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Origins – Part 7 (Adventskalender-Special)

Ich habe die Ehre, eins der heutigen Türchen von Yoko’s Blogger-Adventskalender bei mir öffnen zu dürfen. Und was bietet sich auf meinem Blog zu einem weihnachtlichen Anlass besser an, als etwas Weihnachtsmusik? Heute wird euch also die neuste Episode meiner Origins-Reihe in die Welt der Weihnachts-Coverversionen entführen, denn es gibt wohl kaum Songs, die häufiger nachgesungen werden als die unzähligen Weihnachtslieder da draußen.

Für alle, die neu hier sind, will ich noch kurz die Serie “Origins” erläutern. Alle paar Wochen schreibe ich im Rahmen dieser Reihe über Songs, die viele nur als Cover oder sogar nur als gesampelter Fetzen aus einem anderen Song kennen. Ich will hiermit den Ursprung der Songs etwas näher beleuchten und sowohl Original als auch Cover würdigen.

Bei Weihnachtsliedern fällt die Sache mit dem Original natürlich nicht ganz so leicht. Viele der klassischen Stücke sind natürlich auch schon älter als die Erfindung der Tonaufzeichnung. Ich habe mir daher diesmal teilweise erlaubt, statt Original und Cover eben zwei nachgesungene Versionen zu präsentieren und gehe im Text näher auf’s Original ein. Ich habe mich außerdem auf ausschließlich englisch-sprachige Songs beschränkt, da ich die deutsche Weihnachtsmusik zum größten Teil nicht wirklich leiden kann.

Gene Autry – Rudolph The Red Nosed Reindeer / Max Raabe & Palast Orchester

Der Charakter des rotnasigen Rentiers Rudolph entstand zuerst als Geschichte von Robert L. May im Jahr 1939. Zu Song-Ehren kam er schließlich 1948 durch Johnny Marks, der den Song aber nicht selbst sang. Seine kommerzielle Uraufführung hatte er im Radio gesungen von Harry Brannon, die erste kaufbare Version ist aber die von Gene Autry aus dem Jahr 1949. Die Coverversionen sind kaum zählbar. Fast jeder hat das Stück auf seiner obligatorischen Weihnachts-CD. Ich habe mich hier einfach für die Version von Max Raabe entschieden, weil sie in seinem Stil so schön ungewöhnlich klingt!

Santa Claus Is Coming To Town / The Beach Boys / Alice Cooper

“Santa Claus Is Coming To Town” ist ähnlich alt wie Rudolph. J. Fred Coots und Haven Gillespie schrieben das Stück. Nachdem es das erste Mal 1934 in Eddie Cantor’s Radiosendung gesungen wurde, fluteten die Hörer die Urheber mit Anfragen nach den Noten, die sich über Weihnachten des Jahres locker 500.000 mal verkauften. Die erste offiziell zum Verkauf aufgenommene Version von George Hall konnte ich leider nicht ausfindig machen. Ich habe daher die vermutlich bekannteste von den Beach Boys genommen. Außerdem kommt noch Alice Cooper zu Wort, der den Song als “Santa Claws Is Coming To Town” im Rahmen der CD-Compilation “We Wish You A Metal Xmas And A Headbanging New Year” als Metal neu interpretierte.

The Little Drummer Boy / Apocalyptica / Hoodoo Gurus

Würde man annehmen, dass man es hier mit einem wirklich alten Stück zu tun hat, dann dürfte verwundern, dass “The Little Drummer Boy” erst 1941 von Katherine K. Davis geschrieben wurde. Erst 1958 wurde er erstmals kommerziell vom Harry Simeone Chorale veröffentlicht, dessen Version aber auch nicht mehr zu finden war. Die meisten Cover triefen leider auch vor Schmalz. Als Gegenpol habe ich also zwei Versionen herausgesucht, die das Stück in ein ganz anderes Licht rücken. Die bitterböse Version von Apocalyptica ist absolut genial und auch die Hoodoo Gurus konnten durch einen leichten Surf-Rockabilly-Stil eine völlig andere Seite des Songs herausstellen.

We Three Kings / Reverend Horton Heat / Fuel

Diesmal haben wir’s aber wirklich mit einem alten Stück zu tun. Es wurde im 19ten Jahrhundert von Reverend John Henry Hopkins, Jr. für ein Theologie-Seminar geschrieben. Man nimmt das Jahr 1857 an, ganz sicher ist das aber nicht. Der auch unter dem Namen “The Quest Of The Magi” bekannte Song wurde von den verschiedensten Bands und Orchestern neu aufgenommen. Ich habe mich dabei für die leicht in den Surf-Rock gehende Instrumental-Version von Reverend Horton Heat und die rauh-melancholische Rockfassung von Fuel entschieden!

The Kinks – Father Christmas / OK Go

Zu guter Letzt nehmen wir uns noch ein gesellschaftskritisches Stück vor. “Father Christmas” ist sicher kein typisches Weihnachtslied. Der Text handelt von einem Kaufhaus-Weihnachtsmann, der von einer Gruppe armer Kinder bedrängt wird, die von ihm lieber Geld als Spielzeug haben wollen, denn das Spielzeug können sie nicht essen! Mit dieser Kritik an dem Konsumfest, das Weihnachten geworden ist, landeten sie 1977 zwar nicht in den Charts, der Song gilt aber als Klassiker. Zu einigen Coverversionen hat er es dementsprechend auch geschafft. Die von mir gewählte Variante von “OK Go” hält sich zwar nah ans Original, modernisiert es aber behutsam.

Excuse me
But I just have to Explode

Björk

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