanna Newsom erinnert. Viel mehr gibt’s in dem sehr kurzen Song dann auch nicht zu entdecken. Eine Melodie, die recht knapp am Schmalz vorbeirutscht macht’s mir dann doch etwas schwer, den Song wirklich zu mögen. Macht irgendwie nicht klick!

Rating: ★★½☆☆ 

Die Goldenen Zitronen – Bloss weil ich friere

(von dehkah)
Ich war ja anfangs nicht so ganz sicher, was ich von diesem Song halten sollte. Die Goldenen Zitronen sind bisher eh immer an mir vorbeigegangen. Der Text ist aber echt mal großartig. So schön durchgedreht aber dabei trotzdem sehr sympathisch. Musikalisch wird auch sehr spannendes geboten, was mir den Song doch noch sehr schmackhaft macht! Ich sollte mich doch noch mal ein wenig näher mit den Jungs befassen.

Rating: ★★★★½ 

Shahrukh Khan & Preity Zinta – Pretty Woman

(von Onkelosi)
So langsam ist’s echt nicht mehr witzig… Ich befürchte ja mittlerweile, Onkelosi mag den ganzen Kram, den er so vorschlägt wirklich. 😉 Und ich weiß nach nach Lesen des Namens seiner Band für die nächste Runde sogar schon, dass der Song genau so viele Punkte bei mir absahnen wird…

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Vampire Weekend – Cousins

(von DerGraf)
Hach ja, sehr schöner Song, tolles Video! Zwar hat das Ding ein wenig den bitteren Beigeschmack, dass der Rest des Albums nach dem grandiosen Debut leider eher mittelmäßig ausfiel, aber “Cousins” ist dennoch ein absolut grandioses Stück Musik!

Rating: ★★★★★ 

Mumford & Sons – Little Lion Man (Bookshop Sessions)

(von David)
Ein Bandname, der mir schon mal über den Weg lief, mir aber bisher nie musikalisch begegnete. Hier gibt’s eine sehr interessante Akustik-Session zu hören, die mich vor allem gesanglich stark an Friska Viljor erinnert, was ja kein schlechtes Zeichen ist. Die Band muss ich mir mal merken!

Rating: ★★★★½ 

Jamie Lidell – Game for Fools

(von Paula)
Den Jamie hatten wir ja schon mal, allerdings mit einer aktuelleren Nummer, die ich vorschlug. Insgesamt mag ich sein aktuelles Album auch viel lieber als die doch teils arg schmalzigen älteren Sachen. “Game For Fools” gehört aber zu den besseren Songs aus dieser Zeit. Das Stück strahlt irgendwie eine schön wohlige Wärme aus.

Rating: ★★★★☆ 

Ben Folds & Nick Hornby – Belinda

(von JuliaL49)
Ben Folds halte ich ja generell für einen ziemlich überbewerteten Musiker. So wirklich viel konnte ich aus seiner Musik bisher nicht rausholen. Da hilft auch nicht viel, dass Nick Hornby, dessen Romane ich sehr gern mag, diesen Song geschrieben hat. Wenn der musikalische Unterbau bis auf ein paar Instrumentalpassagen langweilig ist und von einer kantenlosen Stimme vorgetragen wird, kann auch der beste Text nix mehr retten, zumal wir es hier auch noch mit einer klanglich mauen Publikumsaufnahme zu tun haben…

Rating: ★★☆☆☆ 

Jaga Jazzist – One Armed Bandit

(von beetFreeQ)
Eine Offenbarung, nicht nur dieser Song, sondern das ganze Album. Ich bin froh, dass ich doch noch rechtzeitig vor meiner Jahreshitliste über dieses an sich schon Anfang 2010 erschienene Album gestolpert bin, wo ich die Band ja an sich schon länger kenne und liebe. Aber so ist das, wenn man so viele Bands mag! Man kann nicht mehr so leicht jede Albumveröffentlichung verfolgen!

Rating: ★★★★★ 

Mit 3,4 Punkten eine trotz Rohrkrepierer in der Mitte doch sehr ergiebige Runde! Hoffen wir, dass die Bonussongs, die ich diesmal wirklich nur sehr knapp bewerten werde, da anschließen können!

Bonussongs

Arcade Fire – Neon Bible

(von kasumi)
Das Debut-Album der Jungs habe ich geliebt, die folgenden konnten mich dagegen nie vollends überzeugen. Dennoch ein schicker Song, der mich das Album vielleicht doch mal wieder hervorholen lässt!

Rating: ★★★★☆ 

Black Sabbath – Heaven and Hell

(von Tenza)
Ich hab’s ja versucht, aber bis auf ein paar der Klassiker, konnten mich höchstens noch die Ausflüge der Band in den Psychedelic Rock überraschen und überzeugen. “Heaven And Hell” ist für mich nicht viel mehr als ein recht langweiliger und dafür viel zu langer Rocksong…

Rating: ★★☆☆☆ 

Broadcast 2000 – Rouse Your Bones

(von Dany)
Ah, die Band, die es so schwer macht, Infos zu Musik der Band “Broadcast” ohne die 2000 zu finden! Indiepop erreicht meine Ohren und sorgt für gute Laune. Ich glaube, ich sollte mir doch mehr von den Songs der Band anhören, wenn ich eigentlich auf der Suche nach den Namensvettern bin.

