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GSC 2010 – Aftershow Party

Nun ist er also gelaufen, Konna’s Antwort auf den ESC, der “Gedankendeponie Song Contest“. Der verdiente Sieg geht an Irland. Überraschenderweise liegt mein Beitrag für Belgien nur ganz knapp dahinter auf Platz 2! Nach Konna’s Angaben lag ich sogar zwischenzeitlich ganz klar vorn, die später eintrudelnden Stimmen gaben dann aber den Ausschlag Richtung Irland! Ich bin ganz baff, dass Daan mit “Icon” so einen großen Erfolg hatte. Selbst im Vorentscheid hielt ich ihn schon für einen Außenseiter, aber man lässt sich ja gern eines Besseren belehren! Auf jeden Fall beweisen die ersten drei Plätze, dass in Blogger-/Twitterer-Kreisen handgemachte Musik mit dem Unplugged-Feeling zu gefallen weiß!

Ich danke hiermit allen, die Belgien so viele Punkte gegeben haben! Ich freue mich echt, dass der Song euch so gut gefallen konnte! Besonderen Dank geht natürlich an die 12-Punkte-Verteiler Jü (Ukraine), Kristin (Litauen), Julia (Irland), Casi (Norwegen), Linus (Island) und Freddi (Malta)! Witzigerweise stellten vier von euch (natürlich ohne Absprache) auch gleich meine persönlichen Top 4 des GSC!

Ich will hier noch kurz auf die ersten zehn Plätze eingehen, bevor ich auch noch mal kurz meine eigenen Top 10 genauer erläutere, denn einige der Songs, die nicht unbedingt in der Gesamtwertung gefeiert wurden, haben eindeutig noch mehr Aufmerksamkeit verdient!

Die Sieger des GSC

Insgesamt sind die Top 10 der Gesamtwertung auch für meine Ohren recht hochwertig. Die für meinen Geschmack vorhandenen Totalausfälle Deutschland, Russland, Zypern, Armenien, Kroatien, Bulgarien, Estland, Bosnien & Herzegowina, Spanien und Aserbaidschan bevölkerten größtenteils die unteren Ränge und selbst die meisten von mir wirklich lieben gelernten Songs konnten sich ziemlich gut schlagen.

  1. Irland Lisa Hannigan – I Don’t Know
    Zu diesem wirklich absolut tollen Song muss ich nicht viel sagen. Lisa Hannigan war auch meine Entdeckung des GSC und das Album läuft seither rauf und runter, was sich ja bei der sommerlichen Stimmung der Songs auch mehr als anbietet!

  2. Belgien Daan – Icon
    Wie gesagt kann ich selbst noch kaum glauben, dass Daan es auf den zweiten Platz geschafft hat. Er war im Vorentscheid nicht mein Favorit unter den von mir ausgewählten Songs, hat sich aber dann doch schnell zu einem Ohrwurm entwickelt und ich holte meine uralte Daan-CD auch wieder mal aus dem Schrank. Hätte ich auch selbst für mich stimmen können, wäre Daan vermutlich zwischen meinen jetzigen Plätzen 5 und 6 gelandet!

  3. Malta Chasing Pandora – Memories
    Für mich war der Song ja schon im maltesischen Vorentscheid leider derjenige, den ich am wenigsten mochte und ich kann auch immer noch nicht sehr viel damit anfangen. Er ist mir zu stromlinienförmig, poppig, ohne mir eine Melodie zu liefern, die ich richtig toll finden mag. Dem Rest scheint der Song aber ausgesprochen gut gefallen zu haben.

  4. Israel Orphaned Land featuring Shlomit Levi – Sapari
    Dieser israelische Metal mit Orientalanstrich gefiel mir ziemlich gut. Für meine eigenen Top 10 hatte es dann aber doch nicht gereicht.

  5. Großbritannien The Twilight Sad – I Became a Prostitute
    Schöner fluffiger Indiesong, wie man sie ja oft aus dem Königreich zu hören bekommt. Die Band schafft es aber, aus dem Einheitsbrei auszubrechen und eigenständig zu klingen.

