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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 26

Runde 26 im Projekt Hörsturz ist in vollem Gange und ich bin wieder mal überrascht, wie das Projekt trotz fortgeschrittenem Alter gerade in den letzten Runden immer wieder neue Teilnehmer anlockt. Das freut mich natürlich ungemein, allerdings könnte das über kurz oder lang dann doch zu viel werden, immer alle Bonussongs mit zu bewerten. Aber noch geht es ja mit insgesamt 16 Songs in dieser Runde. Da will ich doch mal sehen, was mich da diesmal so alles erwartet!

Pflichtsongs

Guillemots – Kriss Kross

(von kasumi)
Den Namen der Band hab ich ja schon mal irgend wo gehört. Indierock ist ja generell nie falsch und dieser hier fängt schön ungewöhnlich an. Leider rückt die Klangqualität des Videos den Song nicht gerade ins beste Licht, lässt aber durchscheinen, dass nach dem netten Anfang irgend was fehlt, um den Song in meinem Ohr zu halten. Der Chorus gefällt mir dann auch nicht so wirklich. Generell nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht so besonders, wie ich anfangs erhoffte!

Rating: ★★★☆☆ 

Jamie Lidell – The Ring

(von beetFreeQ)
Jamie Lidell ist für mich ja bisher die Entdeckung des Jahres. Während seine bisherigen Alben mich nicht so wirklich reizen können, machte das aktuelle Album “Compass” aber alles richtig und lieferte echt geniale Musik ab, von der “The Ring” nur ein Highlight unter vielen ist. Allein die Instrumentierung zwischen Beatboxgebrumme und Synthesizer bringt absolut Spaß. Insgesamt ist das sowieso ein ziemlicher Wohlfühlsong, der alles andere als langweilig ist!

Rating: ★★★★★ 

Aereogramme – Post-tour, pre-judgement

(von Dr. Borstel)
Progressive Rock steht ja oft auf meinem Speiseplan. Aereogramme hatte bei mir aber dennoch bisher immer irgendwie einen schweren Stand. So wirklich warm wurde ich mit ihrer Musik nie, vielleicht haben sie mich aber auch immer auf dem falschen Fuß erwischt. “Post-tour, pre-judgement” macht aber schon Lust auf mehr. Die Mischung aus ruhigen Songwriter-Passagen und Bombast kann absolut gefallen. Auch das Geschrei an Ende passt in die immer stärkere Spannung der Musik. Ich glaube, ich werde der Band noch mal ne Chance geben!

Rating: ★★★★½ 

Jex Thoth – Nothing left to die

(von Fini)
Rückwärts abgespielte Gitarren sind ja nicht unbedingt was besonderes. Nach dem Intro drehen sie sich aber wieder um und beschallen mich mit einem getragenen Sound, der von einer ganz ordentlichen weiblichen Stimme unterstützt wird. So was wie einen Spannungsbogen gibt’s zwar nicht, dafür aber ein paar feine psychedelische Instrumentalpassagen. Passt überraschend gut zwischen all die Kraut- und Psychedelic Rock-Sachen aus den 70ern, die ich so rumliegen hab.

Rating: ★★★★☆ 

Sorry About Your Daughter – Scapegoat

(von cimddwc)
Das sind ja fast ungewohnte Klänge für den zwischen Queen und Metal schwankenden Andreas. So wirklich meine Wellenlänge trifft er ja sonst nur mit erstgenannter Band. Leider kann auch Sorry About Your Daughter daran nicht viel ändern. Das ist zahmer Punk/Alt. Rock von der Stange, der bis auf das brauchbare Gitarrensolo so rein überhaupt nicht in meinen Ohren bleiben will…

Rating: ★★☆☆☆ 

Ja, das war wieder eine mehr als ordentliche Runde. Ein Schnitt von 3,7 und zwei Bands, die ich genauer unter die Lupe nehmen werde, sind eine schicke Ausbeute! Mal sehen, ob die Bonussongs da mithalten können! Diesmal im Schnelldurchlauf!

Bonussongs

Blind Guardian – Somewhere Far Beyond

(von Tenza)
Da isser ja doch noch, der obligatorische Metal. Damit dieses Genre mir gefallen kann, muss es ja schon ein wenig aus den üblichen Klischees ausbrechen oder von Metallica sein. Die deutschen Metalopas Blind Guardian können leider beides nicht liefern und so bleibt nur routiniert mit viel Können eingespielter Metal, der mich aber recht kalt lässt.

Rating: ★★☆☆☆ 

Journey – Don’t Stop Believing

(von David)
Huch, das Ding kennt man so irgendwie. Muss einer dieser übergegniedelten Radiosongs sein, der auf so Kanälen läuft, die “das Besten aus den 80ern, 90ern und von heute” spielen. Ich weiß schon, wieso ich solche Sender generell meide!

