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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 20

Ich mache mir ja nicht viel aus dem Vatertag. Ich war nie der Bollerwagen ziehende, Bier saufende Jugendliche, der an diesem Tag die Sau raus ließ. Dementsprechend ist heute für mich auch nur ein netter ruhiger freier Tag. Das Wetter ist eh alles andere als angenehm. Was liegt da also näher, als ein wenig gute Musik zu hören? Und diesmal kann ich schon im Vorweg sagen, dass die für Runde 20 vorgeschlagenen Songs wirklich toll sind, denn in dieser Sonderrunde geht es um mindestens 30 Jahre alte Songs und da wurden einige wahre Klassiker vorgeschlagen. Legen wir also los!

Pflichtsongs

Tuxe­do­moon – No Tears

(von Robert)
Der Bandname kommt mir schon irgendwie bekannt vor, aber das war’s dann auch schon. Der Song fängt aber absolut interessant an und klingt absolut nach Robert. New Wave ist ja generell so eine grenzwertige Geschichte, weil es da viel Müll gab, aber dieser Song kann mir durch seine schräge Art wirklich gefallen. Auf Dauer sicher nichts, was man mal so als angenehme Hintergrundbeschallung wählen würde, aber manchmal kommt mir solche Musik genau recht. Die Band werde ich mir mal merken!

Rating: ★★★★☆ 

Benny Goodman Orchestra – Sing, Sing, Sing (With A Swing)

(von beetFreeQ)
Machen wir in den Ohren erstmal wieder Platz für was beschwingteres. Swing ist ja eh so eine Musikrichtung, bei der man seine Gliedmaßen absolut nicht still halten kann. Wenn sie dann auch noch von so aboluten Swinggöttern wie dem Benny Goodman Orchestra gespielt werden und Gene Krupa an den Drums sitzt, ist alles verloren. Bei der Energie, die hier versprüht wird, kann man gut verstehen, wie Jazz damals die Musik der Jugend war.

Rating: ★★★★★ 

Bob Marley – War/no more trouble

(von WeGi)
Ein bisschen Bob Marley geht ja auch immer. Reggae mag ich generell ganz gern, allerdings gibt’s da auch viel vergessenswertes. Die 2-Song-Kombi, die Alex hier in den Ring wirft gibt mir jetzt nicht so extrem viel. Der Bob hat da so einige bessere Songs geschrieben, wie ich finde. War ist ein ziemlich monotones Stück und wird fast unbemerkt von “No more Trouble” abgelöst, das dann aber glücklicherweise ein wenig mehr Fahrt aufnimmt. Kann man sich anhören, bleibt aber kaum hängen.

Rating: ★★½☆☆ 

Love – A House Is Not a Motel

(von Postpunk)
Love sind mir ein Begriff. Ich würde mich zwar nicht als großer Fan bezeichnen, mag aber das eine oder andere Lied sehr gern. “A House Is Not A Motel” war mir bisher unbekannt, allerdings schlägt es sich wirklich gut. Die Drumsoli sind wirklich spitze, mit dem Gitarrensolo wird’s dann auch noch schick psychedelisch. So mag ich ja die Musik aus den 60ern!

Rating: ★★★★☆ 

The Box Tops – The Letter

(von kasumi)
Die Box Tops sind eine dieser typischen 60s-Rockbands, denen man eine Ähnlichkeit zu den Beatles nicht absprechen kann. “The Letter” ist ein gefälliger Rocksong, der bis auf den ohrwurmigen Chorus nicht mit allzuviel Highlights aufwarten kann. Nicht schlecht aber halt auch nicht wirklich hängenbleibend!

Rating: ★★★☆☆ 

Ein Schnitt von 3,7 ist schon mal nicht schlecht für die Pflicht. Ich bin mir aber sicher, dass die Kür das noch etwas nach oben schrauben kann, verstecken sich die meisten bekannten Klassiker doch dort!

Bonussongs

Aerosmith – Dream On

(von Fini)
Mit Aerosmith verbinde ich immer die unsäglich schwülstigen Songs, die sie in den 90ern so fabriziert haben. Man darf aber nicht vergessen, dass sie ja auch schon eine ganze Weile länger auf der Bühne stehen. Ihre Songs aus den 70ern klingen in meinen Ohren schon weit angenehmer (was nicht nur an der ungewohnt unquäkigen Stimme liegt – da singt nicht wirklich Steven Tyler, oder?) und da macht auch “Dream On” keine Ausnahme, wenn auch das Stück sicher keiner meiner Lieblingssongs wird.

Rating: ★★★½☆ 

Black Sabbath – Paranoid

(von Sir Donnerbold)
Black Sabbath habe ich bisher immer sträflich vernachlässigt. Seitdem ich aber weiß, dass sie neben ihren Metal-Prototypen sogar auch chillig psychedelische Seiten aufziehen konnten, bin ich mittlerweile zum Fan geworden. “Paranoid” ist aber natürlich einer ihrer härteren Klassiker und rockt als solcher ordentlich was weg!