  6. Griechenland Elysion – Killing My Dreams
    Rock-Pop mit lauten Gitarren, wie er derzeit überall so hip ist. Konnte mich nicht vom Hocker hauen, aber ich bin sicher auch nicht die Zielgruppe.

  7. Finnland Sturm und Drang – Break Away
    Ein paar Teens machen auf Metal und schlagen sich dabei ganz ordentlich. Allerdings setzen sie mir dabei zu sehr auf die gängigen Metalklischees, die ich wiederum nicht sehr mag.

  8. Norwegen Röyksopp – What Else is There?
    Röyksopp waren trotz meinem Hang zu ähnlicher Musik bisher immer eher so nebenbei untergekommen und konnten sich nie wirklich meine Aufmerksamkeit erspielen. Mit Fever Ray im Schlepptau schaffte dieser Song es aber perfekt und landete auch bei mir weit oben!

  9. Weißrussland Lyapis Trubetskoy – Burevestnik
    Moritz hielt sein politisches Statement aus Weißrussland ja eher für einen Außenseiter. Die verdienten Punkte und der neunte Platz zeigen aber, dass auch Musik in Landessprache, die die meisten sicher nicht verstehen, absolut gefallen kann!

  10. Lettland Brainstorm – Colder
    Der Song aus Lettland ging an mir völlig regungslos vorbei. Nettes Rockstückchen, dem es aber in meinen Ohren an dem gewissen Etwas fehlt und der so einfach beliebig wirkt.

Mein Voting

Acht der zehn Songs, für die ich meine Stimme abgab, konnten mir wirklich genial gefallen und haben mir Musiker nähergebracht, die ich sicher im Auge behalten werde. Die letzten beiden Plätze mag ich zwar auch, allerdings nicht mehr auf einem Level, der mir wirklich Lust auf mehr von den Bands machte.

  1. Irland Lisa Hannigan – I Don’t Know
    Wie oben schon gesagt ein wahrhaft traumhafter Song, der nicht nur mich zu verzaubern wusste. Kommt aber auch in der Studiofassung so schön leichtfüssig daher!

  2. Litauen Alina Orlova – Lovesong
    Kristin’s Kandidatin war die zweite geniale Entdeckung des GSC. Die Litauin Alina Orlova, die teils in ihrer Muttersprache, teils auch in anderen Sprachen singt, hat eine wunderbar eigenständige Stimme und weiß sie in wirklich tollen Songs zwischen Kammerpop, Folk und Cabaret einzusetzen. Schönerweise hat es selbst für diese ausgefallene Mischung in der Gesamtwertung für einen guten 16ten Platz gereicht!

  3. Norwegen Röyksopp – What Else is There?
    Röyksopp waren insofern eine tolle Überraschung, dass mich dieser Song als erster der Band wirklich vollends überzeugen konnte und mich sicher doch noch dazu bringen wird, die Band etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, als ich es bisher tat.

  4. Island Mammút – Svefnsýkt
    Ohne den Bandnamen zu kennen, könnte man im ersten Moment vermuten, einen unbekannten Song von Björk’s früher Punkband Tappi Tíkarrass zu hören zu bekommen. Die Stimme der Sängerin erinnert sehr stark an Islands bekannteste Sängerin, aber dennoch kommt die Band auf den zweiten Blick wirklich toll eigenständig herüber und macht absolut Lust auf mehr! In der Gesamtwertung reichte es leider doch nur für Platz 22.

  5. Weißrussland Lyapis Trubetskoy – Burevestnik
    Moritz’ Überraschungserfolg landete bei mir sogar noch ein paar Plätze weiter oben. Auch wenn ich vom sehr politischen Text nichts verstehe und den Song stimmungsmäßig daher vermutlich völlig falsch interpretiere, sorgt diese Musik bei mir für absolut gute Laune!

