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Das Kind in dir
Abenteuer draußen

Und wieder bin ich relativ spät dran in Heuni’s Blogprojekt “Das Kind in dir”, in dem er alle zwei Wochen ein Thema vorgibt, zu dem man sich an seine Kindheit zurückerinnern soll. Die dritte Runde hat das Thema “Abenteuer draußen”.

Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich jede Gelegenheit genutzt habe, um draußen zu spielen. Dafür gab es drinnen einfach zu viele spaßige Spielsachen, die ich nicht mit hinausnehmen wollte oder durfte. Aber dennoch habe ich vor allem im Sommer doch relativ viel Zeit draußen verbracht. Auf dem Dorf, von dem ich stamme, gab es glücklicherweise viel Natur und damit auch Spielmöglichkeiten. Nach etwas Brainstorming sind mir folgende Kindheitsschnipsel[1] eingefallen:

  • Als kleiner Steppke brachte ich des öfteren Frösche aus dem Kindergarten in der Hosentasche mit nach haus. Als ich sie stolz meinen Eltern präsentieren wollte, war ich todtraurig, dass sie tot waren – ganz schrumpelig und vertrocknet…
  • Im Garten hatte mein Vater mir eine kleine Hütte mit einer Leiter aufs Dach gebaut. Das war dann mein Piratenschiff. Ich war immer der Kapitän und mein Cousin der “Kätten”. Ich dachte nämlich, Captain sei der Steuermann. Die Hütte diente aber auch dazu, eine Katze einzusperren. Die war vielleicht wütend da drinnen.
  • Zwischendurch hatte ich auch eine Koch- und Backphase. Natürlich kann man keinen Kuchen aus Sand backen – da fehlen doch die Eier. Aber meine Eltern haben sich nie gewundert, warum unsere Hühner eine Weile so wenig Eier gelegt hatten…
  • Die größte Attraktion meiner Kindergartenzeit war die Sandkiste meines Cousins. Das Ganze war eher eine sehr sandige Ecke im Garten, in der wir uns immer als Städtebauer verdingten. So richtig mit kleinen Plastikstraßenschildern und Spielzeugautos. Als wir dann fertig waren, kam die Flut in Gestalt eines Schlauchs. Was hat meine Tante sich über den überfluteten Garten gefreut!
  • Hinter dem Haus meiner Eltern gab es eine Wiese mit einem Hügel, von dem damals oft Sand abgebaut wurde. Diese Sandkuhle war natürlich auch ein beliebter Spielplatz. Wenn mein Cousin und ich uns nicht gerade den Hang runterkullern ließen, wurden kleine Höhlen für unsere Matchboxautos in den Sand gegraben. Das eine oder andere ist dabei auch verloren gegangen.
  • Das Freibad des Dorfs war in nur fünf Minuten Fußweg erreicht und im Sommer fast pausenlos belagert. Eine Decke zum Hinlegen brauchten wir nicht, der ganze Nachmittag wurde sowieso ausschließlich im Wasser verbracht. Natürlich musste vor dem Nachhauseweg mit knurrendem Magen auch meistens die obligatorische Portion Pommes vom Imbiss sein.
  • Unsere Nachbarn waren gut befreundete Bauern. Da passierte es auch schon mal, dass wir mithelfen durften. So war man manchmal mit zum Kühetreiben angestellt und in einem Sommer durfte ich auch auf dem Feld Trecker fahren, während die Erwachsenen den Anhänger mit Heuballen beluden. Als Belohnung gab’s dann auch gern mal eine Flasche mit frisch gemolkener, nicht entrahmter, noch warmer Milch. Ich glaube, heutzutage würde ich das nicht mehr mögen…
  • Einige Sommer wurden im Zelt verbracht, ich bei meinen Eltern im Garten, mein Cousin nebenan bei seinen. Natürlich hatten wir Strom in unseren Zelten, was dann auch öfters dazu führte, dass wir versuchten, die Musik unserer CD-Player gegenseitig zu übertönen.

Viel mehr kommt mir derzeit nicht in den Sinn. Die Zeit rennt aber auch und diese Erinnerungen liegen mittlerweile schon 15-25 Jahre zurück. Sollte mir aber irgendwann noch mehr einfallen, gibt’s vielleicht noch mal einen Folgebeitrag! Bis dahin soll das hier erst mal genügen!

  1. Wer mein altes Blog auf blogger.de noch kannte, wird sicher einige Dinge wiedererkennen, denn diese habe ich dort damals schon mal gebloggt und auch mal hier her gerettet []
Kein Wind bewegt die Stille,
die Luft ist regungslos,
als wenn die Welt an diesem Ort in ihrem Atmen innehält

Kante

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