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Projekt Hörsturz: Rezension Runde 16

Die sechzehnte Runde im Projekt Hörsturz ist in vollem Gange. Diesmal handelt es sich um eine Soundtrack-Runde, in der Songs aus Filmen und Videospielen vorgeschlagen werden konnten. Neben mir sitzt meine liebste Beam, die mit mir parallel die Runde bloggt. Unsere Wertungen werden aber nicht zwangsweise gleich ausfallen. Legen wir mal los – immerhin gibt es zusammen mit den optionalen Bonussongs ganze 17 Stücke zu bewerten.

die ausgelosten Songs

Radiohead – Exit Music (For a film) (aus Romeo und Julia)

(von Herr Lutz)
Radiohead sind ja schon seit Jahren eine von mir sehr geschätzte Band. Kaum eine andere Band schafft es, melancholische Stimmungen so genial in Musik zu fassen, aber auch mal experimentell und rockend laut zu werden. “Exit Music (For A Film)”, von dem ich bisher nicht mal wusste, dass es wirklich in einem Film verwendet wurde, ist zwar nicht mein absoluter Favorit der Band, aber dennoch ein kleines Meisterwerk, in dem einfach alles zusammenpasst.

Rating: ★★★★★ 

Mark Morgan – Acolytes of the New God (aus Fallout 1)

(von Guldhan)
Das erste Fallout war mein Einstieg in die Rollenspielwelt und ist noch heute mein zweitliebstes RPG überhaupt, nur noch geschlagen von Teil 2 der Serie. Die Musik selbst ist aber nicht so sehr in Erinnerung geblieben, was weniger daran liegt, dass sie schlecht ist, sondern eher daran, dass es nicht wirklich Musik ist. Zumindest nicht in meiner Definition des Begriffs. Mark Morgan bastelte damals eine perfekt auf die Stimmung des Spiels abgestimmte Hintergrundbeschallung, die ohne das Spiel in meinen Ohren einfach nicht funktioniert. Ich höre zwar gern mal Soundtracks ohne den Film dahinter, aber nur, wenn auch Dramaturgie und Melodie vorhanden ist.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Sad Brad Smith – Help Yourself (aus Up In The Air)

(von Steve)
Up In The Air ist ein Film, den ich dringend noch sehen muss, stammt er doch vom Regisseur von Juno und sprach mich auch in den Trailern sehr an. Die Musik scheint – zumindest nach diesem Stück zu urteilen – wieder sehr gemächlich akustisch daherzukommen. Wirklich weltbewegend ist die Musik zwar nicht, kann mir mit der schicken Percussion und der ohrwurmigen Melodie aber durchaus gefallen. Erinnert mich etwas an Iron & Wine, kommt aber nicht ganz heran.

Rating: ★★★½☆ 

Keane – Everybody’s Changing (aus aus Keinohrhasen)

(von endgueltig)
Oha, ein Stück aus dem Frauenfilm, den kaum ein Mann zugibt, gesehen zu haben, ihn aber insgeheim doch ganz schick fand. Mit Keane werde ich aber weder insgeheim noch öffentlich wirklich warm. Zu gefällig, kanten- und ereignislos ist mir diese Musik. Immerhin sind sie einen Ticken besser als Coldplay, das ist aber auch nicht wirklich eine Kunst…

Rating: ★½☆☆☆ 

Sigmund Groven – Reodors Ballade (aus Flåklypa Grand Prix)

(von Postpunk)
Postpunk gräbt immer wieder obskure Sachen aus. Von dem Film habe ich noch nie etwas gehört, die Musik kommt mir aber überraschend vertraut vor. Der Beginn kann durchaus gefallen. Die Mundharmonika mag ich allerdings nicht so wirklich, was weniger an der Melodie als am Instrument selbst[1] liegt. Ehe sich wirklich was bewegt, ist das Stück auch schon zu Ende. Vielleicht fehlen mir einfach die Bilder des Films dazu. Ohne funktioniert dieses Stück Melancholie nicht so wirklich.

