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Origins – Part 13: John Lennon Special

Während der gute beety in Urlaub ist, soll hier weiterhin der Bär steppen und fleißige Gastautoren halten den Betrieb aufrecht. Soweit die Theorie! Gestern hätte es losgehen sollen mit meinem Beitrag, aber der kommt offensichtlich erst heute. Also rein ins Vergnügen!

Bei der Vorbereitung für den Gastbeitrag war relativ schnell klar, dass ich mich an beetys toller Origins-Reihe vergreifen würde und das Thema habe ich auf John Lennon eingegrenzt, dessen Songs und Coverversionen ich schon länger mal vorstellen wollte. Vor einigen Jahren startete eine Amnesty International-Kampagne namens Make Some Noise, bei der viele, viele Künstler (namhaft wie unbekannt) die Songs coverten und es sind einge überraschend schöne und leider auch einige verkorkste dabei entstanden. Es kommen immer noch weitere Songs hinzu und man kann entweder das komplette Set oder einzelne Songs kaufen (digital wie physikal). Wer Interesse hat, sollte beim Onlinehändler seines Vertrauens vorbeischauen. Doch ob es sich überhaupt lohnt, soll die folgende Vorstellung einiger Highlights zeigen, die sich auf das familiäre Umfeld beziehen.

Da es so aussieht, dass ich nicht die entsprechenden Rechte habe, hier was einzubetten, verweise ich auf die Playliste bei Grooveshark. Am besten laufen lassen und dazu lesen:

Mother – Christina Aguilera

Eine ungewöhnliche Wahl und wer mich kennt, wird erstaunt sein. Doch die junge Dame hat eine tolle Stimme, die bei diesem sehr reduzierten Song gut zur Geltung kommt. Und man spürt ebenso den Ärger und Frust, der auch im Original vorhanden ist. Alleine die Zeile “Mother you had me / But I never had you” erzeugt Gänsehaut. Lennons Mutter hat ihn als keinen Jungen verlassen und bei der Tante aufwachsen lassen. Das wird u.a. thematisiert im Film Nowhere Boy, der in Deutschland endlich im Dezember in die Kinos kommt (ein Jahr nach dem UK-Start) und über den Abspann wird eine besonders aggressive Version gespielt.

Beautiful Boy – Ben Harper

Bleiben wir dem Thema treu und drehen die Emotionen um. Diesen Song hat Lennon für seinen zweiten Sohn Sean geschrieben, für den er eine Auszeit als Hausmann und Vater nahm statt immer nur berühmter Ex-Beatle zu sein. Entsprechend ist die Stimmung eher von Liebe und Zuneigung geprägt. Ben Harpers Arrangement ist etwas epischer als das Original und auch die Stimme klingt noch emotionaler – eine gelungene Interpretation.

Oh Yoko – The Barenaked Ladies

Wo wir schon bei wichtigen Personen im Leben des John Lennon sind, darf natürlich Yoko Ono nicht fehlen. Ihr wird oft vorgeworfen, für das Auseinanderbrechen der Beatles zumindest eine Teilschuld zu tragen. Ich bin da nicht so sicher, denn es kristelte schon wesentlich früher und außerdem war sie es wohl, die John von seiner Heroinsucht wegbrachte. Hier sind sich Original und Cover relativ ähnlich, von der Fröhlichkeit und Instrumentierung, wobei ersteres irgendwie ein bisschen creepy klingt und letzteres einfach nur gute Laune verbreitet. Die Barenaked Ladies haben sich dem Thema schon vorher angenommen in “Be My Yoko Ono”, ihrem ersten Hit und den ich der Vollständigkeit halber auch in die Playlist aufgenommen habe.

Jealous Guy – Youssou N’dour / Roxy Music

Mit diesem Song verlassen wir ein wenig das familiäre Thema, aber es lohnt sich. Die Interpretation von Youssou N’dour bietet eine leicht exotische Gitarre und er singt in französisch (?). Die bekannsteste (und erfolgreichste) Version ist die von Roxy Music, die mir je nach Stimmung noch besser als das Original gefällt.

Grow Old With Me – The Postal Service

Sind alle Eifersüchteleien überstanden, so steht einer langen Beziehung nichts mehr im Wege und dazu passt der letzte Song der Runde – im doppelten Sinne, denn er gehört zu den letzten, die John geschrieben hat. Im Original besteht die Instrumentierung lediglich aus einem Klavier und es klingt sehr nach Demoaufnahme. Indielieblinge Postal Service haben ein paar elektronische Frickeleien eingefügt, die jedoch der Zartheit des Songs nur zugute kommen.

Alles zusammen in schöner Einträchtigkeit in der Playliste bei Grooveshark.

PS: In der Eile habe ich völlig vergessen, zu erwähnen, dass “ich” Julia von 49 Suns bin, aber wusstet Ihr sicher alle schon.

Kommentare

1

Endlich komme ich mal dazu, eure tollen Gastbeiträge gebührend zu würdigen. Vielen vielen Dank dass ihr euch die ganze Arbeit gemacht habt!

Die John-Lennon-Ausgabe der Origins ist echt spitze geworden. Eine tolle Auswahl an Songs eines sowieso tollen Musikers. Hätte ich garantiert nicht so schön hinbekommen, da ich einfach zu wenig in Sachen Lennon-Coverversionen bewandert war – aber das ändert dieser Beitrag ja gerade!

geschrieben von beetFreeQ
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Kein Wind bewegt die Stille,
die Luft ist regungslos,
als wenn die Welt an diesem Ort in ihrem Atmen innehält

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