  6. Portugal X-Wife – Heart of The World
    Indierock vom Feinsten aus Portugal. Das dürfte die erste Band sein, die ich aus dem Land so wirklich bewusst kennenlernte und die sicher auch bei mir im Ohr bleiben wird. Ein guter zwölfter Platz zeigt, dass ihn noch mehr Leute mochten.

  7. Vereinigtes Königreich The Twilight Sad – I Became a Prostitute
    Würden die Briten auch beim ESC endlich mal anfangen Musik dieses Kalibers zu schicken statt auf ewig grausamen Müll zu setzen, wie sie es die letzten Jahre immer taten, wäre sicher auch endlich mal wieder ein ordentlicher Platz für die Insel drin!

  8. Polen Ich Troje – Babski świat
    Unser Nachbarland kommt dank Kamil mit einer tollen Mischung aus Rock und Folklore daher, die mir auch trotz Sprachbarriere absolut zu gefallen wusste.

  9. Niederlande Hermann van Veen – Ich tanze mit dem Tod
    Nachdem ich Jahre lang annahm, die mir bekannte Version des Lieds “Was wollen wir trinken” sei von Hermann van Veen, wurde ich hier eines Besseren belehrt. Auch wenn ich dem letztens im Projekt Hörsturz vertretenen Titelsong einer Zeichentrickserie von ihm nichts anfangen konnte, gefiel mir dieses Stück ausgesprochen gut!

  10. Schweiz Eluveitie – Inis Mona
    An sich nicht wirklich mein Genre konnten die Schweizer trotzdem den zehnten Platz bei mir einheimsen. Der Song geht einfach ins Ohr und hat auch genügend Kanten um drin zu bleiben!

Hier noch schnell meine zehn Favoriten als Playlist mit meinem belgischen Kandidaten Daan als Bonus hinten dran!

http://www.youtube.com/view_play_list?p=C3A073B1F510CCB9

Fazit

Alles in allem war das ein absolut toller Contest, der sehr viel Spaß brachte. Hoffentlich lässt sich kommendes Jahr eine Fortsetzung anleiern. Wenn’s nach mir ginge, könnte ja sofort eine weitere Runde starten!

Kommentare

1

Vielen Dank für die Punkte, das Geld dafür kriegst du spätestens nächsten Donnerstag^^.

Cool, dass dir Hermann van Veen auch gut gefallen hat – für mich war das Lied neben dem von Lisa Hannigan die absolute Neuentdeckung des GSC… aber das habe ich jetzt vermutlich schon über 1000mal erwähnt 😀

geschrieben von Moritz
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2

Schöne und informative Aftershow Party. Werde ich bei mir auch noch bringen, mit ein paar weiteren Infos aus meiner Sicht, der ich ja die ganzen Votings immer direkt eingerechnet habe. :)

Ich muss ehrlich gestehen, dass sowohl Irland als auch Belgien von mir wohl keine Punkte bekommen hätten. Aber ich durfte ja nicht wählen. Leider oder auch zum Glück, die Wahl wäre mir nicht leicht gefallen.

Das Beste an der ganzen Aktion war für mich, dass wirklich viele neue musikalische Entdeckungen für fast jeden Musikgeschmack möglich waren und sich alle Teilnehmer richtig Mühe gegeben haben.

Eine rundum gelungene Sache, die mir wirklich viel Spaß gemacht hat. 😀

geschrieben von Konna
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3

@Moritz: Hätte ich das gewusst, wären’s zwei Punkte weniger geworden! 😛 😉

@Konna: Danke! Ich bin ja auch mal sehr auf deine Nachbetrachtung gespannt! Vor allem die statistischen Daten und so!

Dass unsere Songs nicht so wirklich in dein Beuteschema passten, hab ich mir schon gedacht. Aber das war an sich auch mit das Tolle an dem Projekt. Es kamen so viele verschiedene Stile und Geschmäcker zusammen, dass jeder teils weit über seinen üblichen musikalischen Horizont blicken musste und dabei vielleicht auch mal neue Ohrwürmer abseits der Gewohnheiten gefunden hat.

geschrieben von beetFreeQ
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