Rating: ★★☆☆☆ 

Mit einem Schnitt von 2,6 ist das wahrscheinlich die schlechteste Runde für meinen Geschmack gewesen, und dabei habe ich im Vergleich zu anderen ja sogar recht gut bewertet. Da ich aber sehr viele Songs aus den Bonusstücken kenne, denke ich, dass diese den Schnitt nochmal retten können! Wollen wir mal sehen!

Die Bonussongs

Cry Baby – King Cry Baby (aus Cry Baby)

(von Sebastian)
Cry Baby habe ich bisher nie gesehen, weil ich ihn für eine schmalzige Teenieromanze hielt, nachdem Johnny Depp ja als Mädchenschwarm in 21 Jump Street bekannt wurde. Mittlerweile weiß ich es besser und habe den Film auf die Must-See-Liste gesetzt. Der Song selbst ist ganz nett, aber auch nicht weltbewegend. Ich kann mit typischem Rock & Roll/Rockabilly nicht so viel anfangen, wenn da nicht mindestens ne kleine Prise Punk oder Weirdness drinsteckt.

Rating: ★★½☆☆ 

Danny Elfman – This is Halloween (aus Nightmare Before Christmas)

(von Stoffel)
Hach, Nightmare Before Christmas geht immer. Ich verstehe echt nicht, wieso viele den nur zu Weihnachten sehen wollen – geht doch genau so um Halloween! Das Stück ist für sich gesehen schon toll, im Zusammenhang des Films aber einfach genial. Punkt.

Rating: ★★★★★ 

Dropkick Murphys – I’m Shipping Up To Boston (aus The Departed)

(von Robert)
The Departed habe ich auch noch nicht gesehen. Nach den Meinungen der bisherigen Teilnehmer sollte ich das aber wohl nachholen. Irish-Folk-Metal ist prinzipiell schon mal ne gute Idee. Der “Gesang” passt auch ziemlich gut, gibt er doch eine passende Mischung aus beiden Stilen wieder. Ein letzter Schliff fehlt dem Stück in meinen Ohren aber dennoch.

Rating: ★★★★☆ 

Ewan McGregor – Your Song (aus Moulin Rouge)

(von Hannah)
Moulin Rouge mag ich ja an sich. Baz Luhrmann versteht es, Musicals der etwas anderen Art zu schreiben. Der Soundtrack wartet mit einer Fülle an ungewöhnlichen, aber oft tollen Coverversionen bekannter Songs auf. “Your Song” ist in meinen Ohren aber leider einer der schlechtesten des Films. Ich kann schon die schmalzige Originalversion von Elton John nicht ab, aber diese übertrifft das Original in Sachen Schmalz noch. Mensch Hannah, warum haste nicht das geniale Cover von “Roxanne” aus dem Film vorgeschlagen? 😉

Rating: ½☆☆☆☆ 

Faunts – M4 (Part II) (aus Mass Effect)

(von Konna)
Oha, wird Konna etwa weich? Faunts klingen nicht gerade wie die üblichen Konna-Verdächtigen. Der Song hat Potential, verspielt aber viel davon, weil man lange auf eine Art Höhepunkt wartet, die Band diesen aber nicht liefert und den Song einfach unspektakulär beendet. Die Band werde ich mir aber sicher mal näher anhören!

Rating: ★★★☆☆ 

Hans Zimmer – Discombulate (aus Sherlock Holmes)

(von Sir Donnerbold)
Noch so ein Film, den ich dringend sehen muss. Hans Zimmer ist ja so ein Genie unter den Filmmusik-Komponisten. Er versteht es, die Stimmung des Films super einzufangen und seine Musik funktioniert oft sogar perfekt ohne die Bilder, wie dieses Stück sehr gut beweist. Das macht das Verlangen, den Film endlich mal zu sehen, nur noch größer.

