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Musica Obscura Vol. 13 The Sounds Of South Africa

Die Fußball-WM ist in vollem Gange und die Hupkonzerte nach einem Sieg der deutschen Mannschaft setzen bereits in der Lautstärke an, wo sie 2006 aufgehört haben. Aber was macht man als absoluter Fußball-Uninteressierter nun daraus? Man schaut sich ganz einfach mal das Gastgeberland genauer an. Immerhin ist die WM in Süd Afrika die erste auf dem großen Kontinent. Aber nicht nur in Sachen Fußball ist Afrika für uns Europäer Neuland. Außer dem Ethno-Kitsch, der generell so touristenmäßig rüberschwappt, kennt man kaum andere Musik von dort.

Zeit das zu Ändern, denn Afrika hat massig gute Musik zu bieten, die mehr als nur überraschen kann. Natürlich würde ein Beitrag über den ganzen Kontinent den Rahmen sprengen. Drum kümmern wir uns vorerst einmal um Süd Afrika selbst. Durch seine Mischung aus weißer und schwarzer Bevölkerung und den verschiedensten Traditionen ergibt sich ein wirklich toller Mix aus verschiedensten Stilen!

Chris Chameleon – Sterredank

Der weiße Singer/Songwriter Chris Chameleon singt vorwiegend auf Afrikaans. Seine Songs handeln von alltäglichen Dingen, sind angenehm unverkrampft, haben aber das gewisse, multikulturelle Etwas.

Dear Reader – Dearheart

Die Indie-Folk-Band Dear Reader hat zwar nicht unbedingt einen typisch afrikanischen Sound, sind aber dennoch unverwechselbar einzigartig. Vor ihrem Namenswechsel nannten sie sich Harris Tweed und waren damit auch schon auf den SXSW-Festival in den USA unterwegs und haben hier und da Airplay auf MTV und VH1 abgesahnt.

The Dirty Skirts – Homewrecker

Die vier Kapstädter haben vielleicht den europäischsten Sound der vorgestellten Musikerriege. Ihr Indierock geht sofort ins Ohr und kann locker mit den hiesigen Bands mithalten. In ihrer Heimat feiern sie auch die entsprechenden Erfolge, während sie außerhalb fast niemand kennt. Immerhin hat sie es aber auch schon auf’s SXSW-Festival verschlagen!

Springbok Nude Girls – Ave Maria

Den Preis für den skurrilsten Namen hat diese Band aus Kapstadt schon mal sicher, aber auch ihr Sound, der Elemente aus Punk, Ska, Acid Jazz, Metal und traditionelle afrikanische Einflüsse mischt, kann durchaus als durchgeknallt bezeichnet werden. Spaß macht diese wilde musikalische Reise aber allemal!

BLK JKS – Molalatladi

Als einzige Band unter den heute vorgestellten, die ich schon vorher mal im Programm hatte, dürften BLK JKS einigen Lesern sicher ein Begriff sein. Ihr für eine rein schwarze Band mutiger Mix aus westlichem Progressive Rock mit afrikanischen Einflüssen ist absolut hörenswert und einzigartig!

Miriam Makeba – The Click Song

Natürlich darf auch die vermutlich bekannteste Stimme Süd Afrikas hier nicht fehlen. Sängerin Miriam Makeba hat bis zu ihrem Tod 2008 ihr Land in der Welt vertreten und Völkerverständigung betrieben. Da aber vermutlich jeder ihren Klassiker “Pata Pata” kennt, habe ich einen etwas unbekannteren Song herausgesucht, der auch die in verschiedenen Regionen Afrikas typischen Klicklaute beinhaltet.

Abdulla Ibrahim – Did You Hear That Sound

Als Beispiel für den natürlich auch in Süd Afrika nicht seltenen Jazz soll Abdulla Ibrahim dienen. Der Mutliinstrumentalist (Klavier, Flöte, Saxophon und Cello) gilt als Aushängeschild des afrikanischen Jazz und außerdem als ein musikalisches Idol der schwarzen Bevölkerung während der Apartheid.

Felix Laband – Dirty Nightgown

Auch elektronisch hat Süd Afrika so einiges zu bieten. Felix Laband kreiert mit verschiedensten Samples aus Klassik, Jazz und alten TV-Aufnahmen minimalistisch-groovende Soundscapes, die nicht nur zum Chillen geeignet sind.

Sibot – Expect Everyone

Sibot ist ein Name unter den DJs Kapstadts. Ganz ähnlich wie Felix Laband leiht er sich seine Beats und Melodiefetzen aus obskuren Quellen und dem Fernsehen, um daraus seinen instrumentalen, experimentellen Hip Hop zu stricken und sowohl die Tanzfläche als auch die Chillout-Couch zu füllen.

Kommentare

1

Der Stil von Felix Laband ist tatsächlich super. Der elektornische Touch hat wirklich was.

geschrieben von compiler
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