Rating: ★☆☆☆☆ 

Lady Gaga – Fever

(von Steve)
Da hatte ich ja fast auf ne Coverversion des alten Jazz-Klassikers gehofft. Hier gibt’s aber nen Originalsong vom Skandalfrollein, das überraschend unnervig für ihre Verhältnisse rüberkommt. Trotzdem nur Gähn-Pop von der Stange.

Rating: ★★☆☆☆ 

Lisa Mitchell – Neopolitan Dreams

(von Khitos)
Hmm, ruhiges Geklampfe, ne zerbrechlich angenehme weibliche Stimme, ein wenig Klavier dazu und fertig ist der Kuschelsong. Mir etwas zu glatt gebügelt, aber nett für die Hintergrundbeschallung!

Rating: ★★★☆☆ 

Marteria feat. Yasha – Verstrahlt

(von WeGi)
“Verstrahlt” ist ja eins dieser Worte, die gar nicht gehen. Glücklicherweise ist der Text abgesehen von dem titelgebenden Wort überraschend vielsagend, gewalt- und klischeefrei. Leider wird das durch die Stimme und die grausig klischeehafte musikalische Untermalung wieder zunichte gemacht!

Rating: ★½☆☆☆ 

Morris Day And The Time – Jungle Love

(von Sir Donnerbold)
Klischeereich geht’s weiter. Hier haben wir’s mit absolut typischen 80s Funkrock zu tun – genau die Ära im Genre, die ich am liebsten unter den Teppich kehren würde. Ne, mag ich nicht. Da hau ich mir doch lieber noch mal eine Scheibe der frühen (!) Kool And The Gang rein…

Rating: ★★☆☆☆ 

My Robot Friend – Robot High School

(von beam)
Schicker Nerd-Synth-Rock. Ich weiß schon, warum Beam und ich so gut zusammenpassen! 😉

Rating: ★★★★½ 

O.Children – Dead Disco Dancer

(von Robert)
Hat ein wenig was von The Cure. Ganz nett, aber nicht ganz mein Genre und die Stimme sagt mir auch nicht so ganz zu.

Rating: ★★★☆☆ 

Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs – Von Haus aus allein

(von Postpunk)
Postpunk schickt uns zurück in die Geburtsstunde der “Hamburger Schule” und beweist gleichzeitig, warum dieses “Genre” in meinen Augen heillos überbewertet ist. Die ganzen Nachfolger wie Tomte, Kettcar oder Tocotronic klingen doch auch alle irgendwie noch genau so wie dieser Song, kommen aber oft mit noch gezwungener auf philosophisch getrimmten Texten daher. Nette Geschichtsstunde, aber musikalisch nur was für’s Hintergrundrauschen…

Rating: ★★½☆☆ 

Perfume Genius – Mr Petersen

(von JuliaL49)
Etwas unispirierter, ohrwurmmelodiefreier und reichlich monotoner Indiepop. Kann mich nicht vom Hocker hauen.

Rating: ★★½☆☆ 

The Prodigy – Invaders Must Die

(von DerGraf)
The Prodigy wissen immerhin, wie man Monotonie spannend gestaltet! Zwar nicht der beste Song vom letzten Album, aber doch ein perfektes Stück Autofahrbeschallung!

Rating: ★★★★★ 

Einige Gurken reißen den Schnitt leider doch noch runter, so dass die Gesamtrunde nur noch bei immer noch brauchbaren 2,969 Punkten liegt. Weitere Entdeckungen blieben auch aus, wo ich die wirklich guten Songs darunter ja schon kannte. Aber kein Grund zur Beschwerde, denn die Runde war abwechslungsreich und ergiebig!

Mein Vorschlag für Runde 27

Heute gibt’s mal wieder etwas experimentelleres. Da passt mir grad gut in den Kram, dass ich die lang von mir ignorierte Band Múm erst heute wieder entdeckt habe. Die Isländer wissen, wie man experimentelle Klanglandschaften mit eingängigen Melodien verbindet. Der Song der Wahl ist “Sing Along“, zu dem es auch ein ziemlich seltsames Video gibt.

Kommentare

1

Oooh, Múm.

(Das lasse ich jetzt einfach so stehen.)

geschrieben von Kristin
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2

Den Kommentar über mir möchte ich mal so unterschreiben.

geschrieben von Dr. Borstel
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3

@Kristin & @Dr. Borstel: Man füge hier einen erfreuten Gesichtsausdruck ein.

geschrieben von beetFreeQ
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