freeQnet-Logo
freeQnet

Origins – Part 8: Massive Attack Special

Am achten Februar ist es soweit und das neue, heiß erwartete Album “Heligoland” von Massive Attack erscheint. Um die Vorfreude noch ein wenig zu schüren, gibt es heute eine Spezial-Ausgabe der Origins-Reihe, die sich diesmal nur mit Samples beschäftigt, die Massive Attack in ihren Songs verwendeten. Besonders die ersten beiden Alben “Blue Lines” und “Protection” ernährten sich förmlich von Drumloops und anderen Ausschnitten bekannter und obskurer Soul-, Funk- und Jazzklassiker. Ich habe einmal fünf Originale herausgesucht, die fünf Songs von Massive Attack ihren Klang verliehen haben!

Protection / James Brown – The Payback

James Brown ist einer der meistgesampleten Künstler da draußen und den Großteil dieser Samples machen auf alle Fälle die Drums aus. Die Schlagzeuger, mit denen Brown seine oft völlig improvisierten Stücke zusammenjammte, sind selten wirklich bekannt geworden, ihre Drumsoli gingen dagegen oft in die Geschichte ein. Ein nicht ganz so oft verwendeter Drumloop findet sich in “The Payback”, den Massive Attack prominent im Song “Protection” aus ihrem gleichnamigen zweiten Album verwendeten.

Unfinished Sympathy / Mahavishnu Orchestra – Planetary Citizen

Jeder kennt wohl diese wiederkehrende Gesamgslinie aus “Unfinished Sympathy”, die zwar keinen Text transportiert, aber wohl einer der einprägsamsten Teile des Songs ist. Wer bisher dachte, den Part hätte auch Shara Nelson eingesungen, der wird hier eines Besseren belehrt. Die prägnante Stelle stammt aus dem Fusion-Song “Planetary Citizen” vom Mahavishnu Orchestra.

Five Man Army / Al Green – I’m Glad You’re Mine

Kommen wir wieder zu einem Drumloop. Al Green ließ in seinem Song “I’m Glad You’re Mine” zum Auftakt so schön auftrommeln, dass Massive Attack sich den Rhythmus gleich für “Five Man Army” vom “Blue Lines”-Album ausborgte. Das eher unkonventionelle Drumsample sorgt für den großen Wiedererkennungswert des Songs von Massive Attack, da er ansonsten mit nur recht schmaler Instrumentierung auskommt, um den Rap mehr zur Geltung zu bringen.

Lately / Isaac Hayes – Joy

Die dominante Basslinie in Massive Attack’s “Lately” geht, wie sollte es anders sein, nicht auf ihr Konto sondern stammt aus dem Song “Joy” vom gleichnamigen Album des Soul-Sängers Isaac Hayes. Ganz so offensichtlich klauten sie sie aber nicht, denn für “Lately” wurde die Melodie etwas umarrangiert und fällt dadurch gar nicht so direkt als Sample auf.

Be Thankful For What You’ve Got / William DeVaughn

Kommen wir zum Abschluss zu einer Mischung aus Sample-Verwendung und Coverversion. Hört man sich das Original von William DeVaughn an, mag man im ersten Moment von schamlosem Diebstahl sprechen, so sehr gleichen sich die Songs. Massive Attack hat jedoch auf den zweiten Blick eine behutsam modernisierte Fassung aufgenommen, die mehr eine Hommage denn ein einfaches Rip-Off darstellt.

Trackbacks/Pingbacks

1

[…] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von beetfreeq, SupSappel erwähnt. SupSappel sagte: RT @beetfreeq: frisch gebloggt: #Origins – Part 8: Massive Attack Special http://goo.gl/fb/UlsT #musik #algreen #coverversion […]

gesendet von Tweets die Origins – Part 8: Massive Attack Special – freeQnet erwähnt -- Topsy.com
Be excellent to each other. And... Party on, dudes!

Bill & Ted

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blogoscoop Bloggeramt.de