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Projekt Hörsturz: Rezension Runde 14

Das Projekt Hörsturz hat es mittlerweile in die vierzehnte Runde geschafft. Auf Lemonheads Idee hin handelt es sich auch mal wieder um eine Sonderrunde. Diesmal wurden nur Songs aus der Region vorgeschlagen, in der der Vorschlagende wohnt oder mal gewohnt hat. Dem einen fiel es leichter, etwas zu finden, dem anderen schwerer. Aber auf alle Fälle sind 14 interessante Songs zusammengekommen.

Die ausgelosten 5 Songs sind wie immer von jedem zu bewerten, die weiteren 9 nicht gezogenen in dieser Sonderrunde optional, was ich im Schnelldurchlauf auch mit erledigen werde. Dazu hätte ich auch gleich eine Idee für eine Regeländerung: Wie wäre es, wenn wir von jetzt an in jeder Runde 5 Songs als Pflicht und den Rest aus der Runde als optionale Songs zum Bewerten auflisten? Die fünf gezogenen kommen dann wie immer in die Gesamtwertung, die anderen nicht und können von jedem einfach nach Wunsch zusätzlich angehört und bewertet werden. So geht kein Song mehr unter und man findet vielleicht um so mehr gute Musik für den eigenen Geschmack! Schreibt mir doch einfach eure Meinung dazu in die Kommentare!

Jetzt aber erstmal zu den Bewertungen dieser Runde!

die gezogenen Songs

Captain Duff – From Coast to Coast

(von Fini)
Piraten! Damit haben die Jungs ja schon mal ganz gute Karten! Die Mischung aus Punk und etwas Metal kann auch gefallen, der Gesang kommt aber stellenweise etwas unpassend rüber. Zum Glück gröhlt der Sänger aber mehr, was wiederum gut passt. Etwas mehr Piratenfeeling auch im Song hätte ich mir ja schon gewünscht, aber alles in allem könnte ich mir gut vorstellen, auf einem Konzert der Band ordentlich abzurocken!

Rating: ★★★½☆ 

Mele Kalikimaka – W.A.R 2008

(von dehkah – kostenloser Download!)
Der Name der Band hätte ja eher was exotisches erwarten lassen. Stattdessen wird erstmal ordentlich losgeschrammelt, gegröhlt und plötzlich setzen die Bläser ein. Hmm, die Richtung “Skacore” ist mir auch noch nicht untergekommen. Aber so wirklich trifft’s auch nicht meinen Geschmack. Der Gesang ist mir zu sehr geschrien, die Gitarren zu repetitiv, die Bläser zu amateurhaft und alles auch viel zu unmelodisch. Ne, leider gar nicht mein Stil, obwohl ich Ska ja ansonsten wirklich gern mag…

Rating: ★☆☆☆☆ 

Tequila And The Sunrise Gang – The Great Awake

(von beetFreeQ)
Da sind wir auch schon bei meinem Vorschlag. Tequila And The Sunrise Gang kenne ich an sich schon seit ich Kieler bin, habe sie aber bisher sträflich vernachlässigt. Ihr Ska-Punk ist dabei absolut mein Fall und vor allem im Gegensatz zu vielen ähnlich gearteten Regionalbands absolut professionell und mitreißend. Was alle an dem hoch gesungenen “History” auszusetzen haben, weiß ich ja echt nicht. Passt doch perfekt in den Song. Und partytauglich ist der Song allemal – Schunkelpassagen wechseln sich mit Pogo-Phasen ab. Perfekt!

