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Wort-Schatz, der sechste

Klönschnack

In unregelmäßigen Abständen leiste ich meinen Beitrag zur Erhaltung eines großen Wortschatzes, indem ich schöne veraltete, selten gehörte oder über ihre Regionsgrenzen nur wenig bekannte Worte nenne. Ohne große Erklärung, einfach und plakativ! Kommentieren ist erlaubt und absolut erwünscht!

Kommentare

  1. rundumkiel | 09.12.2009 um 21:50 | antworten | Link

    rundumkiel ist ja Kieler, wie der Name schon sagt. Für ihn ist das Wort vollkommen normal und alltäglich. “Dann setzen wir uns mal zusammen und halten Klönschnack”. Kommt von “Klönen” und “Schnacken”. Typisch norddeutsch, würde ich mal sagen…

  2. Uwe | 09.12.2009 um 21:56 | antworten | Link

    Wortschatz +1, wobei schnacken “hier” auch geläufig ist..würde ich zumindest behaupten wollen.

  3. quadratmeter | 09.12.2009 um 22:02 | antworten | Link

    Ist Klönschnack nicht irgendwie doppelt gemoppelt?

  4. kari | 09.12.2009 um 22:21 | antworten | Link

    Kenn ich nicht. Klingt aber nach einem “Lustigen Gespräch” :-)

  5. dehkah | 10.12.2009 um 00:14 | antworten | Link

    Det is plattdütsch. Giv’t ehm Heidjerplatt ook.

    Und kommt hier in der Alltagsprache vor, auch bei Leuten, die (so wie ich) kaum Platt snacken können, aber dafür ganz gut verstehen. ‘Klönschnack’ dürfte da auch schon die ins Hochdeutsche überführte Variante sein, eigentlich heißt es hier ‘Klönsnack’, was sich natürlich für denglisch-erprobte Augen etwas nach einer Unterhaltung mit Zwischenmahlzeit liest.

    Etwas “besnacken” = etwas miteinander bereden/besprechen. Schon ernsthafter, themenzentriert.
    “Klönen” = mehr oder weniger wichtiges reden, Infoaustausch, personen/befindlichkeitszentriert – aber kein Tratsch!
    Klönsnack = der Anlass oder Zeitpunkt, wo beides zusammentrifft. Aufm Markt, beim Tee oder Kaffee(klatsch), in der Kneipe. Schwingt eigentlich etwas ‘Gemütlichkeit’ bei mit. Etwas Zeit füreinander haben, sich Sachen anvertrauen. Freundschaftlich oder Nachbarschaftlich.

    Mir fällt kein anderes Wort ein, dass dasselbe meint.

  6. beetFreeQ | @ beetfreeq | 10.12.2009 um 08:54 | antworten | Link

    @rundumkiel: Japp, bei uns im Norden ist das Wort sehr geläufig, wird aber auch leider so langsam weniger benutzt. Weiter südlich kennt man’s wegen des plattdeutschen Ursprungs auch kaum.

    @Uwe: Ja, Schnacken hat sich über ganz Deutschland verbreitet. Klönen aber eher nicht.

    @quadratmeter: Doch, beide Wörter (Klönen und Schnacken) meinen so grob das selbe.

    @kari: Ja, das ist es meistens auch – eben ein gemütliches Gespräch unter Freunden, Nachbarn oder so.

    @dehkah: Spitzenmäßig erklärt! Dem bleibt nichts hinzuzufügen :) Das Wort ist wirklich so ein Fall, der kein direktes Synonym hat, weder im Deutschen noch in anderen Sprachen.

  7. hirngabel | 10.12.2009 um 15:02 | antworten | Link

    Also in der Kölner Region ist das Wort “klönen” auch bekannt. In meiner Heimatstadt im Bergischen Land (ca. 50km östlich von Köln) gibt (oder gab?) es sogar eine Kneipe namens “Klönecke”.

  8. beetFreeQ | @ beetfreeq | 10.12.2009 um 22:04 | antworten | Link

    @hirngabel: Achso. Na dann ist’s wohl doch auch woanders teilweise gebräuchlich!

  9. hirngabel | 11.12.2009 um 00:30 | antworten | Link

    Naja, ich will nicht ausschließen, dass es vielleicht nicht doch durch norddeutsche Einwanderer in unsere Gegend importiert wurde. =)

  10. beetFreeQ | @ beetfreeq | 11.12.2009 um 22:21 | antworten | Link

    @hirngabel: Hehe, kann natürlich alles sein. Weiß jetzt auch nicht, wie alt das Wort ist und ob es selbst nicht sogar aus noch älteren Sprachen stammt.

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