Rating: ★★★★☆ 

Don McLean – The Grave

(von Freddi)
Natürlich darf auch der obligatorische Singer-Songwriter-Protestsong nicht fehlen! Schön dramatisch vorgetragen, einiges an gekonntem Gitarrengeklimper, aber mir ist das leider zu dröge, ernsthafter Text hin oder her. Stattdessen werfe ich noch schnell nen Funfact ein: Der Song “Killing Me Softly” von Roberta Flack basiert auf einem Gedicht über Don McLean!

Rating: ★★½☆☆ 

J.J. Cale – Cocaine

(von Stoffel)
Cocaine ist auch einer dieser Songs, die mal eine “Klassiker des Rock”-Ausgabe verdient haben. Unzählige Male wurde er gecovert. Das Original von J.J. Cale in allen Ehren, aber besser gefällt mir dann doch die auch bekanntere Coverversion von Eric Clapton. Das kostet nen halben Punkt!

Rating: ★★★★½ 

Mott the Hoople – All The Way From Memphis

(von cimddwc)
Leider macht Grooveshark gerade die Grätsche, also muss eine der Liveversionen des Songs von Youtube herhalten. Als waschechte Glam-Rock-Band wissen die Jungs natürlich, wie man ordentlich rockt. Netterweise steckt aber auch etwas mehr in ihren Songs als nur Glam und Gepose. Gefällt!

Rating: ★★★★☆ 

Richard & Linda Thompson – I Want to See the Bright Lights Tonight

(von JuliaL49)
Julia hat etwas mir unbekanntes ausgegraben, das mich auf den ersten Blick stimmlich an Shocking Blue erinnert. Hat damit aber wohl nix zu tun. So ein wenig countryeske Züge sind zu hören und oh Wunder, ein paar Bläser! Und das bei Julias Abneigung gegen mundbetriebene Blechtröten! Ein wenig lahm ist der Song aber leider schon. Da fehlt mir ein wenig Pepp.

Rating: ★★★☆☆ 

Sex Pistols – Anarchy in the U.K.

(von Sebastian)
So der große Punk-Fan war ich ja nie. Ich hab mich eher mit den direkten Vor- oder Nachfahren beschäftigt. Aber den einen oder anderen Punkklassiker zähle ich aber auch zu meinen Favoriten. “Anarchy in the U.K.” war mir, wie ich gestehen muss, bisher aber nur namentlich bekannt. Den Song selbst hatte ich nie bewusst gehört. Lohnt sich aber, das nachgeholt zu haben, wobei er wohl trotzdem nicht zu meinen Favoriten aufschließen können wird.

Rating: ★★★★☆ 

The Animals – House Of The Rising Sun

(von Kamil)
Absoluter Klassiker in dieser Version der Animals[1]. Es gibt wenige Songs, die genialer und alles überschattender sind als dieses Stück! Punkt! Da gibt’s gar nicht mehr zu sagen!

Rating: ★★★★★ 

The Bob Seger System – Ramblin’ Gamblin’ Man

(von Benni)
Der Name Bob Seger ist mir schon irgendwie bekannt, aber ich konnte nie etwas damit verbinden. Dieser Song ändert auch nicht so viel daran. Zwar kommt er mir in der einen oder anderen Version recht bekannt vor, ist aber auch nicht ganz so mein Stil. Ganz nett, mehr aber nicht!

Rating: ★★½☆☆ 

The Doors – Roadhouse Blues

(von Guldhan)
Die Doors, eine absolute Kultband, mit der ich mich leider auch viel zu wenig beschäftigt habe. Z.B. wusste ich gar nicht, dass sie auch so einen schicken Blues im Angebot hatten. Gefällt mir zwar nicht so genial wie ihre eher psychedelischen Meisterwerke, ist aber dennoch ein toller Song!

Rating: ★★★★☆ 

The Who – Baba O’Riley

(von Steve)
Ah, gleich noch ein absolut unfehlbarer Klassiker zum Abschluss. The Who sind schon eine geniale Band, die neben diesem noch eine ganze Reihe weiterer Klassiker auf die Welt losgelassen haben. Baba O’Riley ist aber wohl der Song, den die meisten mit der Band verbinden können, trotz des ja doch etwas gewöhnungsbedürftigen Intros und Endes.

Rating: ★★★★★ 

3,78! Was sag ich, der Schnitt wurde nochmal ein wenig nach oben korrigiert! Von mir aus könnten ja fast alle Runden mit solchen Klassikern ausgestattet sein, aber es ist ja auch nicht untersagt, in einer normalen Runde einen solchen vorzuschlagen!

Mein Vorschlag für Runde 21

Für die nächste Runde bleibe ich entsprechend auch gleich mal etwas älter und auch im Jazz verwurzelt. Allerdings gibt’s weniger einen bekannten Klassiker als ein relativ obskures Stück des Free-Jazz-Trompeters Eddie Gale. Aber keine Sorge, “The Rain” ist kein wildes Rumgetute und Geklimper, wie man es oft im Free Jazz hört. Vielmehr ist das Stück eine Mischung aus Folk, Jazz und Soul, die in meinen Augen einfach großartig ist. Ich bin mal gespannt, was ihr dazu sagt!

  1. Der Song basiert ja auf einem alten Folksong, den u.a. auch Bob Dylan gesungen hat, aber die Version der Animals macht ihn erst zu dem Klassiker, der er ist []

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