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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 32

Wie ihr vermutlich schon gemerkt habt, ist es hier im Blog die letzten Tage ein wenig ruhiger geworden, was einzig und allein an Fallout New Vegas liegt! Ein geniales Spiel, für das die wenige Freizeit nach Feierabenden eh schon viel zu knapp bemessen ist. Aber am Wochenende ist zumindest noch ein wenig Zeit, sich auch mit guter Musik zu beschäftigen. Ich hoffe doch, dass die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz da auch was zu bieten hat! Wollen wir doch mal reinhören!

Pflichtsongs

Johnny Cash – God’s Gonna Cut You Down

(von kasumi)
Mit dem Johnny habe ich ja des öfteren so meine Probleme, wo ich doch Country-Musik generell nicht wirklich mag. Netterweise hat er – gerade in seinen alten Tagen – aber auch überraschend viel Musik gemacht, die wenig mit dem typischen Country-Stil zu tun hat und mir dank seiner tollen Stimme gut gefällt. “God’s Gonna Cut You Down” ist ein Song aus dieser Zeit und hat eine tolle Stimmung. Leider ist er mir auf die volle Länge ein wenig zu monoton. Da fehlt etwas.

Rating: ★★★½☆ 

NEOH – Weltensurfer

(von Konzertheld)
Ach je, belanglos austauschbarer Mainstream-Rock mit deutschem Gesang, der sofort wieder aus dem Ohr rausgeht. Kann ich so rein überhaupt nix mit anfangen. Aber immerhin würd’ ich’s nicht zwingend wegschalten, wenn’s mal irgendwo läuft.

Rating: ★½☆☆☆ 

Jamie Cullum – High and Dry

(von Moritz)
Mit Jamie Cullum kann ich auch nicht wirklich viel anfangen. Ist mir alles zu seicht und kantenlos. Dass er hier einen Radiohead-Song covert macht die Sache aber recht interessant. Schlecht ist sein Cover nicht, aber es fügt dem Original auch nicht wirklich etwas hinzu, sondern macht es eben auch noch ein wenig seichter. Da bleib ich doch lieber bei Radiohead!

Rating: ★★★☆☆ 

Say Anything – Yellow Cat/Red Cat

(von David)
Der Song fängt interessant an, so ein paar Störgeräusche gehen ja immer. Leider entpuppt sich der eigentliche Song dahinter als ein wenig zu zahm und weniger experimentierfreudig als ich mir erhofft hatte. Ganz nett, aber so wirklich was besonderes ist da bei mir leider nicht hängengeblieben.

Rating: ★★★☆☆ 

Belle & Sebastian – I Want The World To Stop

(von Postpunk)
Den ganzen Hype um Belle & Sebastian konnte ich irgendwie nie verstehen. Die Band hat es bei mir bisher nie wirklich geschafft, Fuß zu fassen. “I Want The World To Stop” wird das leider auch nicht ändern. Dazu fehlt dem Song das gewisse Etwas. Klingt mir bis auf das ganz schicke instrumentale Ende alles irgendwie zu belanglos. Nette Hintergrundmusik, mehr aber leider auch nicht.

Rating: ★★½☆☆ 

Dropkick Murphys – Amazing Grace

(von Dr. Borstel)
Mit Dudelsäcken stehe ich zwar nicht auf Kriegsfuß, aber wirklich gern höre ich mir das Getröte auch nicht an. Amazing Grace ist jetzt auch alles andere als ein Song, den ich gern höre. Da kommt eins zum Anderen und ich war ganz froh, als endlich die Gitarren einsetzen. Leider kommt der Song dabei fast vom Regen in die Traufe, denn mehr als ereignislosen Gröhlpunk gibt’s da auch nicht. Ich hab’s ja gern mal irisch, aber dann bitte nicht so.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Tim Skold – Devil Inside

(von cimddwc)
Der Mann kann seine Nähe zu Marilyn Manson nicht verbergen. Mal abgesehen von einigen netten Erinnerungen an Nine-Inch-Nails-Riffs hat der Song aber auch nicht viel zu bieten, was meinem Geschmack entsprechen würde. Ist nix für mich!

