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Rezension Yeasayer - Odd Blood

Now, the world can be an unfair place at times
But your lows will have their complement of highs.

Yeasayer lieferten 2008 mit ihrem Debut “All Hour Cymbals” schon ein großes Werk ab, das die Verschwurbelung von Rock, Folk und Psychedelik aus den 70ern in die Gegenwart holte und modernisierte. Auf “Odd Blood” geben sie sich aber lang nicht mehr nur mit so einem kleinen Rahmen ab.

Die Band macht sich einen Spaß daraus mit cheesy Versatzstücken der vergangenen 40 Jahre und insbesondere der 80er zu spielen, schafft es aber, daraus ein gänzlich unpeinliches Musikerlebnis zu entwickeln. Hier wird im großen Stil in Genres gewildert, durch die Zeiten gesprungen und zu innovativem Pop verbastelt. Zwar kommen einzelne Titel wie “The Children” auf den ersten Blick sperrig daher, lassen aber absolut ohrwurmige Melodien entstehen, an denen man sich nicht satt hören kann.

Auch der psychedelische Einschlag des Vorgängers versiegt nicht völlig, lässt die Band sich doch ab und an Raum für bewusstseinserweiternde Klänge. “I Remember” beginnt z.B. wie aus dem Spät-70er Synthesizer-Fachhochschulkurs und bleibt auf einem käsig-sphärischem Level, den man der Band aber mit Handkuss abnimmt.

Besonders hoch anzurechnen ist der Band allerdings, dass sie mit “Ambling Alp” und “O.N.E.” gleich zwei der absoluten Album-Favoriten vorab zum kostenlosen Download anbot. Da aber auch alle anderen Songs der Scheibe großartig sind, gibt es auch keine Bedenken, dass Fans der kostenlosen Singles nicht zum Album greifen werden!

Rating: ★★★★★★★★½☆ 

Anspieltipps: Ambling Alp, O.N.E., Love Me Girl, Rome

Das Album auf Spotify | MySpace

Ambling Alp

Kommentare

1

Yeasayer sagten in einem Interview, dass sie zur Zeit der Aufnahme des Albums viel Suzanne Vega und Offspring (90er-Phase) gehört haben. Hat das Ergebnis aber nicht verschlechtert ;-).

geschrieben von herrlutz
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2

@herrlutz: Ganz bestimmt nicht! Die beiden hört man als Einflüsse jetzt zwar nicht gerade raus, aber da steckt ja soviel Inspiration in der Musik, dass man schwer alles entdecken kann! 😉

geschrieben von beetFreeQ
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1

[…] die auch nach einem Jahr ständigen Hörens noch nicht abnutzen. http://www.vimeo.com/14012549meine Rezension | Amazon | Spotify | Grooveshark05 – Jaga Jazzist – One-Armed BanditEin Glück, dass […]

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