freeQnet-Logo
freeQnet

Projekt Hörsturz – Rezension Runde 22

Runde 22 im Projekt Hörsturz ist in vollem Gange und da sich dieses Mal relativ wenige Vorschläge tummeln, ist die Auswahl zwar überschaubar, aber im Gegensatz zur letzten Runde hoffentlich wieder ne Ecke besser. Reden wir nicht lang, überzeugen wir uns mal davon!

Pflichtsongs

Band Of Skulls – I Know What I Am

(von Kamil)
Von Kamil kommt zwar nicht immer Musik nach meinem Geschmack, aber wenn, dann richtig! Die “Band Of Skulls” lässt zwar Metal erwarten, es schallt aber Indie-Rock aus den Boxen, der grad so richtig meinen Nerv trifft. Erinnert ein wenig an die White Stripes auf Zeitreise in die 80s mit getauschten Rollen, klingt aber nicht zu abgegriffen und hat die gewisse Ohrwurmizität! So muss das sein!

Rating: ★★★★½ 

REM – Imitation Of Life

(von Steve)
Ich bin ja nie wirklich der große REM-Fan geworden. Meine Einstellung zur Band hat über die Jahre immer mal zwischen Abneigung und “stellenweise ganz schick” geschwankt. “Imitation Of Life” lief ja vor Jahren mal auf allen Kanälen, war mir aber zu belanglos und auf Dauer nervig. Ganz nett für zwischendurch, aber nichts, was mich wirklich vom Hocker reißt!

Rating: ★★★☆☆ 

Lazlo Bane – Superman

(von Sir Donnerbold)
Hmm, das Banjo passt ja so gar nicht in diesen weichgespülten College-Rock-Verschnitt, gibt dem Song aber zumindest eine ganz brauchbare Eigenständigkeit. Nach dem Chorus weiß ich plötzlich, dass ich den Song ja als Scrubs-Titelmusik kenne, wobei mir das Stück da anders in Erinnerung ist. Aber genau wie der Big-Bang-Theory-Song von den Barenaked Ladies ist die Titelmusik auch bei Scrubs das einzige, was mir nur semitoll an der Serie gefällt…

Rating: ★★☆☆☆ 

Matt Pond PA – Brooklyn Fawn

(von Postpunk)
Der Postpunk ist scheinbar in letzter Zeit auf Schmusetrip, denn der Song von Matt Pond PA lässt sich gut in die Schublade Schmuse-Alt-Rock mit Country-Einflüssen stecken. Lässt mich ziemlich kalt. Um bei mir im Ohr zu bleiben, fehlt es dem Song am gewissen Etwas. Zum Glück wird er nicht zwischendurch noch schmalzig. Kaum ist der Song zu ende, ist aber auch nix mehr davon hängen geblieben…

Rating: ★★☆☆☆ 

Stornoway – Zorbing

(von JuliaL49)
Stornoway und ihr Song “Zorbing” sind ja derzeit der Hit auf vielen Blogs. Irgendwie hab ich mich aber bisher nicht so dazu bewogen gefühlt reinzuhören. Nachdem ich den Song nun durch Julia kennenlernen darf, habe ich aber leider auch nicht das Gefühl, etwas besonderes verpasst zu haben. Das Stück klingt ganz gefällig, eigenständig, ist mir aber doch irgendwie zu poppig. So wirklich kann ich es nicht erklären, aber mehr als nette Hintergrundberieselung springt da nicht für mich raus!

Rating: ★★★☆☆ 

Ein Schnitt von 2,9 ist zwar für meine Verhältnisse nicht weltbewegend, aber doch wieder besser als in der letzten Runde. Mal sehen, was die Bonussongs noch so an der Punktzahl drehen können!

Bonussongs

Fjieri – Endless

(von Stefan)
Die einleitenden Klänge lassen aufhorchen. Hier geht’s sphärisch los, das Kopfkino wird eingeschaltet. Gitarren setzen ein, bleiben aber getragen. Als der Gesang dazu kommt, fühle ich mich an Porcupine Tree erinnert. Leider plätschert und klimpert das Stück dann erstmal so vor sich hin, etwas straffer hätte der Song schon sein können. So schwankt er zwischen leicht angejazztem Prog-Rock und Fahrstuhlmusik, kann sich im letzten Drittel durch etwas härtere Töne aber grad noch so retten.

Rating: ★★★☆☆ 

Gorilla Monsoon – Death Revolution

(von Fini)
Das Wort Monsoon ist ja seit Tokio Hotel für mich nur mit negativen Assoziationen verbunden. Das Hinzufügen eines Gorillas macht zwar neugierig, wird dann aber durch monotones Gitarrengekloppe nicht gerade positiv ausgefüllt. Der gröhlig, nuschelige Gesang kann sich auch nicht wirklich durchsetzen und so gibt mir der Song nicht viel mehr als ein gleichmäßiges Dröhnen im Ohr. Wäre vermutlich gut zum Schlafen geeignet.

Rating: ★★☆☆☆ 

HaleStorm – It’s Not You

(von cimddwc)
Hmm, Andreas’ und mein Musikgeschmack treffen sich ja vor allem bei Queen, sonst aber eher selten. HaleStorm passen da auch nicht so wirklich in mein Beuteschema! Groß angelegter Stadionrock, der alternativ sein will, aber komplett dem Mainstream verfallen ist. Das können die stellenweise netten Gitarrenriffs auch nicht retten. Da bin ich mit den Guano Apes schon gesättigt genug. Aber immerhin haben sie das Appell von the Bruce Dickinson befolgt: “more Cowbell!

Rating: ★★☆☆☆ 

Hermann van Veen – Warum bin ich so fröhlich ( Alfred J. Kwak )

(von Stoffel)
So wirklich fröhlich macht mich dieses Kinderserien-Titellied ja nicht. Hermann van Veen hat mir außer “Was wollen wir trinken” auch bisher leider nicht so wirklich viele Ohrwürmer beschert. Und da ich die Serie damals schon nie gesehen hab, gibt’s leider auch keinen Nostalgiebonus.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Moby – Porcelain

(von kasumi)
Da hat die Kasumi bei mir aber ein Fettnäpfchen erwischt. Moby ist einer der wenigen Musiker, die ich nicht ausstehen kann, weil ich sie für heillos überbewertet und untalentiert halte. Er hätte damals mal bei seinem Techno bleiben sollen, das lag ihm zumindest. Alles was danach kam, war entweder absolut einschläfernd zusammengesampelt oder ohne irgend ein Können selbst eingespielt. Wenn der Kerl zumindest die Instrumente spielen könnte, an denen er sich versucht. Aber bis auf Anfängergeklimper kommt da nix raus. Das Schlimmste war ja noch sein Gastspiel für einen Song der Jon Spencer Blues Explosion, wo er deren genialen Drummer mal ersetzte und den langweiligsten Standardbeat vor sich hin trommelte. Aber ich schweife ab…

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Nas & Damian Marley – Nah Mean

(von WeGi)
Bei US-Hip-Hop muss man ja auch unterscheiden. Auf der einen Seite ist da der auf Hochglanz gebügelte, ach so gangstermäßige R&B-Hop mit generisch- langweiligen Beats und auf der anderen Seite gibt’s den immer noch schön im Oldschool verwurzelten Hip Hop. Dieser Song gehört zum Glück eher zur letzten Kategorie. Die Samples sind nett gewählt, der Beat geht gut ins Ohr, die Raps können gefallen und Bob Marley’s Sohn gibt da gleich noch einen weiteren Bonuspunkt! Ich sag’s ja ungern, aber kaum dass WeGi von deutschen zum amerikanischen Hip-Hop wechselt, gibt’s gut Punkte…

Rating: ★★★★☆ 

Polysics – I My Me Mine

(von beetFreeQ)
Zu guter letzt haben wir dann doch noch einen Fünf-Punkte-Kandidaten, denn hier geht’s um meinen Vorschlag und das ist generell ein Song, den ich wirklich liebe. Polysics sind genau die Art japanischer Verrücktheit, die ich mag. Durchgeknallt, dabei aber absolut rockend und nicht zu bonbonbunt. Für viele sind sie nur ein Devo-Ripoff, aber ich liebe beide Bands und kann diesen Vorwurf nicht wirklich verstehen!

Rating: ★★★★★ 

Da konnten die Bonussongs nicht mehr viel retten. Der Schnitt geht auf 2,625 runter, was insgesamt eher meh ist. Im Vergleich zum letzten Mal war die Auswahl diesmal aber auch eher homogen im Mittelfeld und nicht so ein Auf und Ab, was aber auch einen Mangel an Highlights bedeutet. Das kann aber alles nur besser werden!

Mein Vorschlag für Runde 23

Deutsche Musik gibt’s von mir ja auch sehr selten. Damit sich das mal ändert schlage ich heute einfach mal Rainer von Vielen vor! Der Kerl bewegt sich irgendwo zwischen Elektronik, Rock und Hip Hop, hat dabei absolut tolle Texte im Gepäck und macht meistens auch noch absolut Spaß! Er ist sich auch nicht zu schade, einfach mal Sido’s “Mein Block” zu covern und daraus eine satirische Volksmusiknummer zu machen.Vorschlagen will ich aber eher “Plan X“, seinen vermutlich bekanntesten Song!

Kommentare

1

Ha, noch jemand, der Moby für überschätzt hält!

Die Pflichtrunde war bei dir aber wirklich fast nur um die Mitte schwankend :)

geschrieben von juliaL49
antworten  •  Link
2

@juliaL49: Ja, irgendwie unbefriedigend. Zu wenig zum Runtermachen und auch nicht wirklich viel tolles entdeckt. Mittelfeld ist irgendwie immer etwas doof… 😉

geschrieben von beetFreeQ
antworten  •  Link

Trackbacks/Pingbacks

1

[…] beetFreeQ […]

gesendet von Projekt Hörsturz – Runde 22 – freeQnet
We are Sex Bob-Omb and we are here to make you think about death and get sad and stuff

Scott Pilgrim

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blogoscoop Bloggeramt.de