Rating: ★★☆☆☆ 

God is an Astronaut – All is Violent, All is Bright

(von Khitos)
Ah, Post-Rock – die Herbstmusik schlechthin! Wobei das Genre ja auch eher eine Abstellkammer für kaum klassifizierbare Musik ist. Da vieles aus der Ecke aber wirklich gut ist, soll mich das nicht weiter stören. “Got Is An Astronaut” kannte ich bisher nicht, werde das aber sicher ändern, nachdem ich diesen Song gehört hab. Ein schöner Spannungsbogen, den die Band da rein instrumental aufbaut. Es passiert zwar nicht wirklich viel, aber trotzdem kann der Song überzeugen! Kann man sich toll auf dem Sofa anhören, wenn’s draußen stürmt!

Rating: ★★★★☆ 

Glee – Time Warp

(von DerGraf)
Ich weiß ja nicht, was immer alle an Glee finden. Vielleicht könnte ich mit der Serie ja auch nur annähernd was anfangen, wenn die da nicht immer so lahme Musical-Coversongs singen würden. Die version hier gibt dem mittlerweile abgegriffenen Original nix neues, spielt ihn fast 1 zu 1 nach und kann dabei nicht mal mit annähernd würdigen Stimmen aufwarten. Ne sorry, das brauche ich definitiv nicht…

Rating: ★☆☆☆☆ 

Cursive – Let Me Up

(von Kristin)
Hat Kristin, seit sie dabei ist, eigentlich schon mal einen schlechten Song vorgeschlagen? Nicht dass ich wüsste und auch hier pickt sie sich zielsicher einen der besten Songs aus dem meiner Meinung nach im Vergleich zu den anderen Werken der Band etwas schwachen Album “Mama, I’m Swollen” heraus. Da gibt’s gar nicht viel zu sagen! Spitzen Song!

Rating: ★★★★★ 

Mit 2,65 Punkten geht die Runde in Ordnung. War ziemlich durchwachsen, aber nicht schlecht. Mal sehen, was die Bonussongs zu bieten haben, die ich größtenteils kurz und knapp bewerten werde!

Bonussongs

Absolute Beginner – Füchse

(von Tenza)
Hmm, die Beginner. Teilweise ganz nett, aber generell nicht so wirklich mein Genre. Immerhin sind die weit von dem unsäglichen deutschen Gangster-Gehabe anderer Rapper entfernt.

Rating: ★★½☆☆ 

Fujiya & Miyagi – Sixteen Shades Of Black And Blue

(von beetFreeQ)
Mein Vorschlag. Natürlich – für meinen Geschmack – absolut großartig! Ich kann das neue Album der Jungs kaum erwarten!

Rating: ★★★★★ 

Goran Bregovic – Gas Gas

(von Sebastian)
Mit Goran Bregovic verbindet mich ja eine Hassliebe. Wie kann jemand, der so tolle folkloristische Soundtracks wie zu “Arizona Dream” oder “Zug des Lebens” geschrieben hat, bloß auch grausame Ost-Pop-Sachen machen wie beispielsweise den serbischen Beitrag zum ESC dieses Jahr? Glücklicherweise gehört “Gas Gas” eher in die erste Kategorie, allerdings ist das Stück auch nicht unbedingt eins seiner besten. Dennoch ganz spaßig!

Rating: ★★★½☆ 

Lordi – Girls go chopping

(von Sir Donnerbold)
Lordi fand ich anfangs ja mal ganz ok, aber so langsam ist’s auch gut mit Spaß-Gore-Metal, zumal die Musik 0 Substanz hat… Muss ich nicht haben!

Rating: ★☆☆☆☆ 

Manu Chao – J’ai besoin de la lune

(von Graval)
Ach ja, Manu Chao. Gibt immer ein sommerliches Feeling, wenn seine Songs ertönen. Kann auf Dauer etwas nerven und ist hier ein wenig eintönig, aber generell nicht schlecht!

