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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 17

Nachdem die vergangene Runde im Projekt Hörsturz doch ziemlich durchwachsen war und der Zufallsgenerator die richtig tollen Songs zielsicher ausgelassen hat, kann man diesmal doch hoffen, dass er wieder etwas netter mit uns umgegangen ist. Von den fünf gezogenen Songs kenne ich diesmal keinen einzigen und auch aus den Bonussongs, die ich wieder mit abfrühstücken werde, sind mir nur die beiden von mir und Beam bekannt. Legen wir einfach los!

Die gezogenen Songs

Maeckes – Graustufenregenbogen

(von WeGi)
WeGi hatte gleich mit seinem ersten Vorschlag das Glück gezogen zu werden. Als Hip-Hop-Fan bringt er definitiv schon mal neuen Wind in die Runde. Maeckes ist ein deutscher Rapper, der – zumindest in diesem Song – angenehm klischeefrei rappt und dabei einen echt netten Text zusammenbaut. Stilistisch komme ich aber nicht ganz so sehr damit klar. Ist einfach nicht so mein Fall, würde aber definitiv nicht weggeschaltet werden, wenn’s mal irgendwo läuft!

Rating: ★★½☆☆ 

Flogging Molly – Devil’s Dance Floor

(von Robert)
Oha, irische Klänge, gemischt mit Rock. Kann sehr gut sein, kann aber auch ordentlich in die Hose gehen. Flogging Molly habe ich aber hier und da schon mal gehört und weiß, dass sie diese musikalische Mischung beherrschen. “Devil’s Dance Floor” ist schön schmalzfrei, geht ordentlich nach vorne und bringt sehr viel Spaß. Genau so mag ich das!

Rating: ★★★★½ 

Element Eighty – Slackjaw

(von Fini)
Gitarrentechnisch bin ich erst mal angetan. Allerdings kommt dann schnell die Ernüchterung. So hart und alternativ der Song auch wirken will, so generisch und glatt kommt er herüber. Ich weiß nicht, wie neu der Song ist, würde ihn aber in die typische Alternative-Emo-Ecke der Jahrtausendwende stecken. Mochte ich mal, mittlerweile ist mir sowas etwas zu nölig und austauschbar.

Rating: ★½☆☆☆ 

Kirlian Camera – Odysee Europa

(von Guldhan)
Elektronische Klänge sind ja an sich schon mal nix falsches. Die Stimme der Sängerin reibt sich aber leider gleich wieder an meinem sehr wählerischen Geschmack in Sachen singende Frauen. Musikalisch bleibt da aber auch nicht viel bei mir hängen. Zwischendurch hat man das Gefühl, der Song stellt einen obskuren Ausflug von Bonnie Tyler in den New Wave aus den 80ern dar. Geht mir eher auf die Nerven als dass es mir gefallen könnte…

Rating: ★½☆☆☆ 

The Coasters – Down in Mexico

(von Sir Donnerbold)
Eigentlich müsste ich diesen Song als Tarantino-Fan kennen. Tue ich aber nicht, da ich Death Proof als einzigen seiner Filme bisher leider noch nicht gesehen habe. Dass Tarantino ein Händchen für obskure, aber meist echt tolle Musik hat, weiß man ja. “Down In Mexico” passt auch ganz ordentlich in sein Portfolio. So wirklich in Fahrt kommt das Stück aber erst so zur Hälfte. Insgesamt liegt’s für meinen Geschmack aber eher im schlechteren Anteil der Tarantino-Soundtrack-Songs, was aber alles andere als wirklich schlecht ist.

Rating: ★★★½☆ 

2,7 im Schnitt – zwar ein wenig besser als Runde 16, aber dennoch sehr niedrig für meine Verhältnisse. Mal sehen, ob sich in den Bonussongs erneut so viele Perlen verstecken!

Die Bonussongs

AC/DC – Jailbreak

(von Stoffel)
Von AC/DC kenne ich zwar so einige Songs, aber wirklich großartig beschäftigt habe ich mich mit der Band nie. “Jailbreak” kannte ich bisher nicht und bin auch ein wenig überrascht, da sich das Stück für meine Ohren stilistisch vom Rest abhebt. Ganz nett und eignet sich auch gut zum Mitrocken, bleibt aber doch nicht so wirklich hängen.

Rating: ★★★☆☆ 

Breaking Benjamin – So Cold

(von kasumi)
Hmm, Breaking Benjamin sind mir zu glatt gebügelt. Seitdem Alternative zum Mainstream wurde, schossen solche Bands ja aus dem Boden wie nix gutes. Für meinen Geschmack ist das nix. Klingt mir alles zu seelenlos.

Rating: ★½☆☆☆ 

Creature Feature – A Gorey Demise

(von beetFreeQ)
Mein Vorschlag ist eigentlich ein Song, den ich vor einer Weile über Beam kennengelernt habe. Die Band geht insgesamt in so eine skurril-morbide Richtung, “A Gorey Demise” ist aber ihr Filetstück, würde ich sagen. Für Fans von den Muppets, Tim Burton und Marylin Manson genau das richtige.

Rating: ★★★★★ 

Dornenreich – Drang

(von Alph)
Alph’s Vorschlag kann ich leider nicht mehr bewerten. Das Video existiert nicht mehr auf Youtube und eine andere Quelle konnte ich leider nicht auftun. Zur Abwechslung wurde das Video aber netterweise mal nicht direkt wegen Copyright-Unsinn entfernt, sondern schlicht vom Ersteller selbst.

