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Musica Obscura Vol. 12 Psychedelia Today

Es wird mal wieder Zeit für eine Episode Musica Obscura. Dieses Mal gehen wir aber zur Abwechslung mal höchstens 2-3 Jahre in die Vergangenheit und lassen sogar die Obskurität der Musik mal ein wenig außen vor. Die Serie ist in letzter Zeit nämlich von wahllosen Vorstellen alter Obskuritäten mehr zu thematisch gebundenen Zusammenstellungen von Musikbewegungen geworden, ohne auf Seltenheiten zu verzichten.

Diesen Trend möchte ich fortsetzen, indem heute einmal ein Revival beleuchtet wird, das sich eher unscheinbar durch die Musiklandschaft der vergangenen Jahre zieht. Psychedelische Musik war lange Zeit eher im Trance zu hause und im Rock/Pop nur noch ein seltenes Phänomen. Mittlerweile kommen aber vermehrt rocklastigere Bands auf den Geschmack des Psychedelischen und bringen das Genre mit ordentlichem Retro-Feeling wieder unter die Leute. Die folgenden neun Songs sollen einen kleinen Überblick über die Bandbreite der modernen psychedelischen Rock/Pop-Musik geben!

http://www.youtube.com/view_play_list?p=D74875EBC48A3C1D

Caribou – Melody Day

Electronic-Künstler Caribou war dem psychedelischen noch nie wirklich abgeneigt. Mit seinem 2007er Album “Andorra” trieb er das Interesse aber an die Spitze und veröffentlichte eine Sammlung waschechter Retro-Psych-Pop-Songs, wie man sie seit den 60ern kaum noch zu hören bekam. Die Rechnung ging auf, denn das Album ist schon jetzt ein kleiner Klassiker. Der Nachfolger “Odessa” geht zwar weiter in die Disco-Richtung, lässt die Psychedelik aber auch nicht komplett hinter sich.

Yeasayer – Wait For The Summer (Studio Session)

Begonnen mit psychedelisch gefärbtem Folkrock wandelte sich die noch junge Band Yeasayer von einem Album zum nächsten zu einem überraschend synthlastigen Popmonster, das aber vor allem durch die psychedelischen Elemente und das gute Händchen für tolle Melodien zu erkennen blieb. “Wait For The Summer” folgt aber noch ihrem anfänglichem Stil, der dem Nachfolger auch das Wasser reichen kann.

MGMT – Brian Eno (Live)

2008 waren MGMT die Newcomer schlechthin. Ihr energetischer psychedelischer Rock war aber schon einige Jahre vorher ihr Markenzeichen. Mit ihrem aktuellen Album knüpfen sie den Bogen zum Pop der 60er und 70er noch weit stärker, wie die Hommage an Ambient-Gott Brian Eno beweist.

The Dolly Rocker Movement – Coffin Love

Ebenfalls stark im Pop der 60er verwurzelt zeigen sich The Dolly Rocker Movement. Die Ex-Sydneyer gehen keine Kompromisse ein, ihr Stil ist sicher nicht einzigartig, begeistert aber durch absolute Spielfreude und Liebe zu dem was sie tun.

Sholi – All That We Can See

Experimental-Rocker Sholi nutzen psychedelische Elemente weniger als Songmittelpunkt sondern zur Ausarbeitung ihrer langen experimentellen Improvisationen. “All That We Can See” beginnt als ungestümer Post-Rock, um plötzlich in melodisch-psychedelischen Folk-Pop umzuschwenken.

The Black Angels – You In Colour

Auch wenn die Black Angels sich viel ihrer Inspiration bei Velvet Underground holten und auch ihr Bandlogo der Band widmeten, schlagen sie eine eindeutig härtere Gangart ein. Erdig-bluesige, stellenweise in den Stoner-Rock übergehende Gitarrenriffs überschlagen sich in repetitiven Loops bis zur Ekstase.

Black Mountain – Wucan

Auch Black Mountain findet man in Stoner-Rock-Nähe wieder. Die Band stellt die Speerspitze des kanadischen Musikerkollektivs “Black Mountain Army” dar, deren Musiker u.a. auch mit den achtzehnköpfigen “Pink Mountaintops” in noch experimentelleren Gefilden wüten.

Sleepy Sun – New Age

Die Band aus San Francisco trägt psychedelische Anklänge bereits im Namen mit. Ihr Stil ist dabei allerdings selten wirklich sonnig sondern heftig rockend und eher düster veranlagt, ohne wirklich depressiv zu werden.

UNKLE – Follow Me Down[1]

Electronic-Duo UNKLE haben psychedelische Elemente auch schon immer in ihren samplelastigen, eher dem Rock als der Elektronik nahen Songs untergebracht. Ihr taufrisches Album “Where Did The Night Fall” dreht sich allerdings in großem Stil um die Thematik und bringt die verschiedensten modernen Psychedelik-Einflüsse unter einen Hut. Zusammen mit diversen Gastmusikern (u.a. die schon genannten Black Angels und in “Follow Me Down” auch Sleepy Sun) definieren sie ihren Sound wieder mal neu und können erneut absolut überzeugen.

  1. Achtung! Das Video ist aufgrund blanker Haut ein wenig NSFW! []
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