Rating: ★★★★★ 

Bonfire – You Make Me Feel

(von cimddwc)
Ich meine ja, Bonfire in meiner Kindheit schon mal hier und da mitbekommen zu haben. Ich glaube, die Band war neben anderen auf einem Ramsch-Hard-Rock-Sampler drauf, wie es sie in den frühen 90ern bei uns im Supermarkt gab. Immerhin war ich damals ja auch Fan der Scorpions, die ja stilistisch sehr nah an Bonfire liegen. Die Zeiten haben sich aber geändert, ich bin älter geworden und diese Art von Hard Rock liegt mir mittlerweile gar nicht mehr. Erst recht nicht in 80er-Balladenform. Da hat “You Make Me Feel” bei mir leider schlechte Karten. Immerhin geht mir der Song nicht auf den Wecker und würde auch nicht zwangsläufig weggeschaltet, wenn er mal laufen sollte…

Rating: ★★☆☆☆ 

Trovaci – Paradies

(von Sebastian)
Balkan-Ska-Reggae-Punk? Klingt nach der richtigen Mischung für mich. Und der Song geht auch direkt gut los. Die Bläser können was, die witzige Percussion kann überzeugen, die Gitarren kommen gut und der deutschsprachige Gesang kommt auch gut rüber. Alle Zutaten da für einen spaßigen Konzertabend. Viel mehr fällt mir da gar nicht ein. Ich hör den Song lieber gleich noch ein Mal!

Rating: ★★★★☆ 

Mit einem Schnitt von 3,1 Punkten fiel die Lokalrunde besser aus als ich erwartet hatte. Vielleicht bin ich auch nur noch von den vielen schlechten Regionalbands geschädigt, die ich sonst schon so hören musste. Aber noch sind wir ja nicht durch – mal sehen, was die restlichen neun Songs zu bieten haben!

die weiteren Songs im Schnelldurchlauf

Congested – Meltdown

(von Kasumi – kostenloser Download!)
Auf den ersten Blick wirkt der Bass etwas unbeholfen zurecht geklampft, aber irgendwie kann gerade das gefallen. Die Gitarren und der im Stereoraum verteilte Gesang kommen auch gut. Doch, die Jungs haben echt Potential und sind keine dieser austauschbaren Kellerbands!

Rating: ★★★★☆ 

Dare Dukes – Kick And Holler

(von beam)
Ah, zur Abwechslung mal was weniger geschrammeltes und überraschend poppiges. Mag vielleicht auch dran liegen, dass wir es hier mit einer Band aus Savannah, USA stammt, wo Beam ihre Au-Pair-Zeit verbracht hat. Zwar sind mir Songs in dem Stil eigentlich allgemein einen Tick zu seicht, aber gegen “Kick And Holler” kann ich mich nicht wehren – das Ding hat Ohrwurm-Potential!

Rating: ★★★★☆ 

Gjöll – Der erste Schnee

(von Konna)
Die Gitarre ist ja ganz nett, aber was wird denn da bitte die Blockflöte rausgeholt? Aua ist das schräg. Und dann dieser absolut grausame Grunzgesang, wildes Rumgetrommele. Also ich will ja stark hoffen, dass die Jungs sich da nur einen Spaß machen. Aber selbst dafür kann ich keine Punkte geben. Sorry Konna…

Rating: ☆☆☆☆☆ 

In Veins – King Is Dead

(von LemonHead)
Dann wollen wir mal sehen, was der Initiator der Runde so im Angebot hat. Man hört der Band zwar raus, dass sie noch nicht unbedingt zu den großen Rockbands gehören, aber das Potential ist da. Etwas uninspiriert kommt mir der Song dennoch vor. Da muss noch ein wenig mehr Eigenständigkeit her!

Rating: ★★★☆☆ 

Männerurlaub – Mir geht es gut

(von Stoffel)
Stoffel hat Deutschpunk mit gefälligen Lyrics und schicker Aufmachung in Gepäck. Ist jetzt nicht so die Musik, die ich oft höre, aber der Song kann ganz gut gefallen und hat auch ganz ordentliches Hitpotential!

Rating: ★★★½☆ 

Omnitah – Albträume

(von Sir Donnerbold)
Sir Donnerbold fiel es nicht ganz leicht, überhaupt einen Vorschlag zu finden. Dafür hat er ein überraschend gutes Händchen bewiesen. Omnitah kann gut singen, eine Geige im Gepäck ist auch nie verkehrt. Insgesamt wär’s mir ja nen Tick weniger schmalzig lieber, aber so geht’s auch!

