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Blogparade: Die besten Alben der 00er

Sascha meint’s ernst und fragt die fast unmöglich zu beantwortende Frage, welche (möglichst drei) Alben man als die besten der vergangenen zehn Jahre ansieht. Ich hab eine ganze Weile gegrübelt, mehrfach meine Musiksammlung durchforstet, Alben rausgelegt, sie durch andere ersetzt und mich immer wieder gefragt, warum das eine oder andere Album für mich etwas so besonderes ist.

Ich habe mich jetzt schweren Herzens für drei Alben entschieden. Zwar hat Sascha auch die Möglichkeit gelassen, zur Not mehr oder weniger zu nennen, aber ich glaube, das wäre mir nur noch schwerer gefallen. Die drei folgenden Scheiben sind vielleicht auch nur eine Momentaufnahme. Möglicherweise fällt mir später noch ein Album ein, das ich jetzt übersehen habe. Aber ich denke, die Entscheidung ist schon so gut getroffen wie es mir möglich war!

3 The Mars Volta – De-Loused In The Comatorium

The Mars Volta - De-Loused In The ComatoriumThe Mars Volta entdeckte ich ganz simpel über einen Bericht im Rolling Stone im Jahr 2003. Ich hörte mir das Album ganz klassisch im Blitz[1] vor und war trotz der Komplexität der Musik sofort gefangen. Das Album sollte in mein Autoradio wandern und dieses für Jahre kaum verlassen. Zwar mag ich den Nachfolger dieses Debut-Albums noch einen Tick mehr, aber “De-Loused In The Comatorium” ist für mich der Klassiker, der mir überhaupt erst die Welt des Progressive Rock und sonstiger experimenteller Gitarrenmusik eröffnete. Leider hat sich die Band in späteren Werken ein wenig verfranst und konnte mich nach den ersten beiden Alben nicht mehr so fesseln.


Das Album auf Grooveshark

2 Kaizers Orchestra – Ompa Til Du Dør

Kaizers Orchestra - Ompa Til Du DørKaizers Orchestra lernte ich 2005 erst richtig kennen, zu gleichen Teilen von meinem Cousin und meiner liebsten Leipzigerin empfohlen. Ihre von Tom Waits beeinflusste Mischung aus Rock, Gypsy-Musik, vorgetragen mit Gitarren, Doppelbass, Schlagzeug, Orgel, Akkordion und Ölfässern konnte mich sofort fesseln. Spätestens die beiden Live-Konzerte der Band, die ich letztes Jahr mit erleben durfte und ihrem Ruf als beste Live-Band der Welt gerecht wurden, machten sie zu meinen absoluten Favoriten. Zwar war meine erste Begegnung vor allem das Album “Maestro”, aber ihr bisher immer noch bestes Album ist das Debut “Ompa Til Du Dør” von 2001.


Das Album auf Grooveshark

1 Portishead – Third

Portishead - ThirdKaum eine Band hat meinen Musikgeschmack in den späten 90ern mehr geprägt als Portishead. Die melancholische Elektronik, die getragenen, aber absolut genialen Beats und die tiefen Bässe hatten’s mir angetan. Nach 1997 veröffentlichten sie dann 11 Jahre kein neues Album und man hatte schon fast damit Frieden geschlossen, die Band nie wieder erleben zu dürfen, als 2008 dann endlich ein neues Lebenszeichen zu vernehmen war und kurz darauf das dritte Album “Third” erschien. Ich hab wohl keinem Album mehr entgegengefiebert wie diesem, nachdem ich davon erfuhr, dass es erscheinen soll. Und es hat mich alles andere als enttäuscht. Die Band hat es geschafft, ihren Wurzeln treu zu bleiben, aber dennoch etwas innovativ neues zu schaffen und haben damit für mich vielleicht sogar das beste Album aller Zeiten eingespielt.


Das Album auf Grooveshark

  1. Kiels einziger ordentlicher Plattenladen []

Kommentare

1

Die 1 und 2 kenne ich schon, aber finde ich nur ok, da mir zu komplex und nur was für Geduldige 🙂 The Mars Volta habe ich glaub ich auf Anregung von dir mal angehört, aber ich weiß nicht mehr, wie es mir gefiel. Ist in meiner Spotify-Queue und wir werden sehen.

geschrieben von juliaL49
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2

@juliaL49: Grad das Komplexe ist es, was ein Album für mich so zeitlos macht und sich damit auch eher den Status als Album des Jahrzehnts erarbeitet. Aber da hat halt jeder seine eigenen Vorlieben. Etwas Geduld gehört aber zum Musikhören dazu, finde ich! 😉

geschrieben von beetFreeQ
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Ane Brun

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