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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 23

Wir sind mittlerweile in Runde 23 des Projekt Hörsturz angelangt und wieder gibt es eine Reihe interessanter Songs zu bewerten. Von den vorgeschlagenen Stücken kenne ich diesmal sogar drei, was auf eine relativ hohe Gesamtwertung hoffen lässt. Schauen wir also mal, was die mir noch unbekannten Songs für Überraschungen parat halten!

Pflichtsongs

Dan Le Sac vs Scroobius Pip – The Beat That My Heart Skipped

(von Kamil)
Soso, Kamil hat sich also zum Ziel gesetzt, mit diesem Song wieder den letzten Platz einzunehmen. Tja, nach einigen bisherigen Wertungen zu urteilen, wird das schwer. Auch bei mir kommt das Stück mit ein wenig Rap und viel 8bit-Elektronik auch sehr gut weg. Das klingt so schon unorthodox, der Rapper kommt mit einem netten Dialekt daher und nen guten Groove hat das Ding sowieso! Werde ich mir definitiv merken!

Rating: ★★★★½ 

Rainer von Vielen – Plan X

(von beetFreeQ)
Mit meinem Vorschlag haben wir gleich die nächste hiphoppige Angelegenheit. Zugegeben, “Plan X” ist musikalisch etwas cheesy (was bei Rainer von Vielen leider öfters der Fall ist), dafür reißt es mit und hat einen tollen Text! Stellenweise erinnert das Stück ziemlich an die Fanta 4, was in diesem Fall kein Wunder ist, da Andi Ypsilon an dem Song mitgewirkt hat. Wer sich von den Raps etwas abschrecken lässt, dem sei noch gesagt, dass der Gute auch richtige Singer/Songwriter-Qualitäten hat und entsprechend einsetzt!

Rating: ★★★★½ 

Alter Bridge – Metalingus

(von Steve)
Jetzt verlassen wir aber eindeutig die rappenden Gefilde und widmen uns schwerer Gitarren. Rifftechnisch kann der Song ja punkten, aber der Gesang geht mal gar nicht. Ich weiß nicht, was es genau ist, aber die Stimme des Sängers würde ich direkt bei der des Nickelback-Frontmanns einordnen und die mag ich auch nicht. Will hart klingen, ist aber zu weich gespült. Musikalisch bleibt am Ende auch zu wenig übrig. Relativ kantenloser auf hart getrimmter Alternative Rock…

Rating: ★★☆☆☆ 

Kitty in a Cas­ket – Bride of the Monster

(von Robert)
Die Orgeln am Anfang lassen ja Klischeebeladenes erwarten, aber dann erreicht meine Ohren ein netter Psychobilly-Rhythmus, wie ihn der Bandname irgendwie auch vermuten ließ. Stimmlich geht die erwartungsgemäß weibliche Sängerin auch völlig in Ordnung. Insgesamt ist mir der Song für das Genre aber zu zahm und hat zu wenig Punk, um mich vollends zu überzeugen. Nett zum nebenbei Hören, aber viel bleibt nicht hängen.

Rating: ★★★½☆ 

Dredg – Bug Eyes

(von Stefan)
Glücklicherweise gehört der übelst schlechte Anfang nicht zum Song sondern ist ein Jingle des Video-Uploaders. Dredg sind mir immer mal wieder über den Weg gelaufen, so wirklich überzeugen konnten sie mich aber selten. Es gibt so den einen oder anderen Instrumentaltrack, den ich mag, aber sobald Gesang einsetzt, wird aus ihrem Progressive Rock recht ereignisloser Alternative Rock, der mir oft auch einen Tick zu viel Schmalz abbekommen hat. Von genau dieser Sorte ist leider auch Bug Eyes, der sich zwar mal mit hören lässt, aber auch schnell wieder aus dem Ohr herausflutscht.

Rating: ★★½☆☆ 

Mit 3,4 Punkten im Schnitt war das eine relativ durchwachsene Runde mit Tendenz nach oben. Vielleicht sind ja noch ein paar Perlen unter den Bonussongs versteckt. Immerhin sind dort die beiden weiteren mir bekannten Songs dabei!

Bonussongs

Bat For Lashes – Whats a Girl To Do

(von kasumi)
Bat For Lashes habe ich irgendwie immer zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, mochte sie aber immer, wenn ich sie hörte. “What’s A Girl To Do” ist mir natürlich bekannt und gehört auf jeden Fall zu ihren besten Stücken. Der Song hat etwas cinematisches, eine ganz eigene Atmosphäre, die durch die tolle Stimme noch verstärkt wird.