Rating: ★★★½☆ 

Thomas Western – Exile Song

(von JuliaL49)
Die Julia mit überraschend ruhigen Klängen um die Ecke. Thomas Western macht Folksongs ganz einfach mit seiner Gitarre. Was unter Umständen sehr leicht und schnell langweilig werden kann, umschifft er aber mit einer interessanten Stimme und wirklich tollen Melodien.

Rating: ★★★★☆ 

Trashmonkeys – Song No. 1

(von Kamil)
Kamil führt ein paar alte Bekannte in den Ring, die ich schon mal vor ein paar Jahren auf der Kieler Woche live gesehen habe und echt begeistert war. Die sauschlechte Klangqualität des Videos sollte man nicht überbewerten. Das liegt eindeutig an dem Video, denn die Band ist absolut professionell und gehört zu den besten deutschen Bands im Indiezirkus. Einen Punkt Abzug gibt’s aber dennoch, weil sich Song No 1 bei mir so langsam wirklich abgenudelt hat…

Rating: ★★★★☆ 

Wise Guys – Köln ist einfach korrekt

(von Hirngabel)
Die Wise Guys sind sicher die bekannteste Band dieser Runde. Nach den Prinzen sind sie das deutsche Acapella-Aushängeschild. Hin und wieder mag ich sowas ja auch, aber so wirklich springt der Funke einfach nicht über.

Rating: ★★½☆☆ 

Alle vierzehn Songs zusammen ergeben mit 3,143 im Schnitt eine leicht bessere Note als die gezogenen fünf allein. Insgesamt muss ich aber sagen, dass unsere Regionen durchaus mit ordentlichen bis wirklich guten Bands aufwarten können! Ich bin mal gespannt, ob die eine oder andere in Zukunft den Durchbruch schafft!

Mein Vorschlag für Runde 15

Diesmal gibt’s eine Band, die mir seltsamerweise erst vor kurzem überhaupt über den Weg gelaufen ist, obwohl sie oft in den Soundtracks von Emir Kusturica auftaucht und genau mein Fall ist:

Emir Kusturica & The No Smoking Orchestra – Daddy, Don’t Ever Die On A Friday

Kommentare

1

Oh, da hatte ich wieder ein glückliches Händchen mit meiner Auswahl. Hätte ich bei dir nicht erwartet, aber bei dir weiß man ja nie :)

Dein Vorschlag mit den zusätzlichen Songs bezieht sich nur auf die, die sonst rausfallen würden? Dann fände ich das gut, denn es bleibt ja dem Teilnehmer überlasssen, ob er die anhört und wie du schon schriebst, kann man so einiges Tolles entdecken, was sonst unter den Tisch gefallen wäre.

Zu deinem Neuvorschlag: das ist nicht für die Soundtrack-Runde, oder?

geschrieben von juliaL49
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2

@juliaL49: Ja, da bin ich unberechenbar, glaube ich ;)

Die zusätzlichen Songs sollen die sein, die sonst rausgeflogen wären. Im Endeffekt so wie bei der Lokalrunde oder der Weihnachtsrunde. Es werden z.B. 14 vorgeschlagen, fünf davon werden als Pflicht ausgelost, die dann auch in die Charts kommen, die restlichen neun werden dann optional mit bewertet, landen aber nicht extra in den Charts.

Mein Vorschlag würde sich zwar sogar für die Soundtrack-Runde eignen (der Song stammt aus dem Film “Schwarze Katze, Weißer Kater”), aber die kommende ist ja erstmal wieder eine reguläre. Also erst für Runde 16 wirklich die Songs vorschlagen, die als Soundtrack gedacht sind!

geschrieben von beetFreeQ
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3

Ich schließe mich Julia an. Es kann den musikalischen Horizont der Teilnehmer nur vergrößern. Und wer keine Lust oder Zeit hat, ist nicht gezwungen die zusätzlichen Songvorschläge in seinen Beitrag aufzunehmen. Ich würde mich freuen, wenn mehr Songs zur Auswahl stünden…

geschrieben von Dany
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