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Origins – Part 14: Aphex Twin Special

Nachdem die Julia zuletzt in meinem Urlaub einen wirklich tollen Origins-Beitrag zu John Lennon und Coverversionen seiner Songs geschrieben hat, setze ich die Serie nun zwar auch mit einem Special, aber einer völlig anderen Musikrichtung fort.

Mit dem Namen Aphex Twin verbindet man generell sehr experimentelle, elektronische Musik – also dreht sich der Beitrag um von ihm verwendete Samples? Weit gefehlt! Denn obwohl man weder von Richard D. James selbst erwarten würde, dass er jemanden covert, haben sich doch zumindest einige Leute an die fast absurde Idee gemacht, seine Songs zu covern! Interessanterweise ist unter den von mir ausgesuchten Künstlern gerade mal einer in der elektronischen Musik zu hause! So reicht die Bandbreite hier von Indie Rock über Mathcore zu Post-Rock und Klassik!

Born Ruffians – Milkman / To Cure A Weakling Child

Den Anfang macht die wohl ungewöhnlichste Coverversion in dieser Ausgabe. Die Indierocker der Born Ruffians haben mit Aphex Twin auf den ersten Blick ja so rein gar nix gemein, allerdings sind sie beide bei Warp Records beheimatet, das wiederum letztes Jahr sein 20stes Jubiläum feierte. Für die Compilation “Warp20 Recreated” nahmen sie sich also kurzerhand zwei Songs von Aphex Twin zur Hand, die zumindest ein wenig Gesang haben, und machten ihre eigene Indierock-Variante draus. Funktioniert extrem gut, muss ich sagen!

The Dillinger Escape Plan – Come To Daddy

Diese Kombination ist schon ein wenig schlüssiger. Sowohl Dillinger Escape Plan als auch Aphex Twin sind für polarisierende, oft verstörende Musik bekannt, wenn auch mit Mathcore und IDM in völlig unterschiedlichen Genres. Ein Cover von “Come To Daddy” ist da nur die logische Schlussfolgerung und dieses ist perfekt gelungen.

Bell Orchestre – Bucephalus Bouncing Ball

Bell Orchestre sind eine eher unscheinbare Post-Rock-Band, die weitgehend mit Blas- und Saiteninstrumenten ihre Musik bestreitet. Auf den ersten Blick wirkt da das Covern eines ausschließlich elektronischen Stückes, noch dazu mit so vetrackter Rhythmik, reichlich verrückt. Überraschenderweise funktioniert der Song im Kontext der Band aber genial und reiht sich nahtlos in ihre eigenen Songs ein.

Leila – Vordhosbn

Als einzige ebenso in der IDM und bei Warp Records beheimatete Künstlerin in dieser Runde ist Leila nicht unbedingt der überraschendste Coverartist für ein Stück von Aphex Twin und so nahm auch sie für die schon erwähnte Cover-Compilation des Warp-Labels einen Song auf. Ihre Version von “Vordhosbn” fällt allerdings dadurch aus der Rolle, dass sie bis auf wenige Effekte komplett auf Elektronik verzichtet sondern die wundervolle Melodie des Originals als Klavierstück zur Geltung bringt und damit beweist, wie nah seine Songs doch teilweise an der klassischen Musik sind.

Kommentare

1

Ui, die Version von Dillinger Escape Plan kommt mal ziemlich gut, gracias für den Tipp!

geschrieben von Jeriko
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2

Keine Ursache!

geschrieben von beetFreeQ
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I’m travelling the wonderful loneliness of the headphone silence

Ane Brun

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