Rating: ★★★★☆ 

Jay Gordon – Slept So Long (aus Queen of the Damned)

(von fini)
Die Königin der Verdammten war ja leider eine verspielte Chance. Die Story bot viel Potential, das der Film aber leider nicht zu nutzen wusste. An die Musik kann ich mich nicht so sehr zurückerinnern. Jay Gordon hätte ich jetzt stimmlich fast der Band Korn zugeordnet, aber er ist eigentlich Leadsänger von Orgy. Beides Bands, die ich mal ganz gern gehört habe, deren Stil mir aber mittlerweile nicht mehr wirklich gefällt. Beam hat gerade neben mir das richtige Stichwort gegeben: Mainstream-Metal – und das, wo diese Bands doch so alternativ klingen wollen. 😉

Rating: ★★☆☆☆ 

Kimya Dawson – Tire Swing (aus Juno)

(von beam)
Hach ja, Juno ist ein toller Film und das ist auch zum großen Teil der sympathisch-verschrobenen, amateurhaften Musik zu verdanken. Da gibt’s gar nicht viel mehr zu sagen, außer dass mir “Anyone Else But You” noch etwas besser gefällt.

Rating: ★★★★☆ 

Queen – Princes of the Universe (aus Highlander)

(von cimddwc)
Mit Highlander wurde ich nie wirklich warm, was vielleicht auch mit daran liegt, dass die Fantasyfilme der 80er größtenteils einfach übelst cheesy waren. Queen dagegen sind Alltime-Favorites von mir. Zwar gefallen mir ihre Songs aus den 70ern noch ne Ecke besser als die Phase der 80er, aber dieses Stück ist ein Klassiker!

Rating: ★★★★½ 

Rocky Horror Picture Show – Time Warp (aus der Rocky Horror Picture Show)

(von kasumi)
Der Time Warp, wer kennt ihn nicht? Leider ist das Stück mittlerweile derart überdudelt, dass ich ihn nicht mehr so genießen kann wie früher. Dennoch müssen vier Punkte sein.

Rating: ★★★★☆ 

The Proclaimers – I’m Gonna Be (500 Miles) (aus Benny & June)

(von JuliaL49)
Die Julia haut gleich nen weiteren Klassiker hinterher. Auch wenn ich sonst nicht wirklich viele Songs der Proclaimers mag, sticht dieser doch absolut hervor. Immerhin ist das ein Stück meiner Jugend, das man einfach mit voller Punktzahl werten muss!

Rating: ★★★★★ 

Yann Tiersen – Comptine d’un autre été : L’après-midi (aus Die fabelhafte Welt der Amelie)

(von beetFreeQ)
Zu guter letzt mein eigener Vorschlag, mit dem ich scheinbar einige ein wenig überrascht habe. Ja, auch ich kann manchmal mit so ruhiger, purer Musik etwas anfangen, wenn die Melodie so unfassbar großartig ist, wie bei diesem Stück. Yann Tiersen ist sowieso ein wunderbarer Musiker, aber dies ist sein Meisterwerk!

Rating: ★★★★★ 

Was sag ich? Ein Schnitt von 3,91 Punkten für gezogene und Bonussongs zusammen spricht eine klare Sprache! Der Zufallsgenerator hatte diesmal einfach ein schlechtes Händchen!

Mein Vorschlag für Runde 17

Diesmal ist mir die Wahl recht leicht gefallen, denn das folgende Stück habe ich schon seit einer Weile im Ohr. Die Band Creature Feature ist nicht so wirklich bekannt, macht aber eine wirklich spaßige Musik, die man erwarten würde, wenn man Tim Burton zusammen mit Marilyn Manson und den Muppets in einen dunklen Raum sperrt. Mein Song für Runde 17 ist “A Gorey Demise

  1. ich kann Mundharmonika seit der unsäglichen Verrammschung durch diesen Michael Hirte nicht mehr hören []

Kommentare

1

Hui, so viele fünf-Punkte-Songs 🙂 Hat die Nähe zu Beam dich milde gestimmt?!

Besonders überrascht bin ich ja von deiner Meinung über 500 Miles, aber andererseits ist Nostalgie immer ein Punkterhöhungsgarant 😉

geschrieben von juliaL49
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2

@juliaL49: Och, ich glaub, ich hätte auch sonst so gut gewertet. Es waren wirklich einige Klassiker dabei. Da konnte ich gar nicht anders! 😉

geschrieben von beetFreeQ
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