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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 24

Mensch, so spät war ich ja noch nie! Am Sonntag beginnt die nächste Runde im Projekt Hörsturz und heute bewerte ich erst die aktuelle! Da ich aber dafür die vergangenen Tage trotz Arbeit dank eines netten Besuchs doch so was wie Miniurlaub auf Balkonien hatte, kann’s nun auch gestärkt weitergehen!

Pflichtsongs

Milow – You don’t know

(von kasumi)
An sich mag ich ja Singer/Songwriter-Musik, allerdings muss sie das gewisse Etwas haben, um aus der Masse der doch oft sehr gleich klingenden Künstler herauszustechen. Milow hat dieses gewisse Etwas in meinen Ohren leider nicht und geht aus dem einen Ohr genau so schnell heraus, wie er durch’s andere herein kam. Aber immerhin nix, was ich wegschalten würde.

Rating: ★★½☆☆ 

Pernice Brothers – Jacqueline Susann

(von JuliaL49)
Die Julia hat von ihr gewohnte Klänge im Angebot. Netter kleiner Rocksong, der aber auch nicht wirklich viele Kanten hat, die sich bei mir festsetzen würden. Man wartet immer auf was besonderes, bekommt dann zwar ein ganz schickes Gitarrensolo, aber mehr ist nicht. Sicher nicht schlecht, aber auch nicht wirklich herausstechend.

Rating: ★★★☆☆ 

Raining Pleasure – Fake

(von Postpunk)
Nach einer Weile Geraschel ertönt ne Art Pop/Rock, wie man ihn in den 80ern irgendwie schon mal gehört hat, aber auch nicht so wirklich im Mainstream. Der Song krankt dabei aber leider an den selben Symptomen wie die beiden vorherigen. Es fehlt an Besonderheiten. Das Stück ist gleichmäßig und dabei leider fast einschläfernd. Für nette Hintergrundberieselung ok, aber nichts, was mich aufhorchen und nach Interpret und Titel fragen lassen würde.

Rating: ★★½☆☆ 

Emerald Park – For Tomorrow

(von Dr. Borstel)
Bei Dr. Borstels erstem Vorschlag geht es gleich gefäälig gitarrisiert weiter. Indie Rock hält diese Runde im festen Griff, habe ich das Gefühl. Leider aber auch der Mangel an Ecken und Kanten. Ich kann mich leider nur wiederholen. Dieser Song lässt sich ganz nett im Hintergrund konsumieren, wäre aber nichts, was ich gezielt anschmeißen würde. Ein weiterer Minuspunkt ist leider auch noch die für ein derart gleichbleibendes Stück viel zu lange Spielzeit. Fünf Minuten monotones Geklampfe und dann noch zwei mit nichts weiter als einer gleich bleibenden Drum Maschine hinter her…

Rating: ★★☆☆☆ 

Berndsen – Lover in the Dark

(von endgueltig)
Würden wir hier Videos bewerten, wäre das hier das absolute Highlight der Runde. Aber auch ohne kann der Song bei mir Interesse wecken. Ich mag ja so 8-bit-Sounds und Retropop. Vielleicht hätte etwas mehr Tempo drin sein können, aber auch so macht das Stück Lust auf mehr. Die Band merke ich mir auf jeden Fall mal.

Rating: ★★★★☆ 

Ein Schnitt von 2,8 ist für meine Verhältnisse ziemlich mittelmäßig, aber das haben meine Bewertungen ja auch schon angedeutet. Mal sehen, ob die Bonussongs mehr Abwechslung und eine bessere bieten!

Bonussongs

Firewater – Weird To Be Back

(von beetFreeQ)
Ich hab fast das Gefühl, als hätte ich diesen tollen Song von Firewater intuitiv als perfekten Gegenentwurf zu den eben gehörten kantenlosen Songs gewählt. Die Band macht einfach alles richtig! Mitreißende Melodien, ungewöhnliche Instrumentierung, Abwechslung und natürlich eine tolle einzigartige Stimme, die gute Texte intoniert!

Rating: ★★★★★ 

Indica – Islands Of Light

(von cimddwc)
Au weia? Sind wir hier bei Andre Rieu? Das Stück klingt so, wie ich mir den Soundtrack zu der unsäglichen Twilight-Serie vorstellen würde, die dagegen ja aber im Gegenteil immer einen wirklich tollen Soundtrack zu bieten hat. Aber ne, dieser Song geht rein gar nicht. So viel Kitsch und Klischee, wie man ihn nur in ein Stück Musik packen kann, ist einfach nicht gesund!

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Latch Key Kid – Good Times

(von Steve)
Die gefällig klampfenden Gitarren haben uns wieder. Dieser Singer/Songwriter schafft es immerhin, mich ein wenig mehr aufhorchen zu lassen als Milow, aber auch nur ein kleines Bisschen. Ist eben auch nix wirklich besonderes. Hintergrundberieselung ohne Tiefgang…

Rating: ★★½☆☆ 

Madison – Shiver My Timbers

(von Sir Donnerbold)
Huch, so nen Piratenrock-Soundtrack hätte ich den Muppets ja gar nicht zugetraut. Leider schafft der Song den Spagat aber nicht so wirklich. Das Gemisch wirkt zu unausgegoren, die Gitarren schmiegen sich nicht ausreichend ans Piratenambiente und die dramatischen Orchester-Sprenksel machen’s nur noch unpassender. Schade eigentlich, denn die Melodie und der Gesang haben echt Potential. Für meinen Geschmack hätten sie’s ja ohne Orchester und Gitarren versuchen sollen!

Rating: ★★½☆☆ 

Neaera – The Cleansing Void

(von Tenza)
Der Song liefert exakt das, was das im Video eingeblendete Cover erwarten lässt. Harte Gitarren, pathetischer Gesang und nerviges Geschreie. Ich finde diese ganzen Metal-Subgenres ja immer drollig. Irgendwie sind sowas ja für mich die modernen Schlager. Schocken kann so was ja heutzutage niemanden mehr. Umso schöner, wenn man dann doch immer wieder angenehme Ausnahmen findet, die mehr haben als die 0815-Zutaten. Neaera gehören leider nicht zu diesen Ausnahmen.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Slipknot – Vermillion Part 2

(von Fini)
Oha, von Slipknot hab ich ja auch noch irgendwo das Debutalbum rumstehen, damals aus meiner Sturm-und-Drang-Zeit. Die Musik hat sich schnell abgegriffen und langweilte mich. Sowohl die harten Stücke als auch die Balladen geben mir heute nicht mehr wirklich viel. Ist einfach nicht mein Genre, wobei ich diesem Song zumindest ein tolles Arrangement und Können bescheinigen kann.

Rating: ★★★☆☆ 

Ton Steine Scherben – Rauch Haus Song

(von Robert)
Robert holt die Klassiker aus einer Zeit aus der Schublade, als alternativ noch nicht der Mainstream war. Ton Steine Scherben sind ja die Kultband der linksalternativen Szene und haben uns so einige einflussreiche Stücke hinterlassen. Zwar ist ein Großteil ihrer Songs nicht wirklich mein Genre, aber die Band hat einfach Respekt verdient!

Rating: ★★★★☆ 

Ein Gesamtschnitt von 2,6667 Punkten zeigt, dass die Bonussongs auch nicht viel retten konnten. Aber immerhin war etwas mehr Abwechslung und weniger Mittelmaß dabei. Ich hab doch viel lieber ne Mischung aus Gurken und tollen Songs als anstrengende Langeweile!

Mein Vorschlag für Runde 25

Am Sonntag feiert das Projekt Hörsturz ja ein kleines Jubiläum, immerhin ist ein Viertel zur Hundert rum! Natürlich gibt es dazu wieder ein spezielles Thema, an das sich die Vorschläge halten müssen. “Coverversionen” lautet die Devise diesmal und da glühten natürlich meine Gehirnwindungen auf der Suche nach einer wirklich tollen Coverversion, von denen ich so einige in meiner Sammlung habe. Nach langem Hin und Her konnte ich dann aber doch nicht anders und hab meine zwar schon mal in einer Origins-Folge vorgestellte, aber immer noch liebste Coverversion von allen rausgesucht: Tori Amos’ Version von Eminem’s “’97 Bonnie & Clyde“. Allein die Art, wie Tori den Rap nimmt und ihn zu einem absolut verstöhrend gehauchten Gesang macht, ist einfach brillant. Mal sehen, was ihr davon haltet.

Kommentare

1

Neeee, das darf man mit Eminem nicht machen 🙁

geschrieben von David
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2

@David: Klar darf man das, erst recht wenn man eine so begnadete Sängerin und Pianistin ist wie Tori Amos! Aber wenn’s dich tröstet: Der Song stammt von einem Album, auf dem sie ausschließlich Coverversionen von Songs versammelt hat, die Texte aus einer rein männlichen Perspektive haben! Da sind noch mehr Leute nicht ungeschoren davon gekommen!

geschrieben von beetFreeQ
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