Elton John – I Want Love

(von JuliaL49)
Elton John??? Ehrlich? Den Schmalzopa hätte ich von Julia jetzt nicht erwartet. Ist absolut nix für mich. Bis auf ganz wenige Ausnahmen kann ich seine Musik nicht ab und dieser Song ist keine Ausnahme. Nur das Video mit Robert Downey Jr., der hier auf Playback die Lippen bewegt, bekommt nen Sympathie-Bonus. Oder sollte ich dem Schauspieler eher einen Sympathiepunkt abziehen, dass er sich für ein Elton-John-Video hergab?

Rating: ½☆☆☆☆ 

Freddie Mercury – Yellow Breezes (Demo)

(von cimddwc)
Andreas holt gleich die nächste Kuriosität heraus. Eine Demo-Aufnahme eines unveröffentlichten Songs von Freddie Mercury. Warum der Song unveröffentlicht blieb, wird aus dem Demo auch ganz gut deutlich. Freddie hopst hier wie ein kreatives Eichhörnchen auf Speed durch den Song, erinnert mich dabei fast an Otto und wirkt zwar sehr skurril, aber nicht wirklich songtauglich. Die Genialität des Mannes scheint zwar durch, mehr als ein paar WTF-Momente bleiben aber am Ende nicht übrig. Da hat der Kerl viel zu viel geniale Songs geschrieben, um diesen hier öfters zu hören.

Rating: ★★★☆☆ 

INVASION – Moongazer

(von Kamil)
Hier kommen wir mal zu etwas, das mich sehr aufhorchen lässt. Psychedelischer Metal gepaart mit Elektronik und einer Sängerin, die man eher im R&B erwarten würde. Eine sehr bekömmliche Mischung die Lust auf mehr macht! Wird definitiv im Auge behalten!

Rating: ★★★★½ 

Kaada – All Wrong

(von beam)
Kaada kenne ich schon seit einer Weile, weil er sowohl mit Mike Patton zusammen ein Album aufnahm als auch Teil der Band Cloroform ist, die wiederum ein geniales Nebenprojekt des Bassisten von Kaizers Orchestra ist. Man muss schon einen Hang zu abgedrehten Samples haben, um dieses Stück zu mögen, aber da ich damit definitiv gesegnet bin, liebe ich das Stück – und zwar gerade wegen des Gesangs, der für viele scheinbar zum K.O.-Kriterium wurde!

Rating: ★★★★★ 

Kina Grannis – Strong Enough

(von Hannah)
Generische Akustik-Gitarren-Akkorde schallen an mein Ohr. Die Stimme der Sängerin bestätigt meine Befürchtungen: Singer-Songwriter-Herzschmerz-Pop von der Stange… Zu Gute halten kann man ihr immerhin, dass sie kein gecasteter Tennie-Star ist. Der Song bekäme in dieser Demo-Version auch zumindest einen Punkt mehr von mir, denn da klingt er ehrlicher und nicht so glatt!

Rating: ★☆☆☆☆ 

Seven Saturdays – Secret Things

(von dehkah – kostenloser Download!)
Sieben Samstage – das wünsch ich mir ja auch immer pro Woche, aber irgendwie will mir das niemand erfüllen. Das instrumentale Stück hier klingt auch wie ein chilliger Samstag. Ganz nett, aber etwas zu unspektakulär. Da bleibt einfach zu wenig hängen.

Rating: ★★½☆☆ 

[ingenting] – Hallelujah

(von Postpunk)
Postpunk setzt zum Schluss noch ein wenig auf Bombast-Indie in einer skandinavisch klingenden Sprache. Etwas zu süßlich glockenreich für meinen Geschmack, aber sparsam dosiert durchaus bekömmlich.

Rating: ★★★½☆ 

Die Bonussongs konnten den Schnitt mit 2,867 Punkten noch mal ein wenig nach oben reißen, was aber auch vor allem dran liegt, dass zwei von mir sehr gemochte Songs dabei waren. Immerhin habe ich auch dank Kamil eine neue Band für mich entdeckt. Das ist ja auch mal was!

Mein Vorschlag für Runde 18

Diesmal gibt’s wieder etwas ruhigeres von mir. Vor kurzem bin ich nämlich über die Musik von “Entertainment For The Braindead” gestolpert und hab mich spontan in diese zerbrechlich-verspielten Songs verliebt. Hinter den Songs steckt die Kölner Kunststudentin und Multiinstrumentalistin Julia Kotowski, die ihre Musik vor allem völlig kostenlos im Internet verbreitet! Ausgesucht habe ich mir den Song “Relapse” vom brandneuen Album “Roadkill”.

Kommentare

1

Ich bin dafür, dass “Freddie hopst hier wie ein kreatives Eichhörnchen auf Speed durch den Song” als Zitat der Woche, äh, der (bisherigen) Runde gewählt wird, auch wenn’s von dir selber ist. 😆

geschrieben von cimddwc
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2

@cimddwc: Hehe, danke! Na mal gucken. Wenn ich nichts finde, was mir direkt ins Auge springt, kann ich’s ja auf speziellen Wunsch als Zitat angeben! 😉

geschrieben von beetFreeQ
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3

Woho, Invasion 4,5Punkte!

Ich glaube aber auch, dass die das wert sind.

geschrieben von kamil
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4

Japp, das sind sie – zumindest was ich bisher noch so von der Band gehört habe.

geschrieben von beetFreeQ
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