Rating: ★★★½☆ 

Mediengruppe Telekommander – Endlosrille (Restgeräusch Sessions)

(von dehkah)
Generell mag ich die Mediengruppe ja. Allerdings ist Endlosrille auf dem Album schon einer ihrer schwächeren Songs. Live haben die das Ding in diesem Video leider gleich noch monotoner gemacht.

Rating: ★★½☆☆ 

South Park – Let’s Fighting Love

(von Onkelosi)
South Park mochte ich ja nie so wirklich. Bis auf ein paar nette Episoden ist mir die Serie meistens einfach zu flach und zu voll von Fäkalhumor. So ein Fake-Japan-Pop, der scheinbar mal in der Serie verwendet wurde, macht das auch nicht besser, zumal ich das hier parodierte “Genre” der Anime-Titelsongs eh nicht wirklich mag.

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Stars – Your Ex-Lover Is Dead

(von Steve)
Die Stars sind mir immer mal begegnet, aber wie so viele Bands nie wirklich hängen geblieben. “Your Ex-Lover Is Dead” ist ein netter, verträumt melancholischer Song, wird aber leider vermutlich auch nichts dran ändern, dass die Band bei mir nicht Fuß fassen kann.

Rating: ★★★☆☆ 

Stone Sour – Say You’ll Haunt Me

(von Tillus)
Belangloser Alternative-Rock/Nu-Metal von der Stange. Das nächste bitte!

Rating: ★☆☆☆☆ 

Wolf Parade – Yulia

(von JuliaL49)
Oh, Wolf Parade hatte ich ja ein wenig vom Radar verloren. Hab irgendwie ganz verpasst, dass die Jungs dieses Jahr ein Album veröffentlichten. Schöner Song, da muss das Album unbedingt noch nachgeholt werden.

Rating: ★★★★½ 

You Say Party! We Say Die! – The Gap

(von Kamil)
Noch so eine Band, die irgendwie immer an mir vorbeigegangen ist. Gefällt aber ziemlich gut, muss ich sagen. Ich mag ja so Indierock mit etwas nöliger Punk-Attitüde.

Rating: ★★★★☆ 

Das ergibt einen Gesamtschnitt von 2,76, also ein wenig besser als die Pflichtsongs allein. Insgesamt eine ordentliche Runde!

Mein Vorschlag für Runde 33

In der kommenden Runde haben wir es nach der per Umfrage entschiedenen Umstellung auf häufigere Sonderrunden wieder mit einer eben solchen zu tun. Das Thema lautet “Frauenstimmen”, es sind also nur Songs zugelassen, in denen der Gesangspart von einer oder mehreren Frauen bestritten wird. Da ich mich ja oft mit der singenden Damenwelt schwer tue, bin ich sehr gespannt, was mich da erwartet.

Mein eigener Vorschlag ist mir auch nicht gerade leicht gefallen, denn unter den weiblichen Stimmen, die ich wirklich mag, konnte ich mich nur schwer entscheiden. Die Wahl fiel nun aber bewusst auf etwas obskureres als so bekannte Namen wie Tori Amos oder Björk. Die Band Broadcast liebe ich schon seit ihrem 97er Debut “Work And Non Work”[1] und ihr melancholischer Retro-Sound passt auch so perfekt in den Herbst. Ausgesucht habe ich auch einen Song aus eben diesem Debut: “The World Backwards“.

  1. eigentlich eine Compilation aus vorher erschienenen EPs und Singles []

Kommentare

1

“Hat Kristin, seit sie dabei ist, eigentlich schon mal einen schlechten Song vorgeschlagen?”

Aww, danke. :)

Und ich finde gut, dass Du immer Sachen vorschlägst, die ich noch nicht kenne. Ich brauche nämlich schon lange so viel neue Musik und das Projekt hilft mir da echt weiter.

geschrieben von Kristin
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2

@Kristin: Immer ist gut! Anfangs kanntest du ja die Bands alle schon! Allerdings hab ich die letzten Runden wohl ne Glückssträhne in der Hinsicht 😉

geschrieben von beetFreeQ
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