Rating: ★★★★☆ 

Clinic – I’m Aware

(von endgueltig)
Eigentlich haben Clinic ja einen ganz tollen Stil. Dummerweise ist der von Album zu Album irgendwie doch etwas ermüdend geworden. Kann nicht mehr so mitreißen wie früher…

Rating: ★★★½☆ 

Guided By Voices – Hold On Hope

(von Steve)
Der Anfang sagt mir schon, dass wir es hier mit ziemlich austauschbarem, Soft-Alternative-Rock zu tun bekommen und der Rest des Songs bestätigt das. Kann man als Hintergrundgedudel anhören, mehr aber auch nicht…

Rating: ★★☆☆☆ 

Krokus – Drive It In

(von cimddwc)
Die Kombination aus Bandname und vorschlagendem lässt schon während des Ladens von Grooveshark erahnen, was mich erwartet. Etwas weniger Metal und mehr Dicke-Eier-Hard-Rock isses dann doch geworden. Klingt mir aber doch nur wie AC/DC für Arme – und selbst die mag ich nur in sehr geringen Dosen…

Rating: ★½☆☆☆ 

Lykke Li – Complaint Department

(von Konzertheld)
Ich weiß ja, dass die Gute ganz schicke Songs schreibt und dass “Complaint Department” ihr großer Hit war, aber irgendwie geht er mir heute eher auf die Nerven als mir wirklich zu gefallen. Ist so ein Fall für die richtige Stimmung!

Rating: ★★★☆☆ 

Soul Demise – The Tempest

(von Fini)
Hmm, dröhnende Gitarren, High-Speed-Geknüpple und Gröhlgesang. Nix, was die Band irgendwie interessant machen würde. Dabei lässt sich aus dem Metalgenre so viel rausholen, wenn man weniger auf Speed sondern mehr auf die durchaus vorhandenen Fähigkeiten der Musiker setzen würde…

Rating: ★☆☆☆☆ 

The Stone Roses – I Wanna Be Adored

(von LemonHead)
Sicher, aus heutiger Sicht mag der Song etwas cheesy wirken, aber er hat nicht nur wegen des großen Einflusses der Band auf unsere heutige Indie-Musikwelt einen dicken Nostalgie-Bonus verdient. Einen kleinen Abzug gibt’s nur dafür, dass es nicht “Waterfall” ist!

Rating: ★★★★½ 

Thursday – At This Velocity

(von Fabian)
Hmm, Emo/Hardcore kommt mir ja an sich selten ins Haus. War nie mein Genre und bis auf sehr wenige Ausnahmen (Blood Brothers) kann ich der Musik auch nicht viel abgewinnen. Ist mir auch zu kreischig…

Rating: ★★☆☆☆ 

unouomedude – Birthday Party

(von Dr. Borstel)
Klingt an sich nicht schlecht, so wirlich das besondere Etwas fehlt mir aber dennoch. Da die Band ihre EP aber zu einem frei wählbaren Preis anbietet, werde ich wohl doch weiter reinhören!

Rating: ★★★½☆ 

Die Bonussongs drücken die Durchschnittswertung auf immer noch ganz gute 3,1 Punkte. War aber wirklich viel abwechslungsreiches und interessantes dabei!

Mein Vorschlag für Runde 35

Dank Lemonhead’s Vorschlag für diese Runde, weiß ich auch schon genau, was ich dieses Mal vorschlagen werde. Die Band XTC liegt bei mir stimmungsmäßig nämlich sehr nah bei den Stone Roses. Schwer nur die Entscheidung, welchen Song ich nehmen soll. Meine zwei Favoriten sind (nicht zuletzt durch die tollen Coverversionen von Primus zu beiden Songs) “Making Plans For Nigel” und “Scissor Man“. Da ich denke, dass die meisten Nigel kennen werden, nehme ich einfach den ungleich verschrobeneren Scissor Man!

http://www.youtube.com/watch?v=eXwhgi7YdvQ

Kommentare

1

Ich glaube, ALLE Songs von Lykke Li sind was für die richtige Stimmung. Aber: Complaint Department war ihr großer Hit? Ich hätte da jetzt eher “Little Bit” genannt…

und btw… ich hätte schwören können dass Mumford & Sons hier schonmal aufgetaucht sind, mir waren die nämlich auch ein Begriff, aber wenn nicht von hier, woher dann?!

geschrieben von Konzertheld
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2

I see, in der Tat nicht unähnliche Bewertungen. Die Runde scheint generell ziemlich ordentlich auszufallen …

@Konzertheld: Mumford & Sons sind doch im Moment überall. Sogar meine musikalisch eher renitenten Altersgenossen, die sonst eher Akon oder David Guetta abfeiern, entdecken auf einmal Indie-Folk für sich. Schon bemerkenswert, denn so außergewöhnlich gut ist die Band auch wieder nicht. Obwohl das Album wirklich die ein oder andere bemerkenswerte Nummer hat.

geschrieben von Dr. Borstel
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3

@Dr. Borstel: Naja, überall heißt, im Radio, im Fernsehen und so. Konsumiere ich beides nicht. Der Name der Band war mir ein Begriff, aber das Lied hätte ich denen nicht zugeordnet, obwohl ich es kannte… seltsam irgendwie.

geschrieben von Konzertheld
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4

@Konzertheld: Hmm, ich war zumindest der Meinung, dass der Song überall und nirgends zu hören war. Aber “Little Bit” war sicher noch größer, wenn ich’s recht überlege.

Mumford & Sons musste auf alle Fälle von woanders aus kennen. Es sei denn, jemand anders hatte sie hier mal in nem Kommentar oder so erwähnt.

@Dr. Borstel: Ja, ich bin ja echt überrascht, wie gut die Runde bisher so bewertet wird, wo da doch viel ausgefallenes dabei ist.

geschrieben von beetFreeQ
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