Rating: ★★★★★ 

Behind Crimson Eyes – You’ve Had Your Chance

(von cimddwc)
Andreas schickt wieder Rockendes ins Rennen, bleibt diesmal aber dem klischeebeladenen Metal fern. Dafür habe ich das Gefühl, hier eine unausgegorene Variante von Billy Talent vor mir zu haben. Dem Song fehlt der letzte Schliff und auch ein paar mitreißendere Riffs, um bei mir hängen zu bleiben. Wirklich schlecht ist er aber auch nicht.

Rating: ★★½☆☆ 

Bruce Springsteen – Fire

(von JuliaL49)
Den Boss mochte ich ja noch nie so wirklich, wobei ich zugeben muss, hauptsächlich seine Musik ab den späten 80ern zu kennen und für zu heiß gebügelten Pop-Rock zu halten. Diese augenscheinlich weit ältere Liveaufnahme ändert an meiner Meinung aber nicht viel. Die Gitarre macht am Anfang noch etwas Laune, wird dann aber langweilig und der Song kann auch nicht mit viel mehr aufwarten, was mich aufhorchen lassen würde. Zwar angenehmer als seine viel zu viel gespielten Hits, aber dennoch nicht meine Musik!

Rating: ★★½☆☆ 

IFA Wartburg – FDJ

(von Postpunk)
Über IFA Wartburg bin ich grad erst gestolpert, als ich nach weiteren Infos zu meinem Kuriositätenbeitrag suchte, denn Pulser SG war auch auf dem Plattenmeister-Label zu hause. IFA Wartburg kommt musikalisch aus einem ähnlich skurrilen Umfeld und arbeitet die DDR humorisch auf. Ist jetzt nicht unbedingt etwas, das ich oft hören würde, kann aber immer mal für ne hochgezogene Augenbraue und ein wenig Grinsen gut sein!

Rating: ★★★☆☆ 

Knorkator – Für meine Fans

(von Sir Donnerbold)
Knorkator sind ja immer so eine Sache. Mal können sie mir gefallen, mal kann ich sie nicht ausstehen. “Für meine Fans” klingt mir insgesamt allerdings einfach zu langweilig, um in eins der beiden Lager abzudriften. Ohrwurmigkeit ist kaum vorhanden, textlich ist das Stück nett, aber mehr auch nicht. Selbst die Fans klangen am Ende des Live-Videos nicht grad euphorisch…

Rating: ★★½☆☆ 

Tom Waits – Way Down In The Hole

(von beam)
Hach ja, den Tom hatten wir auch schon seit einer ganzen Weile nicht. Meine liebste Beam hatte aber Lust “Way Down In The Hole” ins Rennen zu schicken und trifft damit bei mir mal wieder voll ins Schwarze. Der Song ist einer der unzähligen genialen Songs des Meisters, da gibt’s einfach nix dran zu rütteln!

Rating: ★★★★★ 

Hmm, 3,409 sagt der Durchschnitt für alle Songs – ist ja immerhin ein winziges Bisschen besser als die gezogenen Songs allein. Aber ich habe an sich keinen Grund zur Beschwerde, habe ich doch immerhin auch mit Dan Le Sac vs Scroobius Pip was neues für mich entdeckt!

Mein Vorschlag für Runde 24

Diesmal möchte ich eine Band vorschlagen, die ich schon seit vielen Jahren liebe und hier auf dem Blog bisher viel zu selten ins Rampenlicht gerückt habe. Firewater machen einen wunderbaren Mix aus Rock und verschiedensten folkloristischen Einflüssen, der einfach mitreißen kann. Mein Vorschlag soll “Weird To Be Back” aus dem bisher letzten Album der Band von 2008 sein.

Kommentare

1

Hätten alle so einen Musikgeschmack wie Kasumi, dann hätte ich es geschafft. Muss ich mich beim nächsten mal wohl ein wenig mehr aus dem Fenster lehnen.

geschrieben von kamil
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2

@kamil: Hehe, ja, das stimmt wohl. Meinem Vorschlag geht’s aber auch nicht sehr anders, obwohl ich damit keinen schlechten Platz anvisiert hatte 😉

geschrieben von beetFreeQ
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