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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 21

Die mittlerweile 21. Runde im Projekt Hörsturz steht ins Haus. Die 21 war ja schon immer meine Glückszahl. Warum, weiß ich gar nicht so. Vermutlich nur, weil ich an einem 21. November geboren wurde. Ich hoffe jetzt einfach mal erneut auf mein Glück und einige wirklich tolle Songs. Mal sehen, was ich letztendlich bekomme!

Pflichtsongs

The Hot Melts – Edith

(von JuliaL49)
Etwas rockend schnelles zum Start. So gefällt mir das. Der Song erinnert mich stellenweise stark an Supergrass, haben aber vermutlich nicht viel miteinander zu tun. Von dieser Ähnlichkeit abgesehen ist der Song zwar ganz nett, kann mich aber nicht vollends überzeugen. Da fehlt irgendwas, ohne dass ich wirklich benennen könnte, was es ist…

Rating: ★★★☆☆ 

Paco de Lucia, John McLaughlin, Al di Meola – Mediterranean Sundance

(von Freddi)
An sich mag ich ja diese Alte-Männer-mit-ihren-Gitarren-Songs. “Mediterranean Sundance kenne ich schon lang, allerdings nicht in dieser Version. Da es bei solchen Stücken ja eh meistens auf die Improvisationen und das Talent der einzelnen Beteiligten ankommt, ist jede Version auch wieder anders. Diese gefällt mir aber außerordentlich gut. Alle drei Gitarristen sind absolute Legenden und wie solche spielen sie auch. Das ist Akustik-Gitarren-Pr0n in Reinform!

Rating: ★★★★½ 

Morlockk Dilemma – Elefant

(von WeGi)
WeGi hat es ja nicht leicht, uns den Hip Hop schmackhaft zu machen. Allerdings macht er es sich mit Songs wie diesem auch nicht sehr einfach. “Elefant” vereint fast alles, was ich an vielen Vertretern des deutschen Hip Hops nicht ausstehen kann. Aggressive Texte, ein unausstehlicher Slang und musikalisch auch nicht mehr dahinter als zwei relativ langweilige Samples. Damit mir ein Song gefällt, müssen entweder der Text oder die musikalische Untermalung so gut gefallen, um auch einen Faux Pas im jeweils anderen Bereich zu verschmerzen. Hier geht aber beides für meinen Geschmack in die Hose. Zudem geht mir seine Stimme auf den Wecker.

Rating: ☆☆☆☆☆ 

The Cinematic Orchestra – To Build A Home

(von beam)
Ah, “The Cinematic Orchestra”! Ein Ohrenschmaus für alle, die es langsam, bedächtig und einfach schön mögen. Obwohl mir ihre früheren, elektronischeren Jazz-Spielereien generell etwas besser gefallen, als die neueren Sachen, gehört “To Build A Home” zu den vielleicht besten Songs, die je geschrieben wurden. Dieses simple, aber doch so ausdrucksstarke Stück lebt von der genialen Zusammenarbeit mit Songwriter Patrick Watson. Leider ist das hier allerdings nur die Radiofassung, wie ich gerade festgestellt habe. Hört euch auf alle Fälle auch noch die längere Originalversion an!

Rating: ★★★★★ 

Callejon – Sommer, Liebe, Kokain

(von Sebastian)
Aua! Was ist das denn? Hört man so was freiwillig? Ich kann ja ein wenig Geschreie in gewissen Songs ab, aber hier wird das gleich in den ersten Takten überstrapaziert. Da mir die restlichen stimmlichen Ergüsse auch nicht gefallen können und ansonsten musikalisch auch nur recht undefinierbares Gitarrengeschrammel dahinter steckt, muss ich der Band leider eine Abfuhr erteilen. Absolut nicht meine Welt.

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Ein Schnitt von 2,5 stellt leider die für meinen Geschmack bisher schlechteste Runde dar. Schade eigentlich, aber diesmal war’s auch einfach mal ein extremes Auf und Ab! Mal sehen, ob die Bonussongs den Schnitt noch retten können!

Bonussongs

Eddie Gale – The Rain

(von beetFreeQ)
Tja, mit meinem aktuellen Vorschlag treffe ich sicher auch nicht jedermann’s Geschmack. Als ich das Stück aber wie es der Zufall so will unabhängig vom Vorschlag meiner liebsten Beam auf einer vom Cinematic Orchestra zusammengestellten Compilation entdeckte, war es um mich geschehen. Diese Mischung aus Folk, Gospel und Jazz ist genau mein Ding und zudem ziemlich einzigartig. Leider ist Eddie Gale der große Erfolg verwehrt geblieben, aber man kann sich dank der Wunderwelt Internet ja heutzutage zum Glück auch mit tollen alten Raritäten eindecken!

Rating: ★★★★★ 

Fee­ding Fin­gers – Fire­flies make us Sick

(von Robert)
Robert hat mal wieder einen Song mit 80s-Einschlag im Angebot. Das Ding will aber nicht so wirklich in Fahrt kommen. Für mich muss sich ein Song ja entscheiden, ob er nun langsam grooven will oder schnell und mitreißend ist. Von mir aus gern auch beides abwechselnd, aber dieser hier steckt auf die volle Länge genau dazwischen fest und wirkt auf mich damit einschläfernd. Da sich nicht mal gegen Ende so etwas wie ein Höhepunkt anbahnt, flutscht er schneller wieder aus dem Ohr als er reingekommen ist…

Rating: ★★☆☆☆ 

Foals – This Orient

(von Kamil)
Das Debut der Foals konnte mich ja auch von Anfang an sehr überzeugen. Der Nachfolger tut sich bei mir noch schwer, sich meine Ohren zu erobern, obwohl oder besser weil er weit eingängiger und poppiger ist als der Vorgänger[1]. “This Orient” selbst kann mich auch noch nicht komplett überzeugen. Nett und gefällig und sicher für die eine oder andere Hörrunde geeignet, aber auch nichts so richtig favorisierbares.

Rating: ★★★½☆ 

Freedom Call – Over the Rainbow

(von cimddwc)
Au weia, die Orgeln mit den einfließenden Chor lassen ja übelste Klischees vor meinen Augen entstehen. Der unvermeidbare Metal, der sich daraus dann entwickelt, bestätigt diese. Wäre das Ding zumindest straff gespielt und mitreißend, hätte ich ja nichts gegen diese Klischees, aber der Song ist mir viel zu unausgegoren und ruppig. Leider fehlt’s hier an jeder Ecke an Kleinigkeiten. Aufaddiert machen sie den Song für mich aber leider unhörbar…

Rating: ★☆☆☆☆ 

Guns N’ Roses – Paradise City

(von Sir Donnerbold)
Axl Rose und seine Musik mag man oder eben nicht. Während ich mit Bands wie Aerosmith und ähnlichen Kandidaten abgeschlossen habe, lasse ich mir zumindest noch die kleine Sünde, GnR zu mögen. Paradise City ist halt einfach ein toller Song. Da kann man nichts dran drehen und das will ich auch nicht!

Rating: ★★★★½ 

Kirsty MacColl – Caroline

(von Postpunk)
Oha, was hat den Postpunk denn da gebissen? Schlager ist zwar ursprünglich die Eindeutschung von Hit, gibt aber ein ganzes verschmähenswertes Genre wieder, das sich auch international sehen lässt. Und dieser Song gehört in meinen Ohren genau da rein.

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Malice Mizer – Beast of Blood

(von Fini)
Die aktuelle Runde polarisiert aber mal ordentlich. Generell stehe ich verrückten japanischen Sachen ja immer offen gegenüber. Das Ding hier ist mir aber vermutlich nicht verrückt genug, denn diese recht “normale” japanische Popmusik, wie man sie zu Hauf in Animes und Videogames findet, mag ich mal gar nicht. Da hilft diesem Stück leider auch sein Industrial-Anstrich nur wenig. Immerhin hat mich das Stück auf die Idee zu meinem nächsten Vorschlag gebracht!

Rating: ★☆☆☆☆ 

Marina and the Diamonds – Hollywood (Acoustic)

(von kasumi)
Oh, da hat Kasumi, die ja sonst oft an meinem wählerischen Geschmack in Sachen weibliche Stimmen scheitert, diesmal genau ins Schwarze getroffen. Die Stimme der Sängerin kann mir sehr gefallen. Die Akustikversion dieses Songs klingt sehr schick, ich erwarte aber irgendwie immer noch ein einsetzendes, mitreißendes Schlagzeug. Trotz dieses Makels kann der Song gefallen und macht Lust auf mehr!

Rating: ★★★★☆ 

The Cure – The Love Cats

(von Stoffel)
Und noch einen Klassiker zum Abschluss. Zu “Love Cats” muss man nicht mehr viel sagen. Wer diesen Song nicht kennt, hat ein ganzes Stück Musikgeschichte verpasst. Auch wenn ich nicht der größte Cure-Fan bin, gehört “Love Cats” mit seinem angejazzt-fluffigen Stil zu meinen liebsten Songs!

Rating: ★★★★★ 

Au weia! 2,393 Punkte Gesamtdurschnitt sprechen eine klare Sprache. Paradoxerweise habe ich in dieser Runde trotzdem ziemlich oft mehr als vier Punkte gegeben. Da gibt’s also doch nicht wirklich was zu meckern!

Mein Vorschlag für Runde 22

Auch wenn mir Finis Vorschlag nicht wirklich gefallen hat, hatte er doch etwas Gutes, denn er hat mich wieder auf meine eigenen musikalischen Favoriten aus Japan gebracht, die ich schon ne ganze Weile hab verstauben lassen. Dementsprechend gibt es für die folgende Runde einfach mal die Art von Japanischer Verrücktheit, die ich absolut mag: Polysics mit “I My Me Mine

http://www.youtube.com/watch?v=rXTaMxYJtDg

  1. Ja, komplizierte Musik kann sich bei mir schneller zum Ohrwurm entwickeln als einfache. Klingt komisch, lässt sich aber nicht ändern []

Kommentare

1

Werd diesmal wohl keinen Beitrags chaffen. Möchte trotzdem mal eins für die nächste Runde vorschlagen:

Nas & Damian marley – nah mean

geschrieben von Alex
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2

Sorry hab den falschen beitrag angeklickt :/

